Dutzende VR-Spiele kostenlos im Abo spielen: Das taugt die VR-Flatrate Meta Quest+ wirklich!
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Auch Meta buhlt mit einer Games-Flatrate um Kunden - in diesem Fall für VR-Spiele mit der hauseigenen Quest-Brille. Wir haben das Angebot auf Herz und Nieren geprüft und verraten, ob sich die Investition lohnt.
Spiele-Flatrates sind streng genommen ein alter Hut. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass der Spielzeugriese Mattel bereits 1980 einen Abo-Service für seine damalige Heimkonsole Intellivision lancierte.
Das Ganze hieß PlayCable und funktionierte wie folgt: Wer ein Abonnement abschloss und seine Intellivision über den sogenannten PlayCable Adapter mit dem heimischen Kabel-TV-Anschluss verband, konnte knapp 20 Spiele auf die innovative Konsole herunterladen. In eine ganz ähnliche Kerbe schlug Atari 1983 mit einem Service namens GameLine, der in Zusammenarbeit mit AOL und CVC entwickelt wurde.
Mit einer 60 Dollar teuren Hardware und einer 15 Dollar teuren Mitgliedschaft konnten Abonnenten fortan Spiele für einen Dollar herunterladen und eine Woche lang spielen. Beide Dienste waren jedoch aufgrund des 1983 einsetzenden Videospiele-Crashs zum Scheitern verurteilt.
Zwischen April 1995 und Juni 2000 versuchte sich auch Nintendo erstmals in dieser Richtung - allerdings nur in Japan. Das Ganze nannte sich Stellaview und ermöglichte es den Nutzern, im Laufe der Zeit immerhin 114 verschiedene Spiele via Satellit auf das gleichnamige Gerät zu laden, das mit dem Erweiterungsschacht des SNES verbunden wurde.
Sega experimentierte wiederum mit einem Dienst namens Sega Channel für seine 16-Bit-Konsole Genesis. Auch hier hatten die Abonnenten Zugang zu immerhin über 70 Spielen.
Doch erst in den 2010er-Jahren wurden Spiele-Flatrates populär. Im Januar 2014 preschte zunächst Sony mit seinem Games-Streaming-Dienst PlayStation Now vor, dicht gefolgt von Electronic Arts, die im August desselben Jahres versuchten, EA Play zu etablieren.
Für noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit sorgte Microsofts am 1. Juni 2017 gestarteter Abo-Dienst Xbox Game Pass, den die Redmonder im Laufe der Jahre immer weiter ausbauten. Insbesondere die Tatsache, dass seit 2018 auch First-Party-Titel von Microsoft direkt am Erscheinungstag in das Game-Pass-Portfolio aufgenommen werden, sorgte für Aufsehen.
Viele Geschenke für Quest 3(S)-Käufer
Spiele-Flatrates sind mittlerweile weitverbreitet und auch für VR-Headsets verfügbar. Das entsprechende Angebot für die aktuellen Standalone-Brillen von Meta heißt Quest+ und kostet 8,99 Euro im Monat, also 107,88 im Jahr. Wer sich für das Jahresabo entscheidet, zahlt einmalig 69,99 Euro und spart gegenüber dem Monatsabo satte 37,89 Euro - also in etwa den Preis eines hochkarätigen VR-Spiels wie Metro Awakening.
Die gute Nachricht für alle Interessierten: Ihr müsst nicht sofort ein Abo abschließen. Vielmehr könnt ihr Meta Quest+ zunächst einen Monat lang kostenlos testen und während dieser Zeit jederzeit kündigen. Dieses Angebot gilt derzeit für alle, die bereits ein Meta Quest Pro, Quest 2 oder Quest 3 mit 128 GB Speicher besitzen.
Wer sich hingegen gerade eine Quest 3S oder eine Quest 3 mit 128 beziehungsweise 256 GB gekauft hat, ist noch besser dran. Für diese Zielgruppe bietet Meta derzeit ein dreimonatiges Probeabo im Wert von 26,97 Euro (3x 8,99 Euro) an. Man hat also nicht nur 30, sondern fast 120 Tage Zeit, sich selbst ein Bild von Quest+ zu machen.
Doch damit nicht genug: Um den Verkauf der Quest-3-Modelle weiter anzukurbeln, gibt es die Vollversion von Batman: Arkham Shadow, die sonst 45,99 Euro kosten würde, gratis dazu. Noch besser dran sind Quest-3S-Käufer, die sich für das 256-GB-Modell entschieden haben. Hier legt Meta als Dankeschön 30 Euro Quest Cash, also Guthaben für den plattformeigenen Download-Store, obendrauf.
Jede Menge VR-Futter zum Festpreis
Ja, all diese Geschenke sind verlockend. Aber lohnt sich ein Quest+-Abonnement auch, wenn der Gratismonat beziehungsweise die Gratismonate abgelaufen sind? Um diese Frage zu beantworten, haben wir den Quest+-Spielekatalog ganz genau unter die Lupe genommen und nach verschiedenen Kriterien geprüft. Außerdem erklären wir, was es sonst noch im Zusammenhang mit Quest+-Abos zu beachten gibt.
Das Wichtigste vorweg: Wer ein Quest+-Abo abschließt, erhält Zugriff auf einen Katalog aus monatlich rotierenden Spielen. Stand 10. Dezember 2024 umfasst dieser 26 verschiedene Titel. Dazu kommen jeden Monat zwei weitere Spiele, die dauerhaft in die eigene Bibliothek aufgenommen werden und dort so lange zur Verfügung stehen, wie man zahlender Abo-Kunde ist.
Das Verfahren ähnelt also dem, was viele Gamerinnen und Gamer bereits von den monatlichen Gratisspielen bei PlayStation Plus oder Xbox Live Gold kennen. Wird das Abo gekündigt, bleiben die Spiele in der Bibliothek erhalten, können allerdings erst wieder gespielt werden, wenn das Abo reaktiviert wird.
Das bedeutet im Umkehrschluss: Je länger ihr Abonnent seid, desto umfangreicher wird euer Gratisspiele-Katalog. Wichtig: Die beiden Gratisspiele eines Monats lassen sich auch nur in diesem Monat der eigenen Bibliothek hinzufügen - entweder über die Meta Horizon App, das Headset-Store-Interface oder die offizielle Meta-Store-Website.
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Wer allerdings vergisst, ein oder beide Gratisspiele eines Monats manuell einzulösen, hat später keinen Anspruch mehr auf die verpasste Software. Tipp: Aktiviert die Benachrichtigungsfunktion in der Meta Horizon App, dann werdet ihr pünktlich darauf hingewiesen, wenn neue Gratis-Games verfügbar sind.
