DIe Geschichte der Division-Serie im großen Special, Seite 1
Special 26,99 €
Der Weg nach Lower Manhattan war lang und beschwerlich - wir fassen die bisherige Division-Story in unserer großen Reportage verständlich zusammen und setzen sie in Kontext.
In diesem Artikel
Die Begriffe "Grünes Gift" und "Dollar-Grippe" wurden innerhalb dieses Zeitraumes geprägt. Die Polizei, Nationalgarde, die Feuerwehr und das medizinische Personal New Yorks wurden in der "Joint Task Force" oder JTF zusammengefasst und begannen, sich gegen das Chaos zu stemmen. Der Präsident ordnete die Durchsetzung einer Quarantäne an und ließ Söldnerorganisationen (PMCs oder Private Military Contractors) unter der Aufsicht eins Lieutenant-Colonels des US-Militärs einfliegen, um die Ordnung aufrechtzuerhalten. Das öffentliche Stromnetz und die Internetversorgung brachen stellenweise zusammen. Abhilfe schaffte Paul Rhodes, ein Ex-Söldner, der seine technischen Fähigkeiten in den Dienst der JTF stellte und bei eurem späteren Aufenthalt in New York noch wichtig wird.
4.12.-11.12: Die Errichtung der Quarantänezonen
Die Quarantäne trat offiziell in Kraft und die ersten Fälle der Dollar-Grippe wurden in den Krankenhäusern der Stadt angenommen. Kurz darauf wurde die Grippe als eine schwer modifizierte Variante des Pockenvirus identifiziert, verbunden mit Elementen des Dengue-Virus, Ebola, H1N1, des Hantavirus, Marburg sowie der Schweinegrippe - damit war offensichtlich, dass der Virus künstlich erschaffen und als Teil einer gezielten Attacke eingesetzt wurde. Durch die hohe Mutationsrate des Virus war die Erschaffung eines Impfstoffes oder der Einsatz von Virustatika unmöglich. Das Militär begann, in New York einzumarschieren, und setzte die Quarantäne mit allen Mitteln durch. Kranke wurden gesammelt und in Lager verfrachtet, in denen sich die Regierung mit aller Macht um eine Heilung bemühte. Um die Quarantänezonen wurden hohe Mauern errichtet und die Nationalgarde riegelte die Zonen ab. Mehr als zehntausend Todesopfer wurden alleine in New York verzeichnet.
12.12.-19.12: Der Untergang New Yorks
Zu diesem Zeitpunkt meldeten sowohl die Kranken- als auch die Leichenschauhäuser der Stadt maximale Kapazität und lehnten jede weitere Annahme ab. In den Quarantänezonen verschlechterte sich die Lage, sodass das Misstrauen gegenüber der Regierung zunahm. Als am 17. Dezember der Strom ausfiel, gingen die umzäunten Quarantänezonen in Gewalt und Chaos unter. Direktive 51 wurde in Kraft gesetzt und die erste Welle an Agenten aktiviert, darunter auch Aaron Keener, der damals noch unter seinem Codenamen "Vanguard" (Vorhut) bekannt war. Die Agenten sollten eigentlich die Aufrechterhaltung der Zonen übernehmen, die meisten entschieden sich aber dafür, dem Schutz und der Evakuierung von Zivilisten den Vorrang zu geben.
Quelle: Ubisoft
Keener setzt seine anziehende Persönlichkeit wie eine Waffe ein. Keiner der vier Kriegsherren kann dem abtrünnigen Agenten annähernd das Wasser reichen.
Das Militär zog sich innerhalb weniger Stunden aus den inzwischen "Dark Zone" genannten Gebieten zurück und hinterließ Waffen und Ausrüstung im Wert Hunderter Millionen Dollar. Aaron Keener und seine erste Welle an Agenten versuchten verzweifelt, die Leben hunderttausender New Yorker zu retten, doch ohne offizielle Regierungsunterstützung mussten sie zusehen, wie die Plünderer blutige Ernte unter den Zivilisten hielten. Als eine große Gruppe Zivilsten vor seinen Augen bei lebendigem Leib verbrannte, entschloss Keener, dass eine Regierung, die Schutzbefohlenen nicht schützen kann, wertlos ist, und schaltete seinen Peilsender ab. Zu diesem Zeitpunkt diente Keener noch einem guten Zweck, doch seine Mittel wurden zusehends finsterer.
