Ubisoft sorgt durch die Verschiebung der Halbjahreszahlen und das Aussetzen des Aktienhandels für Spekulationen rund um eine potenzielle Übernahme und schlechte Umsätze.
Der französische Spielepublisher Ubisoft Entertainment ist am 13. November 2025 einen ungewöhnlichen Schritt gegangen: Erst verschob das Unternehmen aus Montreal die Bekanntgabe der Halbjahreszahlen für den Zeitraum April bis September 2025, danach setzte es den Aktienhandel mit den eigenen Wertpapieren aus. Börsenprofis und Anleger sind geschockt: BörseOnline spricht von einer "Alarmstufe Rot" und einem Warnsignal für Anleger.
Was ist los im Hause Ubisoft?
Eigentlich sollten die Zahlen für den Zeitraum vom April bis zum September 2025 pünktlich um 18 Uhr bekanntgegeben werden. Nur wenige Stunden zuvor informierte das Unternehmen die Finanzmärkte und die Öffentlichkeit über eine Verzögerung. Als neuer Termin für die Bilanzpressekonferenz und die Vorlage des Finanzberichts wird nun der 25. November 2025 genannt. Ubisoft betonte, dass der Conference Call für Analysten und Investoren im Anschluss an die neuen Termine stattfinden werde.
Zeitgleich mit der Verzögerung des Finanzberichts stoppte das Unternehmen den Aktienhandel an der Börse. Das Wertpapier des Videospielkonzerns befand sich bereits im Vorfeld in Turbulenzen und erreichte kurz vor der Bekanntmachung ein neues 10-Jahres-Tief mit einem Kurs von nur noch rund 6 Euro pro Aktie. Dieser Absturz führte dazu, dass der gesamte Börsenwert des Software-Konzerns zeitweise unter die Marke von 1 Milliarde Euro sank. Zum Vergleich: Take-Two Interactive hat aktuell einen Börsenwert von gut 40 Milliarden Euro.
Laut InsiderGaming hat sich Ubisoft-Finanzvorstand Frederick Duguet mit einer ihnen zugespielten Nachricht an die Mitarbeiter zu den Gründen geäußert. Seiner Aussage nach war die Maßnahme notwendig, um mögliche Kursschwankungen durch die Bekanntgabe der verspäteten Halbjahreszahlen zu umgehen.
Anleger könnten demnach der Meinung sein, die Halbjahreszahlen wären so schlecht, dass man die Hiobsbotschaft verschieben musste oder eine Übernahme bekanntgeben werde. Das wiederum könnte zur Folge haben, dass viele lieber aufgrund dieser Spekulation frühzeitig verkaufen möchten, bevor es einen Kursrutsch geben könnte. Der Branchen-Insider Daniel Ahmad warnte auf X sarkastisch-ironisch vor zu schnellen Schlussfolgerungen in Hinblick auf eine potenzielle Übernahme der Firma.
Quelle: via GamesWirtschaft
