Marc-Alexis Côté, langjähriger Kopf der Assassin's-Creed-Reihe, widerspricht Ubisofts Darstellung seines Weggangs: Er sei nicht freiwillig gegangen, sondern auf Wunsch des Unternehmens.
Der überraschende Abgang von Marc-Alexis Côté, dem Chef des Assassin's-Creed-Franchises, sorgt für Wirbel. Einen Tag nach Ubisofts offizieller Mitteilung meldete sich der Entwickler selbst zu Wort und widersprach der vorher kommunizierten Darstellung, er habe das Unternehmen aus freien Stücken verlassen. Laut Côté habe Ubisoft ihn gebeten, zurückzutreten, nachdem ihm eine weniger bedeutende Position in der neuen Tochterfirma Vantage Studios angeboten worden war.
Ubisoft drängt auf Neustrukturierung der großen Marken
Côté war über 20 Jahre bei Ubisoft und seit 2022 für die Leitung der Assassin's-Creed-Reihe verantwortlich. Unter seiner Führung entstand u.a. Assassin's Creed Shadows, der neueste, durchaus erfolgreiche Teil der Serie. Umso überraschender kam die Nachricht seines Abgangs erst vor wenigen Tagen. Ubisoft erklärt sich "traurig, ihn gehen zu sehen", betonte aber die Dankbarkeit für seine Arbeit. Doch Côté stellt auf LinkedIn klar: "Ich habe diese Entscheidung nicht getroffen. Ich blieb auf meinem Posten, bis Ubisoft mich bat, zurückzutreten."
Hintergrund der Personalie ist Ubisofts Umstrukturierung: Die Marken Assassin's Creed, Far Cry und Rainbow Six werden künftig von der neuen Tochterfirma Vantage Studios geführt - einer von Tencent teilfinanzierten Gesellschaft. An deren Spitze stehen Cristophe Derennes, ein Ubisoft-Veteran, und Charlie Guillemot, Sohn des Ubisoft-CEOs Yves Guillemot.
Offenbar wollte man Côté in diese neue Tochtergesellschaft integrieren, jedoch in einer Rolle mit deutlich weniger Einfluss. In seiner Abschiedsbotschaft zeigte sich Côté dankbar, aber auch ehrlich: "Aber ich bin es auch meinen Teams, früheren und aktuellen, schuldig, dies klar zu sagen: Ich bin nicht gegangen."
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Quelle: Marc-Alexis Côté auf LinkedIn