20.12.-6.01: Armageddon
Die Dark Zones waren inzwischen verseuchtes Niemandsland, das von Gangs und Gewalt regiert wurde. Der Präsident der Vereinigten Staaten war tot und alleine in New York wurde die Zahl der Todesopfer inzwischen auf mehr als 300.000 geschätzt, während die Regierung komplett in sich zusammenbrach. Aaron Keener fasste den Entschluss, auch den letzten Rest der nutzlosen Regierung zu vernichten, und das landesweit. Ein Neuanfang war erforderlich, wenn die Welt überleben will, und das bedeutete, die Division musste fallen. Zu diesem Zweck rekrutierte er den Rest der aktiven Division-Agenten. Wer sich seiner Herrschaft nicht beugte, wurde getötet. Als Reaktion auf Keeners Rebellion aktivierte die SHD eine zweite Welle an Agenten, darunter auch den Spielercharakter. Die Story von The Division begann an dieser Stelle mit einem Helikopterabsturz, bei dem der Kommandant der zweiten Welle getötet wurde, sodass die Agentin Faye Lau das Kommando übernahm.
The Division: Keeners Plan
Während der Ereignisse von The Division erfuhr die SHD, dass Keener sich mit dem "Last Man Battalion" (LMB) zusammengetan hatte. Die unter einem Banner zusammengefassten Söldnerorganisationen unter der Leitung des ehemaligen Lieutenant-Colonels Charles Bliss halfen Keener bei der Entführung des russischen Virologen Vitali Tchernenko, der im russischen Konulat von New York vergeblich auf seine Rettung wartete. Die Methoden des rebellierenden Agenten waren inzwischen ebenso brutal wie die der durch die Stadt marodierenden Gangs; die Vorgehensweise Keeners war jedoch immer noch hochpräzise und gefühlskalt, was ihn für die ungeschulten Plünderer praktisch unangreifbar machte. Kurz darauf gelangte der ehemalige Agent an das Equipment, mit dem Gordon Amherst die Dollar-Grippe synthetisieren konnte. Damit besaß Keener zu diesem Zeitpunkt sowohl einen kompetenten Virologen als auch einen DNA-Proteindrucker, mit dessen Hilfe er eine neue Seuche kreieren konnte. Wichtig: Vitali Tchernenko hatte nichts mit der Erschaffung des Grünen Gifts zu tun, er war lediglich ein weiteres Opfer von Aaron Keener! Eine letzte Nachricht des inzwischen weltweit gesuchten Ex-Agenten ließ darauf schließen, dass er sich nicht mehr in New York aufhielt.
The Division 2: Eine neue Seuche
Monate nach den Ereignissen von The Division ging es der Welt und insbesondere den USA nicht viel besser. Immerhin: Die Dollar-Grippe war inzwischen größtenteils unter Kontrolle gebracht. Als künstlich geschaffene Krankheit erhielt das Grüne Gift von Gordon Amherst ein "Verfallsdatum", nach dessen Verstreichen die Menschheit mit dem Wiederaufbau beginnen sollte. In diversen Laboren und den Dark Zones gab es jedoch immer noch gefährliche Orte, an denen nach wie vor der unsichtbare Tod lauerte. Regelmäßige Ausbrüche der Dollar-Grippe schienen außerdem darauf hinzuweisen, dass der Virus eigenständig mutierte und Amhersts Plan damit hinfällig machte. Im Hochsommer erhielten Division-Agenten in den USA einen landesweiten Notruf, der besagte, dass das SHD-Netzwerk ausgefallen war - ein Desaster, denn ohne eine landesweite Kommunikation war an einen Wiederaufbau der Regierung nicht zu denken. Agenten aus dem gesamten Land strömten nach Washington D.C., um den Hauptserver zu starten.
Dort angekommen, fanden die Agenten nicht nur den Präsidenten (der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses), sondern auch Hinweise auf ein antivirales Breitbandmedikament. Nachdem der Server neu gestartet, das Medikament gefunden und der Präsident gerettet worden waren, marschierte mit einem Mal die "Black Tusk Specialist Unit" (BTSU) in Washington ein. Die technologisch extrem fortgeschrittenen Söldner dienten einer unbekannten dritten Partei, die nichts mit der Division oder Aaron Keener zu tun hatte. Dann folgte ein schwerer Verrat: Präsident Ellis arbeitete bereits seit langer Zeit mit der BTSU zusammen und stahl das Breitbandmedikament. Zwar konnten die Agenten das Medikament zurückerobern, Ellis schlüpfte jedoch durch ihre Finger. Nachdem die Division das Pentagon sichern konnte, entdeckte sie, warum die BTSU das Gebäude besetzt hatte: Ein Perfusions-Inkubationsreaktor wurde sichergestellt. Obwohl der SHD immer noch ein Spezialist fehlte, um den Reaktor in Betrieb zu nehmen, stellte die abgeschlossene Perfusionskultur die beste Chance dar, um das Breitband-Virostatikum in Massenproduktion herzustellen. So weit, so gut!
