Yoshiaki Kawajiri, Regisseur von "Ninja Scroll", lädt zur blutigen Vampirjagd ein
Ddie populärste Horrorfigur der Trivialliteratur ist der Vampir, dessen ursprünglicher Mythos im Laufe der Jahrzehnte nicht nur in Buchform viele Wandlungen erfuhr, sondern auch in zahllosen Verfilmungen.
Eine der eigenwilligsten Erzählungen bieten die "D -- Yousatsukou"-Bücher des japanischen Erfolgsautors Hideyuki Kikuchi, dessen Hauptcharakter D bereits 1985 in einem Anime sein erstes gezeichnetes Abenteuer erlebte. Kikuchis Romanfigur ist ein sogenannter Dunpeal -- zu deutsch: halb Mensch, halb Vampir.
In einer postapokalyptischen Welt, in der der Mensch seinen Platz an der Spitze der Nahrungskette an die Blutsauger abgetreten hat, fristet D sein Dasein als unsterblicher Kopfgeldjäger, der die Nachtgeschöpfe jagt und erlegt.
"Vampire Hunter D -- Bloodlust" ist keine Fortsetzung des ersten Zeichentrickfilms, sondern basiert vielmehr auf dem dritten Buch der nur in Japan erhältlichen Romanserie. D wird darin von der reichen Alborne-Familie angeworben, um einen heiklen Auftrag zu übernehmen. Er soll den mächtigen Vampir Meier Link aufspüren und die entführte Charlotte retten -- falls diese schon gebissen wurde, muss er sie töten. D ist allerdings nicht der einzige, den die Albornes auf Link angesetzt haben. Auch die berüchtigten Marcus-Brüder sind hinter dem satten Kopfgeld her.
Wie schon die Code-1-Fassung von "Vampire Hunter D -- Bloodlust" beinhaltet auch die deutsche DVD keine japanische Tonspur. Das liegt jedoch daran, dass Regisseur Kawajiri den Film ursprünglich auf Englisch produzierte und veröffentlichte. Die nachträglich angefertigte japanische Fassung ist nur im Land der aufgehenden Sonne selbst zu bekommen.
Das Bonusmaterial der Disc entspricht weitgehend dem US-Release. Bis auf die Interviews mit der japanischen Animationscrew sind alle Extras in englischer Sprache. Der Storybord-Vergleich beschränkt sich auf einige ausgewählte Szenen, die das Endprodukt zusätzlich per Bild-im-Bild-Verfahren zeigen.FE
