Total War Pharao gespielt: So neu fühlt sich die Kampagne an!

Special Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Total War Pharao gespielt: So neu fühlt sich die Kampagne an!
Quelle: Sega

Gehört Total War Pharao die Strategiekrone? Wie sich die Kampagne des Taktik-Hoffnungsträgers spielt, haben wir bei unserer Hands-on-Vorschau herausgefunden.

Schön: Total War: Pharao simuliert nicht nur seine Spielwelt, sondern auch die Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst und Winter haben Einfluss auf die Fruchtbarkeit der Ländereien und auf das Wetter. Zwischen den Jahreszeiten feiern die Bewohner das Shemsu Hor. Hier können wir Fraktionenkommandos ausführen und etwa Einheiten wie Medjay-Bogenschützen rekrutieren. Außerdem erfahren wir im Zuge des Shemsu Hor auch, ob unsere Intrigen am Hof Erfolg haben. In der Proberunde misslang dieser Versuch, was wiederum unser Standing gewaltig ankratzte. Der Weg zur Krone führt somit über Erfolg auf dem Schlachtfeld, aber auch am Verhandlungstisch. Kronen wiederum dienen später auch als Herrschaftsinsignien, mit denen ihr die Eigenschaften eures Regenten stärkt.

Die Spielwelt verändert sich außerdem mit der Zeit - und damit meinen wir nicht die hübschen Tages- und Nachtwechsel. Zu Beginn herrscht noch Wohlstand im Alten Ägypten, doch im späteren Verlauf mehren sich die Naturkatastrophen und darüber hinaus greifen Seevölker das Land an. Wie stark sich das Spiel durch diesen schrittweisen Verfall der Ordnung verändert und wie wir dem entgegensteuern können, das wird sich wohl erst im Test von Total War: Pharao zeigen.

Krieg und Könige

Die Gefechte bestätigen unseren Eindruck der ersten Hands-on-Runden. Total War: Pharao münzt das neue Setting auf die bekannten Echtzeitstrategie-Tugenden der Serie um.

Wolken und Wüste Quelle: Sega Wetter und Bodenbeschaffenheit beeinflussen dabei maßgeblich die Strategie - und genau deshalb habt ihr auch die Möglichkeit, einen Angriff zu vertagen und so einen möglichen Wechsel abzuwarten. Auffällig sind zudem die teils massiven Höhenunterschiede innerhalb der Kampfgebiete. So scheuchen wir unsere Truppenverbände steile Dünen oder Felsformationen herunter.

Gerade Fernkämpfer wie Bogenschützen oder Speerwerfer profitieren von diesen erhöhten Positionen und können so weiter entfernte Einheiten angreifen.

Eine wichtige Rolle nehmen die neuen Haltungen ein. Unser Favorit war dabei der Halten-Befehl: Mit diesem kämpfen unsere Soldaten zwar weiterhin wacker, versuchen dabei aber, in Position und Formation zu bleiben.

Das sieht nicht nur hübscher und weniger chaotisch aus, sondern sorgt auch dafür, dass verwundbare Truppentypen wie Bogenschützen hinter Nahkampfeinheiten besser geschützt bleiben.

Der Nil Quelle: Sega Eine Taktik dominiert auch in Total War: Pharao: das Flankieren. Gelingt es euch, gegnerische Verbände einzukesseln, ist euch der Sieg beinahe sicher. Wir mussten in der Hands-on-Version allerdings auch schmerzlich feststellen, dass Übereifer schnell in die Niederlage führt. Generäle besitzen zwar Spezialaktionen wie das Motivieren umstehender Truppen und führen ihre persönliche Leibgarde mit sich.

Sie sind aber nicht unkaputtbar oder gar Supereinheiten wie etwa in Creative Assemblys Warhammer-Ablegern. Mehr als einmal segneten Generäle bei uns das Zeitliche. Dadurch sank die Moral massiv und wir mussten zusehen, dass wir die flüchtenden Einheiten wieder einfangen, sortieren und zurück ins Gefecht schicken.

Ramses II. selbst stirbt nicht. Er geht lediglich zu Boden und benötigt danach mehr Zeit, um sich von seinen Verletzungen zu erholen. Neue Truppen und Generäle rekrutieren wir indes in Städten oder Garnisonen.

Unsere Kommandanten steigen mit der Zeit im Rang auf und verbessern so Werte wie Stärke, Präsenz und Eifer. Zudem könnt ihr Titel festlegen und somit weitere Werteverbesserungen aktivieren. Ferner statten wir sie mit Gegenständen wie Waffen aus, die wiederum ihre Eigenschaften im Kampf steigern.

Total War: Pharao nimmt hier eindeutig Rollenspielanleihen und rückt so speziell die Regenten ins rechte Licht. Die angesprochene Leibgarde besitzt ebenfalls Eigenschaften und verfügt über separate Werte in Punkten wie Panzerung, Moral oder Geschwindigkeit. Ramses II. etwa ist mit einem Konvoi Streitwagen samt Bogenschützen unterwegs.

Der General Munakhte verfügt dagegen über Schwertkämpfe und bringt die Spezialfertigkeit mit, dass sich seine Truppen in Wäldern verstecken können. Das richtige Einsetzen der Generäle kann somit die Geschicke einer Schlacht in eine andere Richtung lenken. Wer übrigens keine Lust auf die Echtzeitgefechte hat, kann diese natürlich auch ganz bequem simulieren lassen.

Meinung

Total War: Pharao erscheint exklusiv für den PC. Einen genauen Termin gibt es nach wie vor nicht, allerdings soll es schon im Oktober soweit sein. Wusstet ihr übrigens, dass Creative assembly nicht nur Total War kann? Von ihnen stammt auch das kontroverse, aber von vielen Fans auch hochgelobte Alien Isolation. Hier findet ihr unseren Test!

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