Vampyr-Vorschau: Die Kämpfe und das Gameplay sind die größten Fragezeichen beim Vampir-Rollenspiel von Dontnod

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Vampyr-Vorschau: Die Kämpfe und das Gameplay sind die größten Fragezeichen beim Vampir-Rollenspiel von Dontnod
Quelle: Dontnod Entertainment

Wie spielt sich Vampyr? Diese und andere Informationen zum neuen Rollenspiel den Life is Strange-Entwicklern von Dontnod Entertainment zu entlocken, ist wie Zähneziehen. Wir hatten bei einem Preview-Event in Paris eine extra große Zange dabei und haben alle News in unserer Vorschau zusammengefasst.

Max Caulfield lebt! Die Life is Strange-Heldin betreibt eine Molkerei in London - und zwar im frühen 20. Jahrhundert, kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Das mag etwas unerwartet sein, ergibt angesichts ihrer Zeitreisekräfte aber Sinn - und ist dennoch NICHT das Szenario von Life is Strange 2. Nein, Maxines Milchgeschäft "Caulfield's Milk Dairy" findet sich in Vampyr und ist ein Easteregg - kein Wunder, schließlich arbeitet mit Life is Strange-Macher Dontnod Entertainment dasselbe Studio am Vampir-Rollenspiel. Auf einem Preview-Event von Publisher Focus Home Interactive haben wir mit den Entwicklern gesprochen und ihnen eine Handvoll Neuigkeiten aus der Nase gezogen.

Worum geht's bei Vampyr?

Die grundsätzliche Spielbeschreibung von Dontnod Entertainments Rollenspiel schenken wir uns an dieser Stelle: Alles Wichtige zu Setting (London), Story (ihr spielt einen frisch gebissenen Vampir) und NPCs (ihr entscheidet, welcher Figur ihr das Blut aussaugt, und müsst mit den Konsequenzen leben) lest ihr in unserer früheren Vorschau.

Vamyr-Preview: Kampfsystem im Fokus

Dialoge und Entscheidungen, unterschiedliche Endsequenzen - all das ist ja schön und gut für ein Rollenspiel. Aber wir wollten wissen: Wie ist es eigentlich um das Spielelement bestellt, mit dem wir mutmaßlich die meiste Zeit beschäftigt sein werden - den Kämpfen? Die Gefechte zwischen Blutsauger-Held Jonathan Reid und Vampirjägern wurden in der Präsentation nicht näher beleuchtet, erst beim Studiobesuch erlebten wir Impressionen aus den Echtzeit-Kämpfen.

In diesen greift der Held auf Nahkampfwaffen wie Beile zurück, darf zur Unterstützung aber auch Pistolen abfeuern - und seine übernatürlichen Vampir-Fähigkeiten nutzen. Diese Skills umfassen Unsichtbarkeit, einen Kurzstreckenteleport und schattenhafte Tentakel, die aus dem Boden wachsen und Gegner fesseln. Außerdem hat Vampyr eine sogenannte Predator-Spezialsicht (zu Deutsch: Jagdsicht) zu bieten, die an den Detektiv-Modus von Batman: Arkham Knight erinnert. Darin werden euch Widersacher selbst durch Wände hindurch als rote Schemen angezeigt und vermutlich markiert sie auch wertvolle Objekte in der Umgebung.Beim Kampfsystem verzichtet Dontnod aber darauf, auch das bewährte Konter-System der Batman-Spiele zu adaptieren. Dafür kann Jonathan Gegner kurzzeitig lähmen und am Hals einzelner Widersacher knabbern, um während der Balgerei seine Blutvorräte aufzustocken - das Äquivalent zu einem Manatrank im Fantasy-Rollenspiel. Ganz wichtig: Vampyr nutzt eine Ausdauerleiste à la Dark Souls. Ihr dürft also nicht endlos Schlag um Schlag aneinanderreihen, sondern müsst irgendwann eine Pause machen, sodass sich Jonathans "stamnia" erholen kann.

Nach dem Willen von Vampyr-Entwickler Dontnod sollen euch Bosskämpfe alles abverlangen. Quelle: Dontnod Entertainment Nach dem Willen von Vampyr-Entwickler Dontnod sollen euch Bosskämpfe alles abverlangen. Das wird besonders wichtig, wenn es gegen große, zähe Widersacher geht. Dontnod verspricht für Vampyr Bosskämpfe. So stellen sich euch an bestimmten Stellen in der Geschichte etwa mächtige Vampire wie die bestialien Vulkods entgegen oder ihr bekommt es mit einem muskulösen Anführer einer Gang zu tun. Hoffentlich haben die Entwickler hier die richtigen Schlüsse aus Remember Me gezogen! Denn die Bosskämpfe gehörten in Dontnods Debütspiel nicht eben zu den Highlights. Das darf gerne besser werden in Vampyr!

Semi-Open-World mit ordentlicher Spielzeit

15 Stunden soll man brauchen, um Vampyr einmal abzuschließen. Allerdings versprechen die Entwickler einen hohen Wiederspielwert dank der 60 NPCs, über deren Schicksal ihr im Rollenspiel entscheidet. Einige dieser Bewohner von London haben optionale Nebenmissionen im Angebot; der Story-Verlauf wird aber vor allem dadurch entschieden, wie ihr mit sogenannten Stützen der Gesellschaft ("community pillars") umgeht. Ob ihr deren Blut trinkt oder sie verschont, hat zudem massive Auswirkungen auf den Gesundheitszustand in jedem Bezirk.

Die Spielwelt ist aus einem Guss, beim Wechseln des Bezirks gibt es dank Vampyrs Streaming-Technologie keine Ladezeiten. Quelle: Dontnod Entertainment Die Spielwelt ist aus einem Guss, beim Wechseln des Bezirks gibt es dank Vampyrs Streaming-Technologie keine Ladezeiten. In Vampyr besucht ihr neben den Londoner Docks auch das Krankenhaus, in dem Jonathan Reid arbeitet. Zudem stehen Abstecher in unterirdische Tunnel wie die Abwasserkanäle auf dem Programm und natürlich treibt ihr euch auf dem Friedhof der Stadt herum. Darüber hinaus ist das für seine hohe Verbrechensrate bekannte Viertel Whitechapel im Spiel enthalten - und noch einiges mehr. Vampyr besitzt eine Spielwelt, die zwar nicht dem klassischen Open-World-Konzept entspricht, aber dennoch zusammenhängt und sehr groß ausfällt. Der Spieler kann von einem Bezirk zum nächsten gehen - ohne Ladezeiten. Open-World-Klischees wie Sammelgegenstände soll Vampyr aber nicht bedienen.

Release-Info: PC, Playstation 4 und Xbox One werden im 4. Quartal 2017 beliefert.

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