Review: Transformers: The Game

Test Marc Kirzeder

Zum Kinostart von Transformers will uns Activision mit dem offiziellen Spiel zum Film in Stimmung bringen – was nicht gelingt.

Saubere Arbeit: Den Look der Filmvorbilder haben die Programmierer gut getroffen. Die detaillierten PS3-Transformers sehen den Leinwand-Robotern enorm ähnlich. Saubere Arbeit: Den Look der Filmvorbilder haben die Programmierer gut getroffen. Die detaillierten PS3-Transformers sehen den Leinwand-Robotern enorm ähnlich. Als wir in der Redaktion zum ersten Mal von der "Transformers"-Verfilmung hörten, guckten wir zunächst recht ungläubig: Action-Experte Michael Bay und Regie-Legende Steven Spielberg wollen die blechernen Verwandlungskünstler auf der großen Leinwand zum Leben erwecken?! Wir waren gespannt.

Inzwischen wissen wir, dass der U.S.-Filmstart ein voller Erfolg war. Das Spezialeffekt-Spektakel spülte bereits in der ersten Nacht rund 8,8 Millionen Dollar in die Kinokassen, das Einspiel des gesamten Premierenwochenendes betrug 67 Millionen Dollar. Eine Woche vor Erscheinen dieser Ausgabe startete "Transformers" auch in deutschen Lichtspielhäusern. Das Game zum Film hingegen ist schon seit 19. Juli im Handel. Zeit, PS2- und PS3-Versoftung auf den play3-Prüfstand zu stellen.

Problem Steuerung: Wenn man als Auto oder Truck unterwegs ist, nervt die schwammige Kontrolle ganz besonders. Problem Steuerung: Wenn man als Auto oder Truck unterwegs ist, nervt die schwammige Kontrolle ganz besonders. Die Story ist schnell erzählt. Zwei außerirdische Völker, die Autobots und die Decepticons, bekriegen sich seit Jahrhunderten. Es stellt sich heraus, dass ein verschollenes Artefakt einer Partei den lang erwarteten Sieg bescheren könnte; und dieses wertvolle Objekt befindet sich ausgerechnet auf der Erde. Ohne Rücksicht auf Verluste werden die fiesen Decepticons versuchen, es in ihre Metallklauen zu bekommen. Das wollen die friedlichen Autobots natürlich verhindern und stellen sich schützend vor die zerbrechlichen Bewohner des Blauen Planeten.

Film als Spiel

Der Allspark: Als Bumblebee endlich das gesuchte Artefakt findet, ist es noch zu groß für den Transport. Der Allspark: Als Bumblebee endlich das gesuchte Artefakt findet, ist es noch zu groß für den Transport. Die Handlung des Spiels orientiert sich strikt am Film. Allerdings können Sie wählen, auf welcher Seite Sie sich in die Schlacht stürzen. Entweder beschützen Sie mit den Autobots die Menschen, oder Sie spielen die Kampagne aus Sicht der Decepticons und legen alles in Schutt und Asche. Ihre Entscheidung beeinflusst den Verlauf ein wenig. Die Missionen der beiden Fraktionen sind komplett unterschiedlich. Animierte Zwischensequenzen leiten die Aufträge ein. Warum diese Render-Filmchen teilweise vor Kompressionsartefakten strotzen, ist jedoch ebenso unverständlich wie die vermurkste Steuerung diverser Transformers.

Besonders bei den Fahrmissionen zerrt die Kontrolle an den Nerven. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie die fahrbaren Roboter mit dem Digitalkreuz oder dem Analog-Stick lenken: Beides ist unpräzise und bereitet mehr Frust als Lust. Beispiel gefällig? Im Hoover-Staudamm müssen Sie mit Bumblebee zunächst eine Reihe von Ventilatoren zerstören, die sich am Ende langer Tunnels befinden. Anschließend gilt es, so schnell wie möglich aus den einstürzenden Gängen zu entkommen. Explosionen und herabfallende Trümmer erschweren die Flucht. Bleibt man am Betonsockel eines Stützpfeilers hängen, ist die Mission so gut wie gescheitert – so träge steuert sich die gelbe Hummel im Auto-Modus.

Kann sich hören lassen

Die dunkle Seite: In der Decepticon-Kampagne müssen Sie mit Blackout zu Beginn des Spiels eine Militärbasis in der Wüste dem Erdboden gleichmachen. Die dunkle Seite: In der Decepticon-Kampagne müssen Sie mit Blackout zu Beginn des Spiels eine Militärbasis in der Wüste dem Erdboden gleichmachen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Entwickler für ein recht unkomfortables Checkpoint-System entschieden und bei der Kamera geschludert haben. Die Summe der Pannen kostet "Transformers" am Ende eine Menge Punkte.

Etwas Positives gibt es zum Schluss aber auch noch zu berichten: Die Soundkulisse ist enorm dynamisch und sehr wuchtig. Das Geschehen klingt äußerst räumlich und macht ausgiebig von den Effektkanälen der Surround-Anlage Gebrauch. Überdies befeuert der Subwoofer die Zockerstube mit ordentlich Tiefbass.

Wertung zu Transformers: The Game (PS3)

Wertung:

5.5 /10
Pro & Contra
Detaillierte Modelle der Mechs nach dem Vorbild des Hollywood-BlockbustersFetter Surround-Sound mit knackigen Bässen und räumlichem SoundtrackAnnehmbare Zwischensequenzen und Filmausschnitte
Schwammige, nicht nachvollziehbare Steuerung der FahrzeugeEintöniges Gameplay, altbackene Spielmechanik ohne InnovationenDer unausgewogene Schwierigkeitsgrad bereitet mehr Frust als Lust
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