V-Rally 4 auf der E3 angespielt: ​Kylotonns bislang vielleicht bester Racer

Special Christian Dörre
V-Rally 4 auf der E3 angespielt: ​Kylotonns bislang vielleicht bester Racer (2)
Quelle: Kylotonn Racing Games 

Forza Horizon 4 war bei Racing-Fans auf der E3 2018 in aller Munde, doch es gab natürlich auch weitere Rennspiele, die im Schatten des Microsoft-Exklusivspiels überzeugten. Unter anderem spielten wir bei Big Ben die Wiederauferstehung der V-Rally-Reihe an und waren von der Qualität des Kylotonn-Titels durchaus positiv überrascht.

In den letzten Jahren entwickelte das französische Entwicklerstudio Kylotonn die offiziellen Spiele zur WRC, die trotz der Lizenz zur Rallye-Meisterschaft nicht immer überzeugen konnten, da sie technisch nicht gerade auf dem neuesten Stand waren und oftmals eine seltsame Kollisionsphysik boten. Nun liegt die Reihe aber erstmal auf Eis und die Franzosen widmen sich einer Rennspiel-Reihe, die schon seit gefühlten Ewigkeiten im Grabe ruhte: V-Rally. Der dritte Teil erschien im Jahr 2002, doch nun möchte Kylotonn mit dieser bei Zockern immer noch beliebten Lizenz einen weiteren Schritt nach vorne machen. Da man nun nicht allein auf die WRC-Lizenz festgelegt ist, kann man nämlich auch andere Disziplinen als klassische Rallyes anbieten.

Totgesagte leben länger

Während unseres halbstündigen Hands-ons dürfen wir deshalb auch Rallye, Rallycross, Hillclimb und sogar Gymkhana ausprobieren. Eine anwesende Entwicklerin erklärt uns, dass es ihr Ziel sei, ein möglichst realistisches aber auch spaßiges Rennspiel-Erlebnis zu kreieren. Und tatsächlich: V-Rally steuert sich simulationslastig, aber dennoch weitaus eingängiger als der letzte WRC-Teil. Sehr schön ist auch, dass wir beim Rallycross ganz deutlich den wechselnden Untergrund bemerken. Unsere Reifen sind zwar gut auf Schotter, doch in Asphaltabschnitten müssen wir vorsichtig Gas geben und bremsen, damit unser Vehikel nicht allzu sehr ins Schlingern gerät. Eine Rückspultaste gibt es übrigens nicht. Wer crasht, darf sich zwar auf die Strecke zurücksetzen lassen, bekommt dafür aber eine Zeitstrafe aufgebrummt und hat mit ziemlicher Sicherheit einige Schäden am Wagen.

V-Rally 4 auf der E3 angespielt: ​Kylotonns bislang vielleicht bester Racer (3) Quelle: Kylotonn Racing Games  V-Rally 4 auf der E3 angespielt: ​Kylotonns bislang vielleicht bester Racer (3) Spielerisch liegt V-Rally 4 (jetzt kaufen 5,08 € / 26,99 € ) nicht auf dem Niveau eines Dirt Rally, doch das Gameplay macht durchaus Spaß und ist weitaus nachvollziehbarer als noch in den WRC-Teilen. Schön auch, dass man technisch ein wenig dazugelernt hat. Klar, optisch kann sich V-Rally nicht mit der Dirt-Reihe, Forza oder sonstigen Triple-A-Racern messen, aber die Umgebungen sehen detaillierter aus als in vorigen Spielen des französischen Entwicklers und auch die Lichteffekte und Fahrzeugmodelle überzeugen. Auch wenn wir V-Rally 4 nur eine halbe Stunde in Aktion erleben durften, kamen uns die gespielten Abschnitte und Disziplinen bereits runder vor als die fertige Fassung des letzten WRC. Damit könnte der Titel Kylotonns bislang bestes Spiel werden.

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