Transformers: The Dark Spark: Test - Unfertig, undurchdacht und uninteressant
Test
Transformers: The Dark Spark im Test - Immer dann, wenn ein Lizenz-Spiel zeitgleich mit einem Film erscheint, befürchten wir das Schlimmste. Zu Recht. Das neue Transformers: The Dark Spark erreicht nicht ansatzweise die Qualität der beiden Cybertron-Spiele.
Test zu Transformers: The Dark Spark: Ach, was hätte The Dark Spark doch für ein unterhaltsames Spiel werden können. Spielerisch auf einem Level mit den wirklich gelungenen Cybertron-Spielen. Eine Story, die die Geschichte der beiden Titel mit der Film-Reihe vereint. Aber was kam schlussendlich dabei heraus? Dieser Haufen Schund hier.
Altmetall
Doch fangen wir mit den wenigen positiven Dingen an, die man über The Dark Spark sagen kann: Es ist ein in Ansätzen funktionierender Third-Person-Shooter, spielerisch orientiert man sich also wenigstens an den beiden Vorgängern. Und das Upgrade-Sammel-System versprüht einen Hauch von Motivation. Das sind dann aber auch schon die einzigen Gründe, dass The Dark Spark tatsächlich mal für ein paar Minuten so etwas wie Spaß macht. Alles andere jedoch, ganz gleich ob Gameplay-Features, Technik, Online-Modus, Story-Telling oder schlicht und ergreifend die Funktionalität reichen nicht einmal im Ansatz an die beiden High-Moon-Transformers-Titel heran und unterbieten in einigen Belangen sogar noch die wirklich grottigen Film-Spiele.
Quelle: Computec Media GmbH
Fliegendes Helferlein: Je nach Spezialfähigkeit und ausgerüsteten Items könnt ihr Kampfdrohnen herbeirufen.
Fahrzeugpassagen beispielsweise kämpfen mit zweierlei Problemen. Erstens: Die Waffen der Panzer/Jäger/Insektenroboter sind viel zu übermächtig im Vergleich zu den Attacken in humanoider Form. Zweitens: Die Gefährte steuern sich durch die Bank schwammig und ungenau. Das ist zwar auch eine Form von Konsequenz, aber keine, die wir besonders toll finden. Die Kämpfe zu Fuß hingegen funktionieren da schon etwas besser, sind aber von einer guten Balance auch noch weit entfernt. Einige der Waffen etwa sind nicht zu ge brauchen, während andere schwere Passagen komplett trivialisieren. Zudem versucht The Dark Spark die Gefechte durch Geschicklichkeitspassagen aufzulockern, versagt dabei aber kläglich.
Die Sprung-, Gleitund Enterhaken-Einlagen steuern sich ungenau und sind vor allem sowohl spielmechanisch als auch von der Story her völlig an den Haaren herbeigezogen. An einer Stelle etwa sollen wir mit unserem Decepticon von Plattform zu Plattform hüpfen, um an eine höher gelegene Stelle zu gelangen. Mit einem Decepticon wohlgemerkt, der sich auf Knopfdruck in einen fliegenden Robo-Käfer verwandeln kann.
Warum wir trotzdem laufen? Weil wir etwas tragen sollen, das der Käfer trotz seiner sechs Greifarme anscheinend nicht packen kann. Selten so gelacht. Nebenbei wird eine Story erzählt, deren Unterhaltungswert quasi nicht existent ist. Viele Zwischensequenzen flimmern seltsam und wirken wie hochskalierte Cutscenes aus einem zehn Jahre alten Spiel, die Story selbst ist verwirrend und simpel zugleich und die Tatsache, dass ihr ständig zwischen Autobots und Decepticons wechselt, trägt auch nicht zum Erzählfluss bei. An einer Stelle fehlte während unseres Tests sogar eine Zwischensequenz – na dann!
Technisch unterlegen
Quelle: Computec Media GmbH
Voll der Stecker: Die Qualität der Zwischensequenzen schwankt stark. Und Rechtschreibfehler gibt's auch noch.
Immerhin verzichtete man auf eine deutsche Sprachausgabe und beließ es bei der ordentlichen englischen Synchro samt deutschen Texten. Dass allerdings selbst Geräusche untertitelt werden, erinnert dann eher an Tatort-Abende bei der schwerhörigen Oma. Und apropos Geräusche: Soundbugs gibt es auch – wär' ja sonst langweilig. Regelmäßig hört ihr noch kämpfende oder herumeilende Gegner, selbst wenn ihr schon alle Feinde besiegt habt. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch völlig verwirrend.
Hinzu kommen unter anderem zahllose Clipping-Fehler, ruckelnde Außenlevels, kurze Ladehänger, mehrere Komplettabstürze (mit der Verkaufsversion wohlgemerkt), Übersetzungsfehler, nicht reagierende Gegner und KI-Verbündete sowie ein Mehrspielermodus, der auch nicht weiter der Rede wert ist: Mit bis zu drei Mitspielern verteidigt ihr euch gegen Wellen von immer stärker werdenden, aber gleich dumm bleibenden KI-Gegnern. Matches finden sich kaum, Laune macht's auch kaum mehr als die Kampagne, trotz einer großen Auswahl an konfigurierbaren Transformers. Am Ende bleibt also wirklich nur ein Fazit: Finger weg. Was übrigens auch für die inhaltsgleiche PS3-Version gilt.
