Der Test aus DVD Vision 9/2007.
Familie Köster landet in der Klapse
Rolf Köster (Gustav Peter Wöhler) arbeitet als Kassierer bei der Sparkasse. Während ihn im Be-rufsleben die Glasscheibe vor direktem Kontakt zu seinen Mitmenschen schützt, gewährleistet dies im Privatleben sein beinahe schon autistisch zu nennendes Verhalten. Seiner Frau (Petra Zieser) und den beiden Kindern versucht er so gut wie nur möglich aus dem Weg zu gehen.
Eines Tages wird dem 50-Jährigen beim täglichen Joggen übel und er bekommt von seinem Chef unerwartet eine Woche Urlaub verordnet. Das wirft Kösters eingefahrene Routine komplett über den Haufen. Anstatt seiner Familie von der unverhofft gewonnenen Freizeit zu erzählen, geht er wie üblich allmorgendlich aus dem Haus und streift den ganzen Tag durch Bremen. Mit Hilfe einer Taxifahrerin (Meret Becker) lernt er nicht nur seine Heimatstadt, sondern auch sich selbst ganz neu kennen.
Das einzige Zusatzmaterial der Disc ist ein unkommentiertes, etwa dreizehnminütiges Making of, in dem die Darsteller Meret Becker, Petra Zieser und Gustav Peter Wöhler erzählen, was sie daran reizte, bei dieser studentischen Abschlussarbeit dabei zu sein. Neele Leana Vollmar, die Nachwuchsregisseurin von der Filmschule Ludwigsburg, kommt leider nicht zu Wort.
