Warface im Test: Free2Play-Multiplayer-Ballerei findet ihren Weg auf die Switch
Test
Warface wurde am 21. Oktober 2013 für den PC veröffentlicht. Als nächste Plattform kam die damals noch aktuelle Xbox 360 dazu und in der nächsten Konsolengeneration schloss sich auch die PS4 sowie XBO mit an. Im Februar dieses Jahres, beinahe sieben Jahre nach der Erstveröffentlichung, fand der Mehrspieler-Shooter zu guter Letzt auch seinen Weg auf die Nintendo Switch.
Warface (jetzt kaufen ) ist das erste Spiel für die Nintendo Switch, das die Cryengine verwendet. Für einen Free2Play-Titel kann sich der Shooter also sehen lassen. Zwar sticht die Grafik im Handheld-Modus nicht sonderlich ins Auge, angeschlossen an die Docking Station jedoch braucht sich Warface nicht vor anderen Spielen aus dem Genre zu verstecken. Wenn ihr den Titel vernünftig spielen wollt, ist der Anschluss an einen größerer Monitor und die Verwendung des Pro Controllers aber auch abseits der Grafik absolut empfehlenswert.
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Massig Multiplayer
Nach einem kurzen Tutorial habt ihr die Wahl zwischen Koop, Eliteeinheit und Versus. Die Koopmissionen sind eine Art ausführlicheres Tutorial, welches ihr mit vier Mitstreitern spielen könnt. Hier wird besonders die Spielmechanik der Räuberleiter in den Mittelpunkt gestellt. Haltet Ausschau nach grünen Pfeilen in Kombination mit zwei Männchen, die sich gegenseitig an der Wand hochziehen. Diesen Mechanismus findet ihr auch in allen anderen Spielmodi und er verhilft euch dort zu einer extrem vorteilhaften Position, von der aus ihr besonders effektiv ballern könnt - durch die Räuberleiter gelangen beide Spieler nach oben. Als Solist ist es unmöglich, an entsprechende Stellen zu gelangen. Das sorgt allerdings auch für den ein oder anderen Wutausbruch, wenn Teammitglieder sich weigern, als vorübergehendes Trittbrett zu fungieren oder Gegner die Funktion bis zum Gehtnichtmehr benutzen.
Quelle: PC Games
Das schwere Chainsaw-Maschinengewehr der SED-Klasse bietet sich perfekt dafür an, um Kommandoposten zu verteidigen.
Der Modus Eliteeinheit konnte nicht getestet werden, weil auch nach ewiger Suche nicht ausreichend Spieler gefunden wurden. Dabei handelt es sich um eine Art Mini-Kampagne, die durch kurze Cutscenes Hintergrundinfos zu den zwei verfeindeten Einheiten Blackwood und Warface liefern soll. Aber nicht verzagen, die Suchzeiten des Versus-Modus sind dafür extrem schnell. Darin findet ihr bekannte Matchvarianten wie Team Deathmatch, FFA, Bombe legen, Blitz und Sturm. Blitz startet mit einer bereits gelegten Bombe, welche ihr entweder verteidigen oder entschärfen müsst. Im Spielmodus Sturm gibt es drei Kommandoposten, die ihr halten oder einnehmen müsst.
Klassenkampf
Quelle: PC Games
Von den SEDs will man eigentlich nicht zwei auf einmal gegenüberstehen. Ein Glück, dass die beiden Kollegen hier wohl mit einem Lenkrad als Controller spielten.
Fünf verschiedene Klassen stehen euch zur Wahl: Schütze, Sanitäter, Ingenieur, Scharfschütze und SED - ein sehr schadensresistenter Cyborg. Alle Klassen haben ihre individuellen Vor- und Nachteile. Als Einsteiger solltet ihr zunächst Team Deathmatch oder Sturm spielen, weil ihr dort am leichtesten ins Geschehen finden könnt. Außerhalb vom Klettern fühlen sich die Bewegungen alle sehr gut an und die Steuerung geht leicht von der Hand. Die klassenspezifischen Waffen spielen sich alle sehr unterschiedlich. Es kann sich allerdings leider etwas in die Länge ziehen, bis man eine passende Waffe freigeschaltet hat. Nicht selten kommt während des Spielens zudem Frust auf, weil Gegenspieler vergleichsweise viele Schüsse aushalten. Das liegt aber nicht nur an den Waffen, sondern auch den verschiedenen Rüstungen. Helme, Stiefel oder Kevlarweste sorgen für unterschiedliche Bonis, die beispielsweise die Geschwindigkeit erhöhen oder die Schussresistenz steigern können. Durch Booster kann das Freischalten beschleunigt werden, aber das kostet Echtgeld. Auch wenn es leichter gesagt als getan ist, Kopfschüsse sind erstrebenswert! Unabhängig davon, wie schlecht eure Waffe ist, die meisten davon erledigen Gegner auf kurze Distanz mit einem einzigen Kopftreffer.
Die Maps spielen sich alle sehr dynamisch und bieten durch die Bank unterschiedliche Spielerfahrungen. Auf den meisten Karten gibt es mapspezifische Besonderheiten wie einen einfahrenden Zug, der Halt macht und dadurch zwei Bereich der Karte miteinander verbindet, und einen Sandsturm, der die Sicht kurzzeitig einschränkt. Nutzt auch unbedingt die verschiedenen Positionen, um die Räuberleiter einzusetzen. Sobald ihr einige Gegner von den meist sehr überlegenen Postion aus ausgeschaltet habt, ist es ratsam, weiterzuziehen. Die Killcam verrät euch! Eure Opfer werden mit Sicherheit zurückkehren und es euch heimzahlen wollen.
Kompetitiv
Wenn man erst einmal alles Nötige freigeschalten hat und die Maps sowie die verschiedenen Klasse, verinnerlicht wurden, fängt Warface erst an, so richtig Spaß zu machen. Die Spielmodi Blitz und Bombe sorgen für taktischere Matches, weil dort die Spezialfähigkeiten der einzelnen Klassen von größerer Bedeutung sind. Zusätzlich sorgt ein rundenbasiertes Spielsystem dafür, dass ihr vorsichtiger vorgehen müsst - falls ihr sterbt, müsst ihr bis zum Ende der Runde warten. Wer also nach einem anspruchsvollen FPS-Titel sucht, ist mit Warface gut beraten.
