Review: Tony Hawk's Proving Ground

Test Katharina Pache

Schon zum neunten Mal stürzt der Großmeister Tony Hawk sich in die virtuelle Halfpipe und sorgt unbestritten für Spaß auf vier Rollen.

Review: Tony Hawk's Proving Ground Ellenlange Combos, halsbrecherische Manöver und Ollies über meterlange Gaps – so kennen und lieben wir Spiele, für die Tony Hawk mit seinem Namen Pate steht. Eines ist aber sicher – den Innovationspreis wird Proving Ground nicht gewinnen. Den Spielmechanismen der Serie blieben die Jungs von Neversoft nämlich treu. Aus gutem Grund, denn die schnelle, wenn auch (vor allem im Vergleich zu Skate) unrealistische Board-Action per Knopfdruck unterhält nach wie vor prächtig.

Das „Problem" der Serie ist also, dass sie keine großen Schwächen hat. Mit jeder weiteren Fortsetzung wurde konsequent am Spielprinzip gefeilt, wodurch es sich (von kleinen Ausrutschern mal abgesehen) stetig verbessert hat.

Kamera und Action!

Review: Tony Hawk's Proving Ground In diesem Fall neu ist der Video-Editor, der es Ihnen erlaubt, Ihre spektakulärsten Tricks Freunden oder Konkurrenten vorzuführen. Anfangs ist der Umgang mit dem Menü des Editors zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber bald hat der geübte Skater den Dreh raus und unterlegt seine Moves mit coolen Effekten. Leider wird die Aufnahme nicht automatisch gestartet, deshalb finden zufällige Spitzencombos oder erheiternde Unfälle eher selten den Weg ins Video. Ebenfalls ärgerlich: Sobald die Aufnahme läuft, werden automatisch alle Passanten und Autos von der Straße entfernt. Hat man bereits eine Sammlung an Traumcombos auf virtuellen Bändern angelegt, darf man diese zu einem Gesamttape zusammenzuschneiden und damit online andere ambitionierte Funsportler vor Neid erblassen lassen.

Während Ihrer Tour auf dem Board durchqueren Sie eine typische amerikanische Großstadt. Aufgeteilt in drei Teile und Themengebiete, kommt sie erfreulicherweise ohne nervige Ladezeiten aus. Manche Stadtteile sind anfangs noch versperrt, bis Sie gewisse Fortschritte im Story-Modus machen. Anders als bei den Vorgängern von Proving Ground wurde dieser Karriere-Modus „zerstückelt" und es bleibt Ihnen überlassen, wann Sie an welcher Fähigkeit arbeiten. Somit haben Sie auch die freie Wahl, welchen Skatestil Sie hauptsächlich verfolgen möchten. Denn umso häufiger Sie eine gewisse Art Trick ausüben, desto mehr Fertigkeitspunkte bekommen Sie für die jeweilige Disziplin gutgeschrieben

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