Diese Woche startet "Vor uns das Meer" von Regisseur James Marsh ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") in den deutschen Kinos. Colin Firth mimt darin den Hobbysegler Donald Crowhurst, der vor 50 Jahren für seine waghalsigen Pläne zu einer Weltumrundung berühmt wurde. Bei uns erfahrt ihr, wie sich Oscar-Preisträger Firth in seiner neuesten Rolle schlägt.
Er wollte der erste Einhandsegler werden, der ohne Zwischenstopp und in Rekordzeit die Welt umrundet. Für dieses Ziel und eine saftige Siegprämie setzt Donald Crowhurst Ende der 1960er-Jahre sein Haus und seine Firma aufs Spiel - und damit seine gesamte Existenz. Als der Familienvater realisiert, dass er sich auf ein aussichtsloses Unternehmen eingelassen hat, fasst er einen verhängnisvollen Entschluss ...
Die größte Herausforderung des Plots, der auf wahren Begebenheiten beruht, ist Crowhursts Wandlung vom optimistischen Draufgänger zum grüblerischen Betrüger. Colin Firth spielt diese Veränderung sehr glaubhaft. Sein Crowhurst verzweifelt fast unmerklich an seinem Schicksal und den Schuldgefühlen seiner Frau gegenüber. Regisseur James Marsh gelingt es darüber hinaus, mit wenigen Geräuschen und dokumentarisch wirkenden Bildern die Einsamkeit auf dem Meer einzufangen und sie durch Zwischenschnitte in das Familienleben noch eindringlicher zu machen.
Fazit:
In James Marsh' Segelabenteuer dominieren die leisen Töne, wodurch diese tragische Geschichte umso berührender wird
