Warhammer: Vermintide 2 im Test: Rattenschnetzeln deluxe

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Warhammer: Vermintide 2 im Test: Rattenschnetzeln deluxe
Quelle: Fatshark

Ein zweites Mal lädt Fatshark zur fröhlich-blutigen Rattenjagd: Mit wenigen, aber sinnvollen Neuerungen im Gepäck, zieht Warhammer: Vermintide 2 an seinem Vorgänger vorbei. Warum das knackige Koop-Gemetzel zwar nicht sämtliche Register zieht, aber trotzdem ein Hit für Warhammer- und Left 4 Dead-Fans ist, klären wir im Review zu Vermintide 2. Update: Jetzt mit PS4-Wertung

Das Konzept von Left 4 Dead mit der Warhammer-Fantasy-Lizenz zu paaren, hätte herrlich schief gehen können. Tat es aber nicht! Stattdessen landete der schwedische Entwickler Fatshark vor drei Jahren einen echten Überraschungshit, auch in unserem Test schnitt Warhammer: Vermintide sehr gut ab. Vor allem in Sachen Langzeitmotiviation zeigte sich das Spiel allerdings noch ausbaufähig - und hier will der zweite Teil nachbessern. Im Test zu Warhammer: Vermintide 2 (jetzt kaufen 37,99 € / 23,99 € ) merken wir, dass Fatshark zwar nur an wenigen, dafür aber an wichtigen Stellschrauben gedreht hat. Das Ergebnis: Knackig-schwere Koop-Action für vier Spieler, die mit brachialen Kämpfen, besserem Loot und eimerweise Pixelblut für wundervoll rohe Unterhaltung sorgt! Update: Wir haben den Artikel um einen Absatz zur PS4-Fassung plus Wertung erweitert.

Vermintide 2 im Test: Skaven plus Chaos

Warhammer: Vermintide 2 im Test Quelle: PC Games Warhammer: Vermintide 2 im Test Viel ändert sich zunächst nicht: Ihr mischt erneut das Warhammer-Universum während der Endzeit auf, schließt euch dazu mit drei anderen Spielern zusammen und meuchelt euch durch 13 brandneue Levels. Diesmal müsst ihr allerdings nicht nur die Skaven zu Rattenhack verarbeiten, sondern bekommt es auch mit den Armeen des Chaos zu tun, die einen Pakt mit den Horror-Nagern geschlossen haben. Das bedeutet: Neue Gegnertypen, die wie im Vorgänger zufällig in den Levels verteilt werden, um euch so mit jedem Anlauf eine neue Herausforderungen zu bieten. Das Chaos hat schwer gepanzerte Soldaten, Äxte schwingende Barbaren und agile Zombies im Angebot, außerdem dürft ihr euch auf neue Eliteeinheiten wie den Leech freuen, der euch mit magischen Stürmen und Lebensabsaugung so manchen Nerv kosten wird. Dazu gibt's ein paar frische Mini-Bosse wie den Bile Troll, ein dickhäutiges Ekelpaket, das sich mitten im Kampf heilt und uns zwischendrin ätzende Magensäure vor die Füße kotzt. Mahlzeit!

Das gesamte Schreckenskabinet des Vorgängers ist ebenfalls mit an Bord, darunter wieder die heimtückischen Assassinenratten, die euch blitzschnell in den Rücken fallen und selbst eingespielte Teams im falschen Moment eiskalt erwischen können. Gemixt mit dem neuen Gegnerpool bietet Vermintide 2 damit spürbar mehr Abwechslung beim Monsterhäckseln - auch wenn wir uns ruhig noch ein paar weitere, abgefahrene Gegnertypen gewünscht hätten.

