Ein-Mann-Armee Sam Fisher ist auf Rache aus! Doch wie viel Taktik steckt noch im mit Spannung erwarteten Comeback der Stealth-Serie?
Splinter Cell Conviction: Zusammen sind wir stark!
Quelle: Ubisoft
Als Agenten-Pärchen sind wir im eigenständigen Koop-Modus unterwegs. In den Rollen von Agent Archer und Spion Kestrel ist es unsere Aufgabe, gefährliche EMP-Bomben zu bergen und eine Detonation zu verhindern. Diese eigenständige Story umfasst vier Kapitel, am gelungenen Spielprinzip ändert sich aber wenig.
Natürlich ist Teamarbeit in der kooperativen Kampagne ein wichtiges Element, einige Aktionen, wie etwa das Aufbrechen von Türen, lassen sich nur zu zweit ausführen. Außerdem können wir unserem Partner zu Hilfe eilen, wenn er vom Feind entdeckt und als lebendiger Schild zweckentfremdet wird.
Und sollte einer der beiden Spione zu Boden gehen, bleibt noch etwas Zeit, um den Gefallenen zu verarzten. Wer keine Lust auf friedliche Zusammenarbeit hat, wählt den Multiplayermodus an. Dort geht es in vier Modi unter anderem darum, dem Konkurrenz-Agenten möglichst viele Kills und damit Punkte wegzuschnappen.
Wenn wir es gar schaffen, den anderen Spion zu enttarnen und auszuschalten, verbuchen wir ein dickes Punkteplus auf dem Konto, während der zweite Spieler mit Score-Abzug bestraft wird. Einer der Multiplayermodi, „Infiltrator“ genannt, bei dem wir alle Gegner auf der Map eliminieren müssen, ohne gesehen zu werden, ist übrigens nur in der Special Edition des Schleichgames enthalten.
Sam Fisher wendet sich ab von seiner rigorosen Stealth-Vergangenheit und weiß mit der
Quelle: Ubisoft
dynamischen Neuinterpretation der Splinter Cell-Serie zu überzeugen. Technisch gibt es wenig zu meckern: Etwas trist ist die Optik im Schwarz-Weiß-Modus, im Splitscreen treten ab und an Ruckler auf. Dafür überzeugt die stylische Präsentation, auch die deutsche Synchro ist gelungen. Fans der früheren Teile freuen sich auf das Wiedersehen mit alten Bekannten und die eine oder andere überraschende Wendung in der spannenden Story.
Eher langatmig gestalten sich die Abschnitte, in denen wir tödlichen Laserstrahlen im Infrarot-Modus ausweichen müssen. Außerdem ist das Leveldesign in Einzelfällen nicht durchdacht genug, sodass ein kurzer Sprint nach vorne ausreicht, um voranzukommen. Trotzdem: Splinter Cell: Conviction ist ein umfangreiches, rundes Agenten-Drama mit toller Inszenierung. Taktik-Puristen sollten am besten den höchsten Schwierigkeitsgrad wählen.
