Tom Clancy's The Division 2: Vorschau zu Kampagne und Endgame
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Wir haben fünf Stunden lang The Division 2 gespielt und dabei viel Zeit mit der Kampagne und im Endgame verbracht. In der Vorschau lest ihr alles über die ersten Story-Missionen, was es sonst noch in der Spielwelt zu tun gibt und was es mit Invaded Missions im Endgame auf sich hat.
Das winterliche Wetter in Paris Ende Januar war eigentlich bestens dafür geeignet, um sich wie im Survival-Modus von The Division zu fühlen. Allerdings hatte uns Ubisoft in die französische Hauptstadt eingeladen, um uns kurz vor dem Start der Private Beta einen ausführlichen Blick in den kommenden Nachfolger The Division 2 (jetzt kaufen / 26,99 € ) zu gewähren. Nachdem vor einigen Wochen bereits die Dark Zones und das PvP beleuchtet wurden, dreht sich diesmal alles um das PvE, sowohl im frühen Spiel zu Beginn der Kampagne als auch im Endgame.
Während einer Präsentation sprachen die Entwickler zunächst noch einmal von ihrer Vision für das Spiel. Fünf Schlüsselbereiche sind für die Macher dabei von essentieller Bedeutung: die offene Spielwelt, die Kampagne, die Dark Zones, das Endgame sowie der Nachschub an neuen Inhalten nach dem Release des Spiels. Aufgeteilt in zwei Anspielsessions haben wir uns dann einen ganzen Tag lang mit drei dieser Säulen beschäftigt. Mit einem frischen Charakter erlebten wir zunächst den Anfang der Kampagne, inklusive Story-Missionen, Nebenquests und vielen weiteren Aktivitäten in der offenen Spielwelt. Danach ließen die Entwickler uns mit vollausgestatteten Level 30 Charakteren auf zwei herausfordernden Missionen des Endgames los.
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White House Down
Die Kampagne beginnt sieben Monate nach dem Ausbruch der Dollar-Grippe, die in New York ihren Anfang nahm, aber trotz aller Bemühungen nicht eingedämmt werden konnte. Inzwischen sind Millionen von Menschen dem Pockenvirus zum Opfer gefallen und Amerika steht vor dem Zusammenbruch. Da erreicht die Agenten der Strategic Homeland Division ein mysteriöser
Quelle: PC Games
Mit dem Weißen Haus, unserer neuen Operationsbasis, im Hintergrund, schlagen wir unsere erste Schlacht mit den Hyenas.
Notruf aus Washington D.C. und aus dem ganzen Land kommen die geheimen Regierungskämpfer in die Hauptstadt, um den dortigen Ereignissen auf den Grund zu gehen.
Washington ist fest in der Hand von drei großen Fraktionen - die Hyenas, die Outcasts und die True Sons. Die überlebenden Zivilisten haben sich in einigen kleinen Siedlungen zusammengeschlossen, die sich Tapfer gegen die gewalttätigen Verbrecher behaupten. Als Division-Agenten ist es unsere Aufgabe diesen Zivilisten zu helfen. Auf diese Weise erlangen wir deren Vertrauen und können im Gegenzug auch auf ihre Hilfe hoffen. Ausgangspunkt, um auf diese Weise Schritt für Schritt die Kontrolle über die Stadt zurück zu erlangen, ist die Operationsbasis, die sich diesmal im Weißen Haus befindet.
Gleich zu Beginn der Kampagne retten wir die im Amtssitz des US-Präsidenten verschanzten Einsatzkräfte vor einer Belagerung durch die Hyenas. Ähnlich wie beim Post Office im ersten Teil, hat die Basis zunächst nicht viel zu bieten. Erneut gilt es die einzelnen Bereiche auszubauen und zu
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Die Zivilisten von Washington haben sich in improvisierten Siedlungen wie dieser zusammen gefunden, um gemeinsam den Herausforderungen der neuen Weltordnung zu begegnen.
entwickeln. Das funktioniert jedoch nicht mehr über eine generische Währung, die in Missionen verdient werden muss. Stattdessen ist der Fortschritt eng mit der Handlung und dem Zustand der zivilen Siedlungen verknüpft.