Vermintide 2 im Test: Frische Levels

Die 13 neuen Levels bieten zwar nicht mehr Umfang, aber zumindest mehr Vielfalt als das Vorgängerspiel (ohne DLCs). Ihr seid nicht nur in düsteren Städten, Kanalisationen und Minenschächten unterwegs, sondern erkundet auch weitläufige Waldlevel, wandert durch Kornfelder im prächtigen Abendrot, balanciert über Eisplatten und mischt eine stolze Zwergenfestung auf. Warhammer-Atmosphäre pur! Schön: In fast jedem der linearen Level gibt's eine kleine Besonderheit. Da sollen wir etwa explosive Fässer auf einen Karren laden, ein magisches Ritual unterbrechen, einen Rammbock durch ein Chaos-Lager schieben, einen besonders dicken Boss auf die Matte schicken oder feindliche Stellungen mit einer Kanone wegballern. Eine packende Geschichte sollte man aber nicht erwarten, in Vermintide 2 steht das Gegnerschnetzeln klar im Vordergrund! Positiver Nebeneffekt: Wer den Vorgänger nicht gespielt hat, findet sich auch ohne Vorkenntnisse problemlos zurecht.
Warhammer: Vermintide 2 im Test Quelle: PC Games Warhammer: Vermintide 2 im Test

Vermintide 2 im Test: Alte Helden mit neuen Stärken

Wie im Vorgänger besteht euer Team aus vier Helden. Zwar könnt ihr auch mit Bots losziehen, doch das ist nicht empfehlenswert - spätestens auf dem zweiten Schwierigkeitsgrad geht's dermaßen rund, dass gute Mitspieler Pflicht sind! Alle fünf wählbaren Heldenklassen aus dem ersten Vermintide kehren zurück, diesmal allerdings deutlich erweitert: In Vermintide 2 verfügt nun jeder Charakter über ein aktives Talent sowie mehrere passive Eigenschaften. Die Wegelagerin Kerillian kann sich beispielsweise selbst heilen und fegt feindliche Eliteviecher mit zielsuchenden Jagdpfeilen von der Bildfläche. Der Zwerg Bardin wirft dagegen eine Rauchbombe, um sich vor Gegnern zu verbergen und sie in aller Ruhe mit der Armbrust oder Schrotflinte wegzupusten. Und die Pyromantin Sienna heizt sich beim Feuerballschleudern zwar ruck zuck auf, teilt bei höheren Überladungslevels aber auch mehr kritische Treffer aus.

Warhammer: Vermintide 2 im Test Quelle: PC Games Warhammer: Vermintide 2 im Test Während man im Vorgänger nur im Accountlevel aufsteigen durfte, levelt man die Helden diesmal individuell auf. Das sorgt nicht nur für mehr Spielzeit, sondern erlaubt auch eine weitere Neuerung: Auf den Levelstufen 7 und 12 wird für jeden Helden eine weitere Klassenvariante freigeschaltet, mit eigenen Talenten und teils eigener Bewaffnung - dadurch stehen euch insgesamt 15 Karrierepfade offen! Ebenfalls neu und ziemlich cool: Jede Klasse verfügt nun über ein kleines Talentesystem. Alle fünf Levelstufen könnt ihr einen von drei passiven Boni wählen, die euch beispielsweise wertvolle Heilungseffekte, bessere kritische Treffer oder einen Buff für euer Team spendieren. Diese passiven Skills darf man genauso wie die Subklasse zwischen Missionen sorglos wechseln, um andere Spielweisen auszuprobieren.

Vermintide 2 im Test: Da fliegen die Fetzen!

Warhammer: Vermintide 2 im Test Quelle: PC Games Warhammer: Vermintide 2 im Test Trotz mancher Rollenspieltupfer sind die brachialen Nahkämpfe wieder das Filetstück von Vermintide 2. Sie fühlen sich sogar noch einen Tick knackiger und wuchtiger an als im Vorgänger! Wenn die Gegnerhorden auf uns zustürmen und wir sie mit Äxten, Schwertern, Dolchen und Kriegshämmern von der Bildfläche prügeln, fliegen buchstäblich die Fetzen: Ratten und Chaosdiener werden von der Wucht unserer Hiebe weggeschleudert, enthauptet oder halbiert, Klingen prallen von unserem Schild ab, Rattenblut spritzt über den Screen und klebt am Ende einer Schlacht an unserer Klinge. Auch Armbrüste, Bögen, Gewehre und Flammenwerfer sorgen für befriedigendes Trefferfeedback, wollen aber sparsam verwendet werden - Munition für Fernkampfwaffen ist rar, außerdem müssen bestimmte Knarren langsam nachgeladen werden. Also besser für den schnellen Einsatz gegen Elitegegner aufheben!

  1. Seite 1 Warhammer: Vermintide 2 im Test: Chaos - Klassenvielfalt - Waffen und Kämpfe
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