Windrose in der Vorschau: Gameplay, Seekämpfe, Technik und Fazit

Special Michael Grünwald
Windrose in der Vorschau: Gameplay, Seekämpfe, Technik und Fazit
Quelle: PC Games

In der Demo von Windrose bekommen wir bereits einen schönen Eindruck, wohin die Reise am Ende gehen soll. Wir verraten euch, was bereits gut funktioniert.

Leichte Gameplay-Probleme

Mit unserem kleinen Segelboot machen wir uns auf die Suche nach neuen Inseln, Schiffsteilen und der verschollenen Crew, die in die Fänge von anderen Seeräubern geraten ist. Neben dem Entdecken von geheimen Orten kämpfen wir immer wieder gegen Wildschweine, Fantasy-Gegner wie Ertrunkene, und feindliche Piraten.

Alle Auseinandersetzungen sind knackig, denn selbst mit aufgewerteten Fähigkeiten und verbesserter Ausrüstung kippt unsere Figur nach wenigen Hieben um. Sollten wir vergessen, ein Zelt als Wiedereinstiegspunkt auf der Insel zu errichten und zu aktivieren, starten wir nach dem Tod immer wieder am letzten Respawn-Punkt. Aufgrund der weiten Wege zwischen den Inseln kann das definitiv frustrieren.

Typisch Survival-Spiel: Zu Beginn steht relativ viel Erkundung auf dem Tagesplan. Wer die Augen offenhält, entdeckt Schatzkarten und versteckte Höhlen. Quelle: PC Games Typisch Survival-Spiel: Zu Beginn steht relativ viel Erkundung auf dem Tagesplan. Wer die Augen offenhält, entdeckt Schatzkarten und versteckte Höhlen.

Am Feintuning muss das Team hinter Windrose allgemein noch ein wenig arbeiten. Auch die Steuerung stellt uns nämlich manchmal vor Extra-Hindernisse. Sobald mehrere Gegner gleichzeitig auf uns zu stürmen, schlagen wir häufig daneben oder werden für eine kurze Zeit betäubt und sind wehrlos. Das führt recht schnell zum eigenen Tod. Glücklicherweise können wir unser fallengelassenes Inventar an unserem Grab wieder aufsammeln.

Praktisch sind dabei außerdem Schnellreiseportale, die wir auf jeder Insel bauen können. Die benötigen allerdings seltene Rohstoffe, wodurch wir mit dem Errichten sparsam sein müssen. Möchten wir die Bootsfahrt umgehen, sind die Schnellreisen aber perfekt geeignet.

Der Gamechanger: die Seekämpfe

Sobald wir die Quests rund um unseren dicken, neuen Kahn aber abgeschlossen haben, lohnen sich die Fahrten über See. Einerseits fährt unser Schiff deutlich schneller als das Segelboot, andererseits bekommen wir ein schönes Gefühl dafür, wohin die Reise im fertigen Spiel gehen könnte.

Die Seekämpfe gegen andere Schiffe und Crews erinnern tatsächlich an das beliebte Assassin's Creed: Black Flag. Im Gegensatz zu Skull and Bones dürfen wir uns schließlich ständig an Deck bewegen, jederzeit über Bord springen und spielen nicht nur als das Schiff, sondern weiterhin als unser Charakter.

Bereits in der Demo gibt es in Windrose einen dynamischen Tag-Nacht-Zyklus. Im Dunkeln lauern deutlich mehr übernatürliche Gefahren auf uns. Quelle: PC Games Bereits in der Demo gibt es in Windrose einen dynamischen Tag-Nacht-Zyklus. Im Dunkeln lauern deutlich mehr übernatürliche Gefahren auf uns. Mit Bordkanonen feuern wir aus allen Rohren, stecken gleichzeitig aber auch immer wieder Treffer ein. Wir müssen uns immer wieder anpassen und versuchen, in die perfekte Schussposition zu kommen. Sind unsere Gegner manövrierunfähig, lässt sich die feindliche Kogge entern. Unsere Crewmitglieder springen auf das andere Schiff und kämpfen gegen die Widersacher.

Haben wir eine bestimmte Anzahl der Feinde besiegt, gibt der Rest auf, der Kahn sinkt und wir erhalten eine Belohnung. Noch ist das Entern recht rudimentär eingebaut, für das fertige Spiel bleibt also noch Luft nach oben.

Dennoch machen die Duelle auf hoher See bereits viel Spaß und auf Knopfdruck stimmen unsere Crewmitglieder für die perfekte Immersion noch bekannte Seemannslieder an. Das kann sich bereits sehen lassen, wenngleich die Aufträge der Demo-Version nach dem ersten Schiffskampf ein Ende finden.

Ja, wir können auch kentern. Für ein paar Stapel Holz lässt sich unser Schiff im Anschluss aber wieder zurück zu unserer Basis rufen. Quelle: PC Games Ja, wir können auch kentern. Für ein paar Stapel Holz lässt sich unser Schiff im Anschluss aber wieder zurück zu unserer Basis rufen.

Schicke Open-World ohne Bugs

Die offene Spielwelt von Windrose kann ebenfalls schon beeindrucken. Während die Figuren ziemlich blass aussehen, machen die Landschaften einiges her. Vor allem Himmel und Wasser sorgen für ein schickes Piraten-Setting.

Wenn unser Schiff bei starkem Wellengang hin und her schwankt, fühlt sich das Survival-Abenteuer trotz Comic-Look immersiv an. Noch vermissen wir in den Gewässern allerdings Fische, doch in einem Trailer versteckt sich bereits ein Angel-Minispiel, was bedeutet, im fertigen Spiel oder einer Early-Access-Version erwartet uns auch diese Freizeitbeschäftigung.

Außerdem setzt Windrose auf eine passende Hintergrundmusik, die sich je nach Gameplay verändert. Beim entspannten Erkunden lauschen wir lässigen Klängen, während es in Kämpfen deutlich mehr rund geht.

In der Zukunft sollen sich zudem noch Bossgegner in unseren Weg stellen. Die sind im Soulslite-Stil geplant und stellen uns wohl vor kleinere und größere Herausforderungen. Das Erstlingsprojekt des Teams bleibt spannend und macht schon jetzt in der frühen Phase einiges richtig. Im Online-Koop kann sich noch obendrauf gemeinsam in das Abenteuer geworfen werden.

Meinung

Knapp sechs Stunden Spielzeit bietet die Demo von Windrose auf Steam. Für einen ersten Einblick in das kommende Survival-Spiel ist das absolut ausreichend. Einen festen Releasetermin gibt es bislang aber noch nicht. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Beitrags wurde die Demo-Fassung vom Publisher bereitgestellt.

  1. Seite 1 Einstieg, Piratenspiele und Story
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