Tony Hawk's Pro Skater 3+4: Das (fast) perfekte Remake im Test

Test Tobias Meyer
THPS3+4 Artwork
Quelle: Activision

Tony Hawk's Pro Skater 3+4 ist zurück - mit nostalgischem Arcade-Gameplay, modernen Maps, fettem Soundtrack und neuen Features. Ob Highscores, eigene Parks oder Cameo-Skater:Das Remake trifft den Stil der 2000er und bietet massig Skate-Spaß

Für die Langzeitmotivation hat jeder Skater, neben freischaltbaren Outfits, eigene Challenges, die man erfüllen muss. So ist im Grunde immer etwas zu tun, auch wenn man die Aufgaben der einzelnen Stages schon gemeistert hat. Die sind in der Regel rasch abgearbeitet, immerhin müssen sie erfüllt werden, um neue Regionen freizuschalten.

Same same but different

Verglichen mit den Vorgängern benötigen die Stages aber etwas mehr Zeit, immerhin wurden einige Karten modernisiert. Das fällt ganz besonders beim College auf. Der Campus wurde kräftig umgebaut und hat mehrere bewegliche Features spendiert bekommen - etwa Festwagen, die über die Straßen ziehen. Natürlich werden auch die direkt von den Skatern als Rampe und Rail missbraucht. Grundsätzlich sind in den Locations zudem deutlich mehr Menschen unterwegs.

Beeindrucke die Skater Quelle: PC Games An den Challenges wurde nicht viel gerüttelt Auf der einen Seite macht das die Karten etwas lebendiger und authentischer, auf der anderen Seite wirken sie an einigen Stellen dadurch ein wenig eingeschränkter, was vor allem den vierten Teil betrifft.

Dort, wo es früher Hub-ähnliche Levels mit Questmarkern gab, kriegt ihr heute zehn Challenges, die innerhalb von zwei Minuten gelöst werden sollen. Das, was damals den Spielfluss komplett änderte, wurde damit also wieder revidiert.

Schade eigentlich! Immerhin hatte man dadurch mehr das Gefühl einer offenen Spielwelt, in der man entscheiden konnte, was man als nächstes machen möchte. Die einzelnen Aufgaben waren im originalen vierten Teil dann mit eigenen Timern versehen - so konnte man sich voll und ganz auf die Challenge konzentrieren.

Immerhin können die Timer im Remake bis auf eine Stunde hochgeschraubt werden. Das ist aber wohl eher ein Alibi-Feature, um den Vibe aus Teil vier zu suggerieren.

Welche der beiden Varianten nun besser ist, darüber lässt sich wohl streiten. Hier wurde aber nun mal faktisch ein Kernelement gestrichen, um die Spiele näher zusammenzubringen - zum Leid des vierten Teils.

Rein in die Action!

THPS 3+4 schafft genau das, was ein Remake ausmachen sollte: Das Spiel fühlt sich genauso an, wie man die PS2-Klassiker im Kopf hat. Skater, Optik und Karten wurden an die heutige Zeit angepasst. Genauso auch die Tricks und deren Namen. Das sind genau die Dinge, die wir von einer Neuauflage erwarten.

Score Quelle: PC Games Die Highscore-Jagd macht sofort genauso viel Spaß wie früher Von der ersten Sekunde an macht die Highscore-Jagd wieder süchtig und wir wechseln regelmäßig zwischen den Aufgaben und absurden Trick-Kombinationen hin und her. Damit einher geht aber auch der Frust-Faktor. Nicht, weil das Spiel mit Fehlern gespickt ist, sondern eher, weil man mal wieder an der eigenen Inkompetenz scheitert.

Die Soundkulisse trägt einen großen Teil zum gelungenen Nostalgie-Feeling bei. Neben dem Soundtrack, der in Zusammenarbeit mit Tony Hawk entstanden ist, sind es vor allem die Soundeffekte, die regelmäßig für Dopaminschübe sorgen.

Jede Kombo-Erweiterung scheppert mit einem Sound, jede gegrindete Rail klingt schön metallisch und jede saubere Landung wirkt noch einmal extra-gut, dank der Untermalung.

Obendrauf kommen immer wieder Sprüche der umherstehenden NPCs und tosender Applaus bei den Wettbewerben, wenn man die Fans auf seine Seite ziehen konnte. Das sind im Grunde nur ein paar Kleinigkeiten, die dafür aber auch akkurat platziert wurden. Dinge, die aber natürlich auch die Original-Titel schon sehr gut umgesetzt hatten.

  1. Seite 1 Tony Hawk's Pro Skater 3+4: Das (fast) perfekte Remake im Test
  2. Seite 2 So fühlt sich die Neuauflage an
  3. Seite 3 Baue deinen eigenen Park! - Fazit
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