Einer dieser befestigten Stützpunkte ist rund um ein Theater entstanden. Nachdem wir dort der örtlichen Anführerin bei der Suche nach ihrer Tochter geholfen haben, können wir einen der Bewohner für unsere Operationsbasis rekrutieren und so das Crafting freischalten. Auf diese Weise sollen der Fortschritt in der Basis, das Wohlergehen der Siedlungen und die Handlung des Spiels eng miteinander verknüpft sein. Das motiviert in jedem Fall deutlich mehr, als einfach nur Missionen abzuarbeiten, um eine Upgrade-Währung zu erfarmen.
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Unsere Rüstung ist bereits verbraucht, daher schwindet unsere Lebensleiste gerade sehr schnell. Wir sollten uns schleunigst Deckung suchen.
Super Kampfgefühl
Die Story-Missionen finden wie im Vorgänger in speziellen Bereich und Gebäuden der Spielwelt statt. In der von uns gespielten Beta-Fassung standen uns zwei Missionen im Grand Washington Hotel und im Jefferson Trade Center zur Verfügung. Erstere haben wir zusammen mit zwei Kollegen im Koop in Angriff genommen. Beim Kampf um das Hotel-Atrium werden wir dann erstmals so richtig mit dem neuen Gesundheitssystem konfrontiert. Die Entwickler haben nämlich nicht nur die sogenannte "Time to Kill" für NPC-Gegner etwas reduziert, auch der Spieler-Charakter hält nicht mehr ganz so viel aus.
Das liegt vor allem an der neuen Aufteilung in Rüstungs- und Lebenspunkte. Ähnlich wie die Elite-Gegner im ersten Teil haben nun auch Spieler einen Rüstungsbalken, der die eigentlichen Lebenspunkte schützt. Die Verteilung entspricht dabei laut Aussagen der Entwickler in der Regel rund zwei Drittel Rüstung und ein Drittel Leben. Ist der Schutzmantel erstmal aufgebraucht, lebt es sich daher ziemlich gefährlich. Während die Lebenspunkte sich nach einiger Zeit in Deckung auch während des Kampfes wieder erholen, wird die Rüstung erst nach dem Kampf wieder hergestellt. Dem entgegen wirken wir mit Rüstungspacks, die wie die bisher bekannten Heilpacks funktionieren, aber eben Rüstung wiederherstellen.
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Starke Gegner wie dieser Boss verfügen meist über eine physische Rüstung, die mit Schadenseinwirkung zunächst entfernt werden muss, bevor sich die Lebenspunkte des Gegners angreifen lassen.
Bei schweren Gegnern haben sich die Entwickler dagegen etwas anderes einfallen lassen. Auch The Division 2 ist im Kern vor allem ein Action-Rollenspiel, bei dem Charakter- und Item-Werte eine zentrale Rolle spielen. Daraus resultiert zwangsläufig die Situation, dass Gegner je nach Waffe mehrere Magazine an Schaden aushalten. Vor allem bei Elite-Gegner wird dieses sogenannte Bulletsponge (Kugelschwamm) durch einen Kniff entschärft. Diese Feinde sind nämlich meist dick gepanzert, was nicht durch einen übermächtigen Rüstungsbalken, sondern durch tatsächliche Rüstung am Charakter dargestellt wird. Panzerplatten, Helme und andere Schutzelemente gilt es daher zunächst wegzuballern (oder mit Granaten wegzusprengen). Sobald auf diese Weise eine Schwachstelle entstanden ist, fallen diese Gegner dann ziemlich schnell.
Nachdem man sich auf diese Änderungen eingestellt hat, stellt sich jedoch das gewohnt gute Division-Kampfgefühl ein. Wir hatten sogar den Eindruck, dass die Gefechte noch wuchtiger rüber kommen. Das liegt vor allem am hervorragenden Trefferfeedback. Schaden am Gegner wirkt sich nicht nur in sinkenden Lebensbalken aus, sondern hat auch sichtliche Auswirkungen auf die Feinde, die ins Straucheln geraten, zurückgeworfen werden und andere angemessene Trefferreaktionen zeigen.
