Für alle Zocker, die nicht auf Körperertüchtigung mit Wii Sports stehen, hat Nintendo zum Wii-Start eine weitere Spielesammlung in petto.
W ie jede neue Konsole wird auch Nintendo Wii mit nur einem kompletten Controller -- also einer Kombination aus Wii-Fernbedienung und Nunchuk-Controller -- ausgeliefert. Folglich muss für launige Mehrspieler-Partys Nachschub her! Eine Wii-Fernbedienung schlägt mit 40 Euro zu Buche. Für nur zehn Euro mehr gibt es diese aber auch im Set mit "Wii Play", einer Sammlung, die aus neun simplen Minispielen besteht. Beachten Sie aber: Für viele Games brauchen Sie nicht nur die Wii-Fernbedienung, sondern auch die Nunchuk-Erweiterung. Für die einfacheren Spielchen von "Wii Play" genügt aber die Wii-Fernbedienung.
Zwei der Minispiele unterstützen den Mii-Kanal. Sie können also Ihren selbst erstellten Charakter verwenden. Beim so genannten "Mii-Gewimmel" müssen Sie gleichartige Miis in einer Gruppe der Comic-Figuren erkennen und möglichst schnell mittels Wii-Fernbedienung anvisieren. Beim "Mii-Posenspiel" hingegen fliegt Ihr Mii-Charakter über den Bildschirm und muss in Blasen eingepasst werden. In diesen Blasen befinden sich Mii-Umrisse in verschiedenen Posen, die Ihr Männchen auf Knopfdruck einnehmen kann. Die Steuerung via Wii-Fernbedienung funktioniert sehr präzise und vor allem intuitiv -- da steigt jeder durch.
Eine Hommage an den NES-Light-gun-Shooter "Duck Hunt" ist "Schüt-zenfest", wo Sie auf Ballons, Dosen, Zielscheiben, Tontauben und Ufos feuern. Gelegentlich flattern auch die kultigen "Duck Hunt"-Entchen über den Screen -- allerdings in einem solchen Tempo, dass nur Profis sie erwischen. Auch beim "Schützen-fest" ist die Steuerung exzellent.
pingeliges Ping-pong
Etwas kniffliger präsentiert sich "Tischtennis". Die Steuerung des Schlägers ist extrem sensibel, und nur mit viel Übung kommen ansehnliche Ballwechsel zustande. Anspruchsvoll ist auch "Billard", wo Sie Zielrichtung und Anstoßpunkt auf der Kugel festlegen und anschließend die Wii-Fernbedienung wie einen echten Queue bewegen müssen. Einfacher sind das witzige "Angeln" und "Laser Hockey", eine Umsetzung des allseits beliebten Air-Hockeys im stylishen 80er-Jahre-Neon-Look. Komplettiert wird der Minispiel-Neuner durch die Kettenfahrzeug-Kämpfe von "Panzerkiste" und den schrägen Ochsenritt "Wilde Kuh".
Sämtliche Games dauern nur einige Minuten und sind eher was für zwischendurch als abendfüllende Unterhaltung. Die Dauermotivation für Einzelspieler hält sich in Grenzen und auch der reduzierte Look ist sicher nicht jedermanns Sache. Bevor Sie aber 40 Euro in eine einzelne Wii-Remote investieren, sollten Sie die zehn Euro für "Wii Play" definitiv drauflegen. Denn für einen kurzweiligen Wettstreit mit einem menschlichen Mitspieler ist "Wii Play" genau das Richtige!fk n
