Der neuseeländische Film begeisterte 2003 knapp eine halbe Million Kinobesucher in Deutschland
Auf einem Wal, so glauben die Maori-Einwohner des kleinen Dorfes Whangara an der neuseeländischen Ostküste, kam einst ihr Urahn auf die Insel. Und seither wurde der männliche Erstgeborene jeder Generation Häuptling der Gemeinschaft.
Weil aber Porourangi (Cliff Curtis), Sohn des derzeitigen Stammesoberhauptes Koro (Rawiri Paratene), diese Verpflichtung ablehnt, liegt Koros einzige Hoffnung auf der bevorstehenden Geburt von Porourangis Zwillingen. Doch bei der Geburt sterben sowohl der männliche Nachfahre als auch seine Mutter. Nur das Mädchen Pai (Keisha Castle-Hughes) überlebt. Koro sieht darin ein böses Omen für die Zukunft seiner Sippe. Selbst Jahre später hat sich Koro nicht mit dem Gedanken anfreunden können, keinen männlichen Erben zu haben. Für den in Traditionen verhafteten Koro gibt es nur eine Lösung: Er ruft alle erstgeborenen Söhne des Dorfes zusammen, um sie in den Riten und Fertigkeiten des Stammes zu unterrichten.
Der beste der Jungen soll Koros Nachfolger werden. Die zu einem pfiffigen Mädchen herangewachsene Pai möchte mitlernen, wird aber ausgeschlossen. Mit Hilfe ihres Onkels Rawiri (Grant Roa) übt sie heimlich. Doch alle ihre Mühen scheinen vergebens ...
Bei der DVD zu der Kinoproduktion aus dem Jahr 2003 ist das Bild leider nicht auf der Höhe der Zeit. Die Soundabmischung gefällt vor allem mit dem stimmigen und räumlichen Musik-Score der australischen Komponistin Lisa Gerrard.
Mehr über die Kultur der Maori, die im Film vorkommenden Tänze und die Sprache erfährt man im Audiokommentar der Regisseurin Niki Caro. Die Filmemacherin liefert hier außerdem Hintergrundinfos zum Dreh und zu den Schauspielern.
Das über 25 Meter lange Kriegskanu, das "Waka", welches im Film von zentraler Bedeutung ist, erfährt im Special "Te Waka" besondere Aufmerksamkeit. Im "Behind the Scenes"-Special kommen neben den Schauspielern auch Crew-Mitglieder und der Romanautor Witi Ihimaera zu Wort (ca. 27 Min.). Natürlich fallen auch hier viele lobende Worte gegenüber den Kollegen -- aber im Gegensatz zu manch anderem Making of klingen die Aussagen hier durchaus glaubwürdig.MS