Nachdem wir die erste Story-Mission zu dritt relativ problemlos gemeistert haben, trennen wir uns von unserer Gruppe und probieren an der zweiten spielbaren Mission aus, wie Solospieler während der Kampagne zu Recht kommen. Im Jefferson Trade Center sollen wir einen SHD-Serverknoten aktivieren und nach einem vermissten Agenten Ausschau halten. Ohne die Rückendeckung durch Mitspieler müssen wir besonders auf unsere Deckung und die Bewegung der Gegner achten. Das merken wir besonders in einer Tiefgarage, wo wir ein wenig zu übereifrig wurden, was die Gegner schnell genutzt haben, um uns zu umzingeln. Mit überlegtem Vorgehen haben aber auch Solospieler in der Kampagne keine Probleme.
Vorschau-Video
So viel zu tun
Zusätzlich zu den Hauptmissionen der Geschichte von The Division 2 gibt es auch wieder zahlreiche Nebenquests. Diese stehen meist auch im Zusammenhang mit der örtlichen Gruppe von Zivilisten. So retten wir zum Beispiel eine Gruppe von entführten Angehörigen der Theater-Siedlung aus der Martin Luther King Bibliothek. Als Belohnung erhalten wir nicht nur eine Blaupause für das Handwerkssystem, sondern auch ein Upgrade für die Siedlung. Auch wenn sie nicht direkt zur Haupthandlung gehören, bringt die Erledigung der Nebenaufgaben also durchaus auch Vorteile für den weiteren Verlauf der Kampagne.
Quelle: PC Games
Neben Haupt- und Nebenmissionen gibt es schon während der Kampagne in Washington allerhand zu tun und zu entdecken.
In einigen anderen Side-Missions geht es um die Rückerlangung von Division-Technologie, die sich die feindlichen Fraktionen unter den Nagel gerissen haben. Auch diese Aufgaben sollten ambitionierte Agenten nicht unbeachtet lassen. Als Belohnung gibt es nämlich unter anderem SHD-Tech-Punkte zu verdienen. Diese werden in der Operationsbasis genutzt, um nützliche Perks für den eigenen Charakter freizuschalten. Es lohnt sich also durchaus sich mit allen Arten von Inhalten zu beschäftigen, die das Spiel zu bieten hat.
Dabei ist bei Nebenmissionen noch nicht Schluss. Hier haben die Entwickler vom Vorgänger gelernt, wo New York abseits der eigentlichen Missionen recht wenig zu bieten hatte. Wenn wir jedoch die Karte von Washington öffnen, finden wir allerhand an Aktivitäten, die Teil der lebendigen Welt sind. Die Fraktionen und auch die Zivilisten der verschiedenen Siedlungen sollen nämlich dynamisch auf eure Aktionen reagieren. So erobern wir ein Lautsprecher-System von den Hyenas, damit diese nicht mehr ihre Propaganda verbreiten können. Wir verhindern die öffentliche Hinrichtung von Zivilisten und nehmen Kontrollpunkte ein, die dann von Zivilisten besetzt werden. Darüber hinaus gibt es in der abwechslungsreichen Spielwelt auch wieder jede Menge zu entdecken. Neben geheimen Lagern mit SHD-Tech sind auch die bekannten Sammelgegenstände wie Echos und Audionachrichten wieder dabei, die für interessierte Spieler zusätzliche Hintergrund-Einblicke in die Geschehnisse in Washington D.C. liefern.
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Acht aktive Skills lassen sich durch Skillpunkte freischalten und aufwerten.
Shade Tech
Während all dieser Aktivitäten steigen wir in den ersten drei Stunden bis auf Stufe 5 auf. Dabei verdienen wir uns jeweils einen Skillpunkt, den wir in verschiedene Fähigkeiten investieren können. Von den insgesamt acht verschiedenen Skills standen uns jedoch nur der Geschützturm, die Suchermine und die Drohne zur Auswahl. Jede dieser Fähigkeiten lässt sich jeweils noch in verschiedene Varianten ausbauen. Wie bereits im Vorgänger können jeweils zwei davon aktiv ausgerüstet werden.
