Indie-Spiele sollten nicht unterschätzt werden, das zeigt der schwedische Entwickler Acke Hallgren wieder einmal. In What Never Was entführt er euch auf den Dachboden des verstorbenen Howard Wright. Ihr spielt als dessen Enkelin Sarah, die nun die Aufgabe hat, den Dachboden auszuräumen. Dabei entdeckt sie Dinge über ihren Opa, die sie nie für möglich gehalten hätte. In unserer kurzen Review für PC erfahrt ihr, wie wir What Never Was finden.
Triple-A-Titel sind natürlich immer etwas Schönes, trotzdem solltet ihr euch kleinere Indie-Titel nicht entgehen lassen. Am 11. Januar 2019 ist ein solcher auf Steam erschienen. What Never Was von Acke Hallgren ist ein kostenloses Indie-Adventure, das stark auf seiner Story aufbaut. Ihr spielt in der Ego-Perspektive als Sarah Wright, die den Dachboden ihres verstorbenen Großvaters Howard Wright ausmisten soll. Das ganze Spiel findet nur auf dieser kleinen Dachstube statt, der vollgestopft ist mit Büchern und Relikten aus dem Leben des Opas.
Quelle: Acke Hallgren
Untersucht Schubladen und die herumliegenden Dinge, um Hinweise zu finden.
What Never Was im Test: Enkelin und Opa
Im Indie-Adventure geht es vor allem darum, eure Umgebung genau zu erkunden und Hinweise zu finden. Zunächst entdeckt ihr ein Notizbuch, in dem Seiten fehlen. Diese sind auf dem Dachboden verteilt und je mehr davon ihr ergattert, desto mehr Anhaltspunkte erhaltet ihr, die euch an andere Stellen führen. Für Atmosphäre bei der Erkundung sorgt die gute Vertonung der beiden Protagonisten Sarah und Howard, die von Michaela Gilchrist und Adrian Ulvsgärd gesprochen werden und eine tiefgehende Beziehung zwischen Enkelin und Großvater zeigen.
Die Rätsel sind sehr gut in die Geschichte eingebaut und gar nicht mal so leicht, aber trotzdem lösbar. Sarah hat außerdem zu fast jedem Gegenstand im Raum etwas zu sagen - sei es eine Erinnerung, die sie mit Opa Howard verbindet, oder einfach nur eine witzige Anmerkung. Die Notizbuchseiten führen euch wie gesagt weiter, erzählen aber auch eine eigene kleine Geschichte über den Großvater und seine Abenteuer, von denen Sarah zuvor nicht wusste.
What Never Was im Test: Ein schöner Auftakt
Die Handlung von Waht Never Was endet in einem ziemlichen Cliffhanger. Ihr deckt zwar das größte Geheimnis des Dachbodens auf, aber genau dann ist das Spiel vorbei, was vermuten lässt, dass What Never Was als eine Art Prolog fungiert, und Acke Hallgren noch mehr dieser spannenden Geschichte in petto hat. Das würde auch erklären, wieso das Adventure kostenlos angeboten wird. Uns hat der schwedische Entwickler auf jeden Fall an der Angel, denn egal ob What Never Was nur ein Auftakt ist oder eine in sich geschlossene Geschichte ist: Es bietet dank der Unreal Engine eine durchaus hübsche Grafik, hat wundervolle Musik, eine sehr gute Vertonung und überzeut mit einer schönen Kombination aus Rätseln und Story.
Fans von Myst, What Remains of Edith Finch und Gone Home sollten sich die Zeit von einer halben bis einer Stunde nehmen, und in die Welt von What Never Was eintauchen.
