Neue Spielelemente, Mehrspieler, Fazit
Test
Auch, wenn Nathan Drakes Geschichte mit Teil 4 zu Ende erzählt ist, steckt noch viel Leben in der Uncharted-Serie, wie The Lost Legacy beweist. Unser Test!
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Chloe, the Master of Unlocking
Quelle: PC Games
Die Beziehung zwischen Chloe und Nadine ist Serien-typisch wieder einmal sehr gut gelungen und die Dialoge sind grandios geschrieben.
Wirklich neu sind hingegen nur zwei Spielelemente: An bestimmten Punkten kann Chloe ihr Handy zücken und Landschaftsaufnahmen anfertigen - ähnlich den Einträgen in Drakes Tagebuch handelt es sich hier im Grunde um eine neue Art von Sammelgegenstand. Außerdem verfügt Chloe als gelernte Diebin über das Talent, Schlösser mithilfe eines simplen Minispiels zu knacken. Dieses Feature wird nur selten für den Fortschritt in der Hauptgeschichte genutzt und dient vor allem dazu, uns an den Inhalt versperrter Kisten gelangen zu lassen -meistens besonders starke Waffen oder Schätze. Ja, die sammelbaren Schätze sind ebenfalls wieder mit dabei und erfordern, dass wir stets gut die Augen offenhalten, wenn wir alle haben wollen. Sehr nett: An einem bestimmten Punkt im Spiel kann man an einen optionalen Gegenstand gelangen, der die Jagd nach den Kleinoden deutlich einfacher macht, wenn man ihn aktiviert. Da das Suchen nach den Schätzen ohenhin nie der Spielspaßbringer schlechthin war, empfinden wir diese kleine Hilfestellung als durchaus positiv und den Spielfluss des Abenteuers bereichernd.
Quelle: PC Games
Das offene Gebiet im Spiel ist deutlich größer als das Gegenstück aus Uncharted 4 und wartet mit einer langen, unterhaltsamen Sidequest auf. Wer will, kann hier gut und gerne mehr als zwei Stunden verbringen.
Mehr Mehrspieler
Quelle: PC Games
Der neue Bösewicht Asav entwickelt sich leider zu keinem Zeitpunkt zu einer allzhu interessanten Figur. Generell ist die Geschichte nett, aber nichts Besonderes.
Wie auch die Rutscheinlagen zurückgeschraubt wurden die passiven Sequenzen, in denen wir nur langsam gehen können und wenig Einfluss auf die Umgebung haben. In Uncharted 4 wurden solche Momente etwas zu exzessiv eingesetzt. Zwar gibt es sie aich in The Lost Legacy - gerade zu Beginn -, aber es sind ihrer ein ganzes Stück weniger. Wieder einmal brillant umgesetzte Action-Passagen runden die Gameplay-Mischung ab. Schon im allerersten Level liefern wir uns eine wilde Lauf- undSprungeinlage über den Dächern einer Stadt, die den Puls nach oben schnellen lässt und noch mehrmals im Spielverlauf erwarten uns weitere, nicht minder grandiose Abschnitte. Gerade im allerletzten Level geben die Entwickler noch eimal alles und liefern ein abwechslungsreiches Action-Spektakel ab, das sich gewaschen hat und ganz vorne bei den besten Uncharted-Levels mitspielt! Und auch die Rätsel, die wir im Verlauf des Abenteuers lösen müssen, machen viel Laune, wenn sie auch nur selten allzu kompliziert daherkommen.
So viel wir hier auch loben, muss aber auch gesagt werden: Während der gesamten Spielzeit wurden wir ein konstantes Déjà-vu-Gefühl nicht los. Uncharted lebte bisher stets davon, nicht nur das bisherige Spielprinzip noch einmal gelungen umzusetzen, sondern es an markanten Punkten zu verbessern und auch sinnvoll zu erweitern. Bei The Lost Legacy ist dies nicht der Fall. Der Mehrspielermodus wurde sogar vollkommen unverändert übernommen: Die kompetitiven Schlachten aus Uncharted 4 können nun auch aus dem neuen Abenteuer heraus angewählt werden, bieten aber keine Neuerungen. Immerhin: Völlig neu dabei ist der sogenannte Überleben-Modus, in dem wir uns zusammen mit menschlichen Begleitern in die Schlacht gegen immer stärker werdende Wellen an KI-Widersachern werfen können. Dank immer neuer Sieges-Voraussetzungen, etwa, das wir ein bestimmtes Gebiet verteidigen oder markierte Feinde ausschalten müssen, spielen sich die Runden jedes Mal etwas anderes. keine Frage: Wer schon bisher Spaß mit dem Uncharted-Multiplayer hatte, wird auch hier viele zusätzliche Stunden investieren können.
Auch als Spin-off wirklich gut
Quelle: PC Games
Die in Teil vier neu hinzugekommenen Spielelemente wie der Kletterhaken oder der Enterhaken sind auch in The Lost Legacy wieder dabei und werden intensiv genutzt.
Schlussendlich ist der Fokus von The Lost Legacy, wie immer bei Uncharted, aber die Singleplayer-Kampagne. Hier muss sich das Spiel mit den Vorgängern messen und zieht dabei, trotz der nach wie vor extrem hohen Qualität und dem enormen Talent der Entwickler, den Kürzeren. Entgehen lassen sollte sich das Spiel trotzdem kein PS4-Besitzer - besser als ein Großteil der Konkurrenz ist das Abenteuer nämlich nach wie vor.