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Wir haben derzeit unseren Geschützturm und die Suchermine aktiv. Auf welchen Gegner diese sich stürzen sollen, können wir durch Tastendruck selbst bestimmen. (Q und E Anzeige am Gegner im Fadenkreuz)
Was uns direkt positiv aufgefallen ist, war die deutlich verbesserte Kontrolle über beim Einsatz unserer Fähigkeiten. So können wir dem Geschützturm jetzt Anweisungen erteilen, welchen Gegner er angreifen soll. Ein wenig Übung brauchten wir allerdings bei der Steuerung der Drohne. Für den korrekten Einsatz des fliegenden Helfers (in der Bomber-Variante) müssen insgesamt drei Befehle erteilt werden. Der erste Druck auf die dem Skill zugewiesene Taste ruft die Drohne herbei. Danach legen wir durch erneute Betätigung der Taste und Ausrichtung unseres Fadenkreuzes einen Start und Endpunkt fest. Zwischen diesen beiden Punkten fliegt die Drohne dann einen Angriff und wirft ihre kleinen Bomben ab.
Neben den aktiven Fähigkeiten baut ihr euren Agenten auch wieder über passive Perks aus. Diese werden, wie bereits erwähnt, über das sogenannte SHD-Tech freigeschaltet, das ihr euch durch Nebenaufgaben und in der offenen Spielwelt verdient. Die Bandbreite der Perks reicht von der Freischaltung des zweiten Waffenslots, über mehr Stauraum im Inventar, bis hin zu erhöhtem Erfahrungspunktegewinn.
Anhaltender Nachschub
Nachdem wir rund drei Stunden in den Anfängen der Kampagne verbracht haben, wollten uns die Entwickler auf dem Anspielevent auch noch einen Einblick in das Endgame von The Division 2 bieten. Immerhin stand dieser Teil des Spiels bei den Machern ganz oben auf der Prioritätenliste. Nachdem der erste Teil nach seinem Release vor allem durch einen Mangel an Inhalt für ausgelevelte Agenten in die Kritik kam, sollte diesmal kein Zweifel aufkommen, das Spieler nach Beendigung der Kampagne jede Menge zu tun haben werden. So werden viele der nachträglich in The Division eingeführten Features wie High-Value-Targets und organisierte PvP-Modi diesmal von Anfang an dabei sein.
Mit neuen Elementen wie dem Clan-System, den zivilen Siedlungen, in denen es immer kleine Projekte zu erledigen gilt, und drei unterschiedlichen Dark Zones bauen die Entwickler darauf noch auf. Das Spiel soll nach dem Abschluss der Kampagne ein völlig anderes werden. Dafür sorgen auch die neuen Spezialisierungen und vor allem der Auftritt einer vierten Fraktion, den Black Tusk. Diese paramilitärische Organisation fällt im Endgame in Washington ein und stellt die Agenten der Division vor völlig neue Herausforderungen.
Auch nach dem Release haben sich die Entwickler einem langfristigen Engagement für neuen Inhalt verschrieben. Anders als noch beim Vorgänger sollen dabei für die Spieler keine Zusatzkosten entstehen. Als erstes werden wenige Wochen nach der Veröffentlichung die Raids für acht Spieler eingeführt. Darüber hinaus haben die Macher für das erste Jahr einen Plan für drei sogenannte Episoden, die dem Spiel jeweils neue Story-Inhalte, Spezialisierungen und weitere spannende Aktivitäten hinzufügen sollen.
Quelle: PC Games
Die Black Tusks haben beste Militärtechnik zur Verfügung. Drohnen und Hubschrauber mit Verstärkung sind nur ein paar ihrer vielfältigen Kampfmittel.
Schlacht im Museum
Selbst spielen konnten wir dann noch zwei der sogenannten Invades Missions. Dabei handelt es sich um die bereits aus der Kampagne bekannten Missionsschauplätze, die durch das Eindringen der Black Tusks jedoch eine völlig neue Herausforderung bieten. Um den neuen Gegnern gewachsen zu sein, haben uns die Entwickler jeweils komplett ausgestattete Level 30 Charaktere zur Verfügung gestellt. Diese verfügten nicht nur über mächtige High-End-Ausrüstung sondern auch eine der drei Spezialisierungen Scharfschütze, Demolitionist und Überlebender.
Die Spezialisierungen ersetzen die Signature-Fähigkeit aus dem ersten Teil und statten den Agenten jeweils mit einer Spezialwaffe und Zugang zu speziellen Skillvarianten aus. Uns wurde ein Scharfschütze an die Hand gegeben, der mit seinem Kaliber 50 Präzisionsgewehr auf große Entfernung enormen Schaden verursachen kann. Außerdem stand uns die Drohnen-Fähigkeit in einer Scout-Version zur Verfügung, mit der Gegner in der Ferne ausgemacht und markiert werden können. Zudem hat der Scharfschütze Zugriff auf Blendgranaten.
