Das Nintendo 64 ist den meisten bis heute zwar eher für fröhliche Jump&Runs wie Super Mario 64 und Banjo-Kazooie in Erinnerung geblieben, brachte aber auch einige düstere Shooter hervor; zum Beispiel Turok und Turok 2: Seeds of Evil. Während erstgenanntes Spiel bereits im März als Neuauflage für die Switch erschien, kam nun auch der zweite Teil auf die Hybrid-Konsole. Wir unterziehen Turok 2 dem Test: Taugt der Ego-Shooter zwei Jahrzehnte später immer noch?
Das Universum braucht euch! Warum? Das ist eigentlich egal, denn wir sind doch alle nur für eines hier: um bösartigen Alien-Dinosauriern und anderen aggressiven Monstern den Garaus zu machen! Damit ist Turok 2: Seeds of Evil (jetzt kaufen 17,49 € ) eigentlich schon hinreichend erklärt. Was nach Action und viel Gewalt klingt, ist dann auch genau das, denn Turok 2 ist einer der nicht allzu zahlreich auf der Switch vorhandenen First-Person-Shooter.
Ursprünglich vor bereits über 20 Jahren für das altehrwürdige Nintendo 64 erschienen, macht das Game auch heute noch eine (sehr) gute Figur. Das liegt zuvorderst an der technisch löblichen Portierung. Der graue Nebel gehört der Vergangenheit an, die Sichtweite ist nun enorm - objektiv betrachtet besser, subjektiv allerdings trauern unsere nostalgischen Erinnerungen ein wenig. Ganz ohne Trauer freuen wir uns dafür über stabile 60 Bilder pro Sekunde, die volle Switch-Auflösung, Kantenglättung und Co., sodass Turok 2 in der Switch-Version durchaus als nicht ganz so alt durchgeht. Zudem bietet das Spiel detaillierte Einstellungsmöglichkeiten und unterstützt wahlweise die Bewegungssteuerung nach dem gleichen Prinzip wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild beim Feinjustieren der Wumme. Die Entwickler haben ihre Fleißaufgaben erledigt.
Quelle: PC Games
Turok 2: Seeds of Evil für Switch im Test: Tolles Remake eines N64-Klassikers (5)
Noch mehr Turok: Hier findet ihr unseren Test zur Switch-Version des ersten Turok-Games!
Spaß ohne Freunde
Um euch durch die insgesamt sechs weitläufigen Levels zu ballern, werdet ihr einige Zeit benötigen, insofern ihr das Spiel nicht von früher kennt. Die Aufgaben sind simpel: Menschen retten, bestimmte Dinge zerstören, Signaltürme anschalten. Ach, und natürlich unzählige Dinosaurier und andere Monster über den Haufen schießen! Dafür stehen euch im Spielverlauf mehr und mehr Waffen zur Verfügung, die allesamt über Besonderheiten verfügen und sich daher sehr unterschiedlich anfühlen. Eins haben sie alle gemein: die Dino-Jagd macht damit richtig Laune.
Quelle: PC Games
Turok 2: Seeds of Evil für Switch im Test: Tolles Remake eines N64-Klassikers (2)
Leider jedoch fehlt der Switch-Version von Turok 2: Seeds of Evil der grandiose Mehrspieler-Modus. Gerade bei einem Spiel wie Turok ist der ein großer Spaß, weil die Kern-Shooter-Mechanik super funktioniert und die Spielwelt ohnehin jede Menge bestens dafür geeignete, verwinkelte Gänge und Areale mit Versteckmöglichkeiten und Besonderheiten bietet. Es muss ja nicht gleich ein Online-Modus sein, aber zumindest gemeinsam an einer Konsole und/oder per kabelloser Verbindung mit mehreren Switch-Konsolen im Handheld-Modus wäre fantastisch gewesen. So nämlich bleibt nach dem Durchspielen aller Welten und dem Besiegen aller Gegner und Bosse höchstens noch die Suche nach allen Geheimnissen, spätestens danach ist aber Schluss. Der Multiplayer-Modus, im Original ja ohnehin vorhanden, hat hier noch für ordentlich Wiederspielwert gesorgt. Allein die Hoffnung besteht: Vielleicht wird er mit einem Update noch nachgereicht?
