Warhammer 40K: Space Marine: Test des bombastischen Third-Person-Actionspiels im Warhammer-Universum

Test Simon Fistrich

Warhammer 40K: Space Marine im Test bei Games Aktuell! Wir überprüfen den ersten Third-Person-Shooter von Relic Entertainment auf Herz und Nieren. Wird der Ausflug in ein neues Genre gelingen oder legen die Strategieexperten eine Bauchlandung hin?

In Warhammer 40K: Space Marine unternehmt ihr abermals einen Ausflug in das Warhammer-Universum, diesmal in einem amtlichen Third-Person-Shooter, das sich unserem Test stellt. Als Captain Titus von den Ultramarines stellt ihr euch gegen die grünen Horden, die die Industriewelt Graia übernehmen wollen. Doch die Millionen von Orks, die den Titan-Kampfroboter erobern wollen, sind nur eine Gefahr. Das Spielprinzip erinnert an Gears of War 3. Aus der Verfolgerperspektive kümmert Ihr Euch um die Horden an Gegnern.

Orks und Space Marines sind eben die klassischen Erzfeinde im Warhammer-Universum. Und so fies die grünen Horden auch zuhauen können, bringen sie uns trotzdem zum grinsen, was an der sehr eigenwilligen Ork-Sprache liegen mag. Im folgenden Test zeigen wir Euch die positiven und negativen Aspekte von Warhammer 40K: Space Marine. Übrigens: Auf Xbox Live und Steam gibt es jeweils eine Demoversion des Actionspiels aus dem Hause Relic Entertainment und THQ.

Das hat uns im Test von Warhammer 40K gefallen:

Warhammer 40K: Space Marine im Test für Xbox 360, PS3 und PC. (4) Quelle: Videogameszone Warhammer 40K: Space Marine im Test für Xbox 360, PS3 und PC. (4) Allgemeines Kampfsystem
Neben Bolterpistole, Granatwerfer und Scharfschützengewehr habt ihr auch eine Nahkampfwaffe im Gepäck. Hier entscheidet ihr euch zwischen einem Kettenschwert, einem Energiehammer und einer Energieaxt. Der Wechsel zwischen Nah- und Fernkampf geht sehr gut von der Hand und der Kampffluss wird nicht unterbrochen. Doch auch ein Ultramarine hat die eine oder andere brenzlige Situation zu überstehen. Für ebendiese gibt es das sogenannte Fury-Meter. Euer "Wildheitsbalken" füllt sich durch eingesteckte Treffer, per Knopfdruck könnt ihr dann zeitlich begrenzt mehr Schaden anrichten. Zu Beginn hält eure Wildheit nur ein paar Sekunden, durch Upgrades könnt ihr die Zeit aber verlängern.

Finishing Moves
Den Nahkampf bestreitet ihr mit einem simplen, aber effektiven Kombosystem. So könnt ihr eure Gegner zum Beispiel betäuben, um sie anschließend mit einem blutigen Exekutionsmove in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Diese Finisher sehen nicht nur spektakulär aus, sondern regenerieren auch einen Teil eurer Lebensenergie. Das ist gerade in Massenschlachten wichtig, da es keinerlei Medipacks oder andere Heilungsmöglichkeiten gibt. Und eure Lebensenergie stellt sich nicht wieder her, im Gegensatz zu eurem Schild. Da ihr einen Space Marine spielt, haben die Entwickler auf ein Deckungssystem verzichtet. Ihr könnt euch nur durch Rollen dem feindlichen Feuer entziehen. Aber wer ein richtig harter Ultramarine ist, der stürmt direkt auf seinen Gegner zu und fackelt nicht lange.

Story und Atmosphäre
Das Erstlingswerk von Relic im Action-Genre punktet vor allem in Sachen Atmosphäre. Diese könnt ihr in ruhigen Momenten, wenn ihr Funksprüchen lauscht oder zwischen den heißen Gefechten durch Gänge lauft, immer wieder genießen. Die Story passt wunderbar in das düstere Warhammer-Universum und fesselt sowohl 40K-Fans als auch Action-Liebhaber.

Das hat uns an Warhammer 40K: Space Marine nicht gefallen:

Warhammer 40K: Space Marine im Test für Xbox 360, PS3 und PC. (5) Quelle: Videogameszone Warhammer 40K: Space Marine im Test für Xbox 360, PS3 und PC. (5) Munitionsprobleme
Fernkämpfer haben allerdings in längeren Auseinandersetzungen immer wieder das Problem, dass ihnen die Munition ausgeht. Ihr findet zwar überall Munitionskisten, aber mitten in der Action Nachschub suchen zu müssen, ist ärgerlich.

Fehlende Entscheidungsfreiheit und innovationsloses Gameplay
Fehlende Entscheidungsfreiheit, auch was die Laufwege betrifft, eines der Mankos von Space Marine. Was das Gameplay betrifft, wirkt das Action-Game etwas altbacken, Innovationen sind rar gesät.

Grafik
Auch optisch wird kein allerhöchstes Niveau erreicht. Wenn man den Grafikvergleich mit dem in den Startlöchern stehenden Gears of War 3 heranzieht, wirkt Warhammer ein wenig wie eine graue Maus.

Wertung zu Warhammer 40.000: Space Marine (X360)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Tolle ActionGute Verbindung von Nah- und FernkampfGlaubwürdige Atmosphäre
etwas altbackene GrafikMangelnde Abwechslung
Fazit

Relics Third-Person-Shooter punktet nicht in allen Belangen. Grafisch ist man inzwischen mehr Bombast gewohnt und auch das Spielprinzip könnte etwas mehr Abwechslung vertragen. Dennoch steige ich immer wieder gerne in die Powerarmor, um Orkgeschnetzeltes zu produzieren. Die Action kommt krachend und dreckig daher, die Verbindung von Nah- und Fernkampf funktioniert super und die Atmosphäre zieht auch Nicht-Warhammer-Experten in ihren Bann. Der Imperator ist mit dem Action-Erstlingswerk von Relic sehr zufrieden.

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk