Wild Hearts: EAs Mix aus Monster Hunter und Shadow of the Colossus - Seite 2

Special Michael Grünwald
Wild Hearts: EAs Mix aus Monster Hunter und Shadow of the Colossus - Seite 2
Quelle: Electronic Arts

Electronic Arts und Koei Tecmo kündigten vor kurzem ein neues Action-Jagdspiel an. Wir haben Wild Hearts bereits angespielt und verraten unsere Eindrücke.

Ein ziemlich cooles Feature ist außerdem, dass wir auf Kemono klettern können. An bestimmten Stellen ihres Körpers haben diese Schwachstellen! Aufgrund des aktuellen technischen Zustands, über den wir später ausführlich sprechen, funktioniert das aber nicht immer reibungslos. Zu häufig klettert unsere Figur nicht in die gewünschte Richtung oder die Kamera kommt dem wilden Gezappel des Ungetüms nicht hinterher. Sollten die Entwickler diese Probleme bis zum Release in den Griff bekommen, könnte das Gekraxel eine Menge Spaß bringen. Schon in Shadow of the Colossus war dieses Gameplay-Element schließlich großartig.

Die eigentlichen Hauptdarsteller

Bleiben wir bei den Kemono. Das Gegnerdesign gefällt uns in Wild Hearts besonders gut. Die Kreaturen sehen nicht wie in anderen Spielen austauschbar aus, sondern haben einen ganz eigenen Stil. Durch das Verschmelzen mit ihrer Umgebung wuchern Äste, Moos und Gräser auf ihren Körpern. Daher besitzen sie auch diese gewaltigen Mächte der Natur und möchten die Umgebung nach ihren Wünschen gestalten. Die Kemono erinnern trotz ihres veränderten Aussehens an bekannte Tiere aus unserer Welt. Ob knuffige Hasen, schleimige Kröten oder riesige Nager und Wildschweine, wir erkennen unter den Verwucherungen deutlich die wahre Fauna der Wesen.

Die Wahl des Werkzeugs

Furchteinflößend, aber auch ein kleines bisschen putzig: Die Kreaturen in Wild Hearts haben ihren ganz eigenen Stil. Quelle: PC Games Furchteinflößend, aber auch ein kleines bisschen putzig: Die Kreaturen in Wild Hearts haben ihren ganz eigenen Stil. Insgesamt gibt's acht einzigartige Waffen, die wir im Kampf gegen die Kreaturen einsetzen. Dabei sind Klassiker wie Pfeil und Bogen, aber auch abgedrehte Gadgets wie ein Regenschirm. Jede Waffe besitzt zudem einen eigenen Finisher-Move.

Um unsere Waffen zu verbessern, benötigen wir die Hilfe von bestimmten Einwohnern, die wir im Verlauf der Story treffen. Natsume steht beispielsweise in unserer Schuld. Zwischen dem Erlegen der Kemono unterstützt uns die Schmiedin mit Ausrüstungs-Upgrades.

In kurzen Zwischensequenzen erfahren wir außerdem kleinere Geschichten aus dem Leben unserer Begleiter. Da die Dialoge bisher nur vertont sind, sich die Lippen der Charaktere aber nicht bewegen, kommen die kurzen Sequenzen noch sehr hölzern daher.

Bisher hat das Spiel auch nur eine japanische Originalsprachausgabe mit englischen Untertiteln. Im fertigen Spiel sollte sich das ändern und zumindest deutsche Untertitel sollen verfügbar sein.

Wir sind nicht alleine

Auf unseren Wegen stoßen wir immer wieder auf mysteriöse Charaktere. In den Dialogen stehen uns sogar mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Quelle: PC Games Auf unseren Wegen stoßen wir immer wieder auf mysteriöse Charaktere. In den Dialogen stehen uns sogar mehrere Antwortmöglichkeiten zur Verfügung. Dagegen haben wir eine gute Nachricht für alle Koop-Fans: Wild Hearts lässt sich insgesamt komplett in einem Dreier-Team durchspielen. Freundinnen oder Freunde können jederzeit unserem Spiel joinen und uns im Kampf gegen die Kreaturen unterstützen.

Die Gegnerstärke wird anhand unseres Levels angepasst. Sollte unser Mitspieler in der Story weiter fortgeschritten sein, haben wir es also mit härteren Feinden zu tun. Nach dem Besiegen des Kemono erhalten alle ihr eigenes Loot. Es entsteht also kein weiterer Kampf um die beste Ausrüstung. Da der Titel Crossplay unterstützt, können wir auch über Plattformen hinweg gemeinsam mit unseren Leuten zocken.

Der frühe Vogel fängt den Bug

Technisch lässt sich noch nicht viel über Wild Hearts sagen; die Version, die wir gespielt haben, war noch ein sehr früher Build. Daher hatten wir auf sämtlichen Grafikeinstellungen mit Rucklern zu kämpfen. Gerade gegen die Kemono führte das natürlich hin und wieder zu Problemen. Optisch ist der Titel mit seinen knalligen Farben auf jeden Fall ansprechend. Die technischen Schwierigkeiten muss das Entwicklerstudio jedoch noch ausbessern. Quelle: PC Games Optisch ist der Titel mit seinen knalligen Farben auf jeden Fall ansprechend. Die technischen Schwierigkeiten muss das Entwicklerstudio jedoch noch ausbessern.

Manchmal ploppten wir durch Objekte hindurch, manchmal machte die Kamera Schwierigkeiten, wenn wir auf dem Rücken der Kreaturen umherkletterten und manchmal funktionierte die Eingabe der Tasten zu spät. Das erschwerte die Kämpfe ordentlich.

Nach einem kompletten Neustart tauchten außerdem plötzlich zwei der großen Kemono auf und standen sich gegenseitig im Weg. Im ersten Moment dachten wir, das wäre vielleicht gewollt, doch als uns nur einer der beiden angriff, stand fest, es handelt sich um einen Spielfehler. Bugs in so einer frühen Version sind nichts Besonderes, doch es erschwert einen Ausblick auf das Potenzial. Der Titel sieht an sich optisch ansprechend aus, vor allem das Gegnerdesign hat es uns angetan, doch der aktuelle technische Zustand lässt uns noch ein wenig verhalten zurück.

Meinung

Wild Hearts soll am 17. Februar 2023 für PC, PS5 und Xbox Series erscheinen. Laut den Entwicklern beträgt die Spielzeit ohne Nebenmissionen in etwa 25 Stunden. Schneidet das Jagd-Actionspiel erfolgreich ab, ist es nicht unwahrscheinlich, dass ein Franchise entsteht. Bis zum Release bleiben noch vier Monate, um an den derzeitigen Problemen zu feilen.

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