Test zu Tools Up!: Schaffe, schaffe, Overcooked kopiere - macht das Koop-Spiel Spaß?

Test Katharina Pache
Test zu Tools Up!: Schaffe, schaffe, Overcooked kopiere - macht das Koop-Spiel Spaß?
Quelle: All in! Games

Was nicht passt, wird passend gemacht: In Tools Up! erledigt ihr Renovierungs­arbeiten möglichst schnell und möglichst einwandfrei - denn so bekommt ihr Punkte! Dabei orientiert sich der Titel ziemlich eindeutig am Koop-Gameplay von Overcooked und dessen Nachfolger. Aber macht die Renoviersause genauso viel Spaß wie das Kochchaos? Dieser Frage gehen wir in unserem Test auf den Grund.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das chaotisch-­spaßige Multiplayer-Spielprinzip von Overcooked und dem Nachfolger kopiert wird - in Tools Up! geht es aber nicht darum, Essen zuzubereiten, sondern Wohnungen wieder auf Vordermann zu bringen. Mit bis zu drei Kollegen setzt ihr (lokal) den Bauarbeiterhelm auf und widmet euch der Verschönerung von fremden vier Wänden. Konkret bedeutet das: Ihr nehmt alte Teppichböden raus, verstreicht Estrich, verlegt Parkett, tapeziert und streicht die Wände. Und am Ende müsst ihr natürlich den Dreck wegräumen, den ihr dabei hinterlassen habt!

Mauern statt Kochen

Ihr seht schon: Das Grundprinzip orientiert sich am Koch-Koop-Hit Overcooked, der Schlüssel zum Erfolg ist das reibungslose Zusammenspiel mit den Freunden. Steht euch nicht im Weg, teilt die Arbeit auf, geht schnell an die Tür, wenn der Lieferant den neuen Teppich liefert und so weiter.

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Eine Besonderheit in Tools Up! ist die Blaupause. Der Plan verrät, welche Renovierungsmaßnahmen wo vorgenommen werden sollen. Nur wer den Plan in der Hand hält, kann außerdem die Kamera drehen. Das ist zum Beispiel beim Malern wichtig, um zu prüfen, ob alle Wände Farbe abbekommen haben. Alternativ behält man die Fortschrittsanzeige oben rechts im Auge oder man achtet darauf, ob die Einblendung erfolgt, dass alle Arbeiten im Raum erledigt worden sind. Ein Flaschenhals sind während der ganzen Schufterei die Eimer, ein bisschen wie das Geschirr in Overcooked. Meistens habt ihr nur einen Kübel dabei, in dem Gips und Estrich angerührt werden, der aber auch als Müllbehälter dient. Müssen erst die ganzen alten Tapeten entfernt werden, spart ihr euch viele unnötige Schritte, wenn ihr den Unrat zunächst im Eimer sammelt und dann im Abfallbehälter vor der Haustür entsorgt. Aber in dieser Zeit kann eben auch kein anderer Handwerker im Behälter Kleister oder Zement mischen.

Zu viert hat man zwar mehr helfende Hände, man steht sich aber auch gerne mal im Weg herum! Quelle: PC Games Zu viert hat man zwar mehr helfende Hände, man steht sich aber auch gerne mal im Weg herum! Im direkten Overcooked-Vergleich fällt schnell auf, dass das Level-Design in Tools Up! sehr viel konservativer daherkommt, trotz rutschigen Eisböden und Lava in den Wohnungen. Insofern sind Schwierigkeitsgrad und Chaosfaktor geringer als bei der Koop-Küchenschlacht. Auch Langzeitmotivation und Dynamik sehen im Heimwerkerspiel anders aus: Während in Overcooked die Essenswünsche der Gäste nicht immer vorhersehbar sind und die Bestellungen erst abreißen, wenn die Zeit abgelaufen ist, handelt es sich bei den Aufgaben in Tools Up! um endliche Arbeit. Auch hier ist es zwar wichtig, möglichst schnell mit der Plackerei fertig zu werden, aber die einzelnen Schritte werden nicht bewertet. Übrigens könnt ihr Tools Up! auch alleine spielen. Das macht aber freilich nicht ein Viertel so viel Laune wie die Arbeit gemeinsam mit einem bis drei anderen Konsolen-Handwerkern.

Da rutscht mal die Hand aus

Die Levels wählt ihr über einen Fahrstuhl auf zehn Stockwerken aus. Wer einigermaßen gut spielt, ist schon nach etwa vier bis fünf Stunden fertig. Quelle: PC Games Die Levels wählt ihr über einen Fahrstuhl auf zehn Stockwerken aus. Wer einigermaßen gut spielt, ist schon nach etwa vier bis fünf Stunden fertig. Die Steuerung ist teilweise arg ungenau, aber das ist vermutlich Absicht, damit der Ablauf auch bei einem eingespielten Team nicht immer reibungslos funktioniert. Dabei haben es die Entwickler ein wenig übertrieben, sie machen es euch teilweise zu schwer, die Arbeiten punktgenau auszuführen. Dabei ist die Bedienung im Grund sehr simpel: Ihr benötigt nur zwei Knöpfe und natürlich den Stick zum Laufen. Bedeutet auch: Ihr könnt in der Fassung für die Nintendo Switch sogar mit zwei geteilten Joy-Cons zu viert loswerkeln. Die ersten Schritte werden euch vermutlich trotzdem überfordern, denn bei Beginn von Tools Up! erwartet euch keine Story, vor allem aber auch kein Tutorial. Learning by doing ist die Devise, nach den ersten paar Levels hat man die Vorgehensweise aber verinnerlicht. Und solltet ihr bei einem Auftrag mal versagen: der zweite Versuch wird es richten.

Die Optik von Tools Up! ist cartoonhaft-niedlich, neben den vier Starter-Arbeitern schaltet ihr tierische Helfer als zusätzliche Figuren frei. Zwischen den Charakteren gibt es aber keine spielerischen Unterschiede. Die Musikuntermalung ist mit klassischen Klängen recht ungewöhnlich und weniger treibend als bei vergleichbaren Koop-Partygames, sie passt aber dennoch ganz gut zum Bildschirmgeschehen. Und bei der Konzentration und Hektik achtet man ohnehin nicht besonders auf die Melodien im Hintergrund.

Meinung & Wertung

Meinung

Wertung zu Tools Up! (PC)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Tools Up! (PS4)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Tools Up! (NSW)

Wertung:

7.0 /10

Wertung zu Tools Up! (XBO)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Spaßig-chaotisches SpielprinzipFreischaltbare CharaktereAuch alleine spielbarRegelmäßig neue Aufgabenstellungen
Zu wenig ErklärungenSehr kurz (in etwa vier Stunden durchgespielt)Zu fummelige SteuerungKein Online-Modus
Fazit

„Unterhaltsame Couch-Koop-Unterhaltung mit leichten Schwächen“

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