Quelle: PC Games
Das Luft- und Raumfahrtmuseum von Washington ist ein beeindruckender Schauplatz. Leider lassen uns die Gegner wenig Zeit Ausstellungsstücke wie das Space Shuttle zu bestaunen.
Unsere erste Mission als Endgame-Agent führt uns in das Luft- und Raumfahrtmuseum von Washington. Hier sollen wir eine Operation der Black Tusk verhindern. Schon beim ersten Feindkontakt wird deutlich, dass wir es mit einem anderen Schlag von Gegner zu tun haben. So verhalten sich die Black Tusk deutlich taktischer und gehen militärisch vor. Auch ihre Ausrüstung würde jeder modernen Armee gut zu Gesicht stehen. Drohnen, Helikopter, die Nachschub einfliegen, verschiedene Arten von Kampfrobotern. Dagegen wirkt das Last Man Bataillon aus dem Vorgänger wie eine Bürgermiliz. Es wird spannend sein, im fertigen Spiel heraus zu finden, wer oder was hinter dieser mysteriösen Gruppierung steckt.
Ansonsten fällt uns bei der Mission vor allem das tolle Design des Schauplatzes auf. Wir kämpfen uns durch Räume mit ikonischen Ausstellungsstücken wie dem Space Shuttle, durch ein Planetarium und eine Nachbildung der Marsoberfläche mit den berühmten Rovern. Abgelenkt durch die coole Umgebung fällt uns dabei noch nicht so sehr auf, was in der weiten Mission dafür umso deutlicher zu Tage tritt. Dieser Einsatz führt uns in einen Bunker, der mit seinen grauen Räumen und Gängen zwar auch einen gewissen Charme versprüht, aber natürlich längst nicht so viel Abwechslung fürs Auge bietet.
Dabei fällt uns dann recht deutlich auf, dass uns das Spiel im Grunde von Raum zu Raum von einem Wellenkampf in den nächsten schickt. Das füllte sich nach einer Weile doch ziemlich eintönig und vor allem ermüdend an. Vor allem da die nächste Welle häufig aus völlig unberechenbaren Ecken auftaucht und unsere Gruppe damit mehr als einmal in massive Bedrängnis brachte. Nun könnte man das als willkommene Herausforderung begrüßen. Allerdings übertreibt es das Spiel an einigen Stellen unserer Meinung nach auch mit der Häufigkeit der Wellen, so dass sich Kämpfe in bestimmten Räumen einfach nur unnötig in die Länge ziehen. Wir hoffen, dass es im fertigen Spiel in den anderen Missionen ein wenig Abwechslung im Missionsdesign gibt.
Fünf Stunden Faszination
Aber trotz dieses Makels macht The Division 2 schon jetzt einen Heidenspaß. Egal ob wir Zeit alleine oder in der Gruppe verbracht haben, die fünf Stunden, die wir das Spiel insgesamt anspielen konnten, vergingen wie im Fluge. Wir hätten gern noch viel mehr Zeit im post-apokalyptischen Washington verbracht. Allerdings haben wir auch so schon so viele Eindrücke gesammelt, die wir gar nicht alle in dieser Vorschau unterbringen können. So haben wir zum Beispiel noch gar nicht die Atmosphäre der Spielwelt erwähnt. Das winterliche New York aus dem ersten Teil hatte einen ganz besonderen Charme, der einen gewissen Teil der Faszination von The Division ausmachte.
Washington im Sommer fühlt sich definitiv anders an, aber nicht schlechter. Die Entwickler haben wieder sehr viel Detailliebe in jeden Straßenzug, jede Gasse und jeden Platz gesteckt. Statt Schneefeldern haben wir jetzt Efeu und andere Ranken, die Straßen und Gebäude bewuchern und somit den Beginn der Rückeroberung durch die Natur markieren. Dazu gehören auch die Wildtiere wie Rehe, die durch die Straßen der US-Hauptstadt ziehen. Gespielt haben wir übrigens die PC-Version, deren Maus/Tastatur-Steuerung wunderbar von der Hand ging. Allerdings wirkten die Menüs für unseren Geschmack noch etwas umständlicher als noch im ersten Teil.