Quelle: Ubisoft
Sobald ihr den Luftraum von New York erreicht, macht euch Aaron Keener klar, dass ihr hier als treuer Division-Agent nicht mehr willkommen seid.
Richtig interessant wurde es für die Division, als in dem Vergnügungspark von Coney Island in New York Spuren von Vitaly Tchernenko auftauchten. Der von Keener an die Black Tusk übergebene Tchernenko war der perfekte Kandidat für die Inbetriebnahme des Perfusions-Inkubationsreaktors. In Coney Island angekommen, stellte sich heraus, dass die Black Tusk den Wissenschaftler zwar von Aaron Keener entgegengenommen hatte, diesem aber kein Stück über den Weg traute. Zu Recht, wie sich zeigte, denn Keener hetzte die unter neuer Führung erstarkten Cleaner auf das BTSU-Camp, in der Hoffnung, drei Ziele auf einmal auszuschalten: die Black Tusk, Tchernenko und die Division-Agenten.
Zwar entwischte Keener ein weiteres Mal knapp seinen Verfolgern, doch der russische Wissenschaftler konnte in Sicherheit gebracht werden. Wenig später stellte sich heraus, was Tchernenko in der Obhut des Ex-Agenten getan hatte: Mit der Hilfe des Protein-Druckers und Tchernenkos konnte Keener eine neue Variante der Seuche erschaffen und ließ diese augenblicklich auf das Division-Hauptquartier in New York los. Eure Aufgabe in Warlords of New York ist nun die Festsetzung Keeners und das Ausschalten seiner vier Kriegsherren, gefährlicher Ex-Agenten, die von den neu erstarkten Feindfraktionen Lower Manhattans unterstützt werden. Erinnert ihr euch noch an den Ex-LMB-Techniker Paul Rhodes? Der alte Haudegen konnte in den Monaten seit der Evakuierung New Yorks eine solide Zuflucht für Zivilisten und die Überreste der JTF schaffen. Division-Agenten, darunter auch euer alter Bekannter Faye Lau, begegnet man in Lower Manhattan inzwischen allerdings bestenfalls mit Misstrauen - aus offensichtlichen Gründen. Nun liegt es an euch, Aaron Keener zu stoppen und die Verbreitung einer zweiten Pest biblischen Ausmaßes zu verhindern. Viel Erfolg!
Exkurs: Das Profil von Aaron Keener
Der erste aller Rogue-Agenten besitzt eine mächtige und sehr gefährliche Persönlichkeit.
Quelle: Ubisoft
Tom Clancy's The Division 2: DIe Geschichte der Serie im großen Special (2)
Es gibt kaum einen Charakter im Division-Universum, der so polarisiert wie Keener. Für die einen stellt er einen tragischen Schurken dar, der von der Regierung zu furchtbaren Taten gezwungen wurde. Für die anderen ist er ein psychopathischer Killer, der ebenso wenig Gnade verdient, wie er sie gewährt. Wenn man alle Ingame-Dokumente und Sprachaufnahmen sowie die verschiedenen Story-Trailer, die uns derzeit zur Verfügung stehen, zur Hand nimmt, ergibt sich das Bild eines Mannes, der vor allem eines besitzt: eine Persönlichkeit, die so groß ist, dass er sie wie eine Waffe einsetzt. Vitaly Tchernenko zum Beispiel wurde von Keener bis zu seiner Übergabe an die BTSU stets mit ausgewählter Höflichkeit behandelt. Selbst als Vitaly versucht, Virusproben willentlich zu vernichten, bleibt Keener absolut ruhig und beschwichtigt Tchernenko - immer mit einem subtilen Unterton, in dem blanker Stahl mitschwingt.
Auch die vier Kriegsherren von New York bekommen von Keener im Voraus exakt das zu hören, was ihm in diesem Moment am meisten nützt. Keener lügt und spielt dreidimensionales Schach, und das auf einem Level, an das selbst die besten Strategen der Division nur schwer herankommen. Von den Anfängen in New York bis jetzt änderte sich Keeners Charakter zum Schlechteren. Wo zuvor der Kampf gegen eine ineffektive Regierung im Vordergrund stand, sitzen inzwischen eine tiefe Verachtung für Schwäche und ein massiver Überlegenheitskomplex. Aaron Keener ist ein Psychopath, wie er im Buche steht: Er besitzt kein Empathie, keine soziale Verantwortung und kein Gewissen. Charmant und völlig furchtlos ist Keener wie geschaffen für seine neue Weltordnung, die persönliche Macht über alles stellt.
