Splinter Cell Conviction: Sam Fishers neuestes Abenteuer im Test

Test Katharina Pache

Ein-Mann-Armee Sam Fisher ist auf Rache aus! Doch wie viel Taktik steckt noch im mit Spannung erwarteten Comeback der Stealth-Serie?

Splinter Cell Conviction: Zusammen sind wir stark!

Splinter Cell Conviction: Sam Fishers neuestes Abenteuer im Test Quelle: Ubisoft Als Agenten-Pärchen sind wir im eigenständigen Koop-Modus unterwegs. In den Rollen von Agent Archer und Spion Kestrel ist es unsere Aufgabe, gefährliche EMP-Bomben zu bergen und eine Detonation zu verhindern. Diese eigenständige Story umfasst vier Kapitel, am gelungenen Spielprinzip ändert sich aber wenig.
Natürlich ist Teamarbeit in der kooperativen Kampagne ein wichtiges Element, einige Aktionen, wie etwa das Aufbrechen von Türen, lassen sich nur zu zweit ausführen. Außerdem können wir unserem Partner zu Hilfe eilen, wenn er vom Feind entdeckt und als lebendiger Schild zweckentfremdet wird.

Und sollte einer der beiden Spione zu Boden gehen, bleibt noch etwas Zeit, um den Gefallenen zu verarzten. Wer keine Lust auf friedliche Zusammenarbeit hat, wählt den Multiplayermodus an. Dort geht es in vier Modi unter anderem darum, dem Konkurrenz-Agenten möglichst viele Kills und damit Punkte wegzuschnappen.
Wenn wir es gar schaffen, den anderen Spion zu enttarnen und auszuschalten, verbuchen wir ein dickes Punkteplus auf dem Konto, während der zweite Spieler mit Score-Abzug bestraft wird. Einer der Multiplayermodi, „Infiltrator“ genannt, bei dem wir alle Gegner auf der Map eliminieren müssen, ohne gesehen zu werden, ist übrigens nur in der Special Edition des Schleichgames enthalten.

Sam Fisher wendet sich ab von seiner rigorosen Stealth-Vergangenheit und weiß mit der Splinter Cell Conviction: Sam Fishers neuestes Abenteuer im Test Quelle: Ubisoft dynamischen Neuinterpretation der Splinter Cell-Serie zu überzeugen. Technisch gibt es wenig zu meckern: Etwas trist ist die Optik im Schwarz-Weiß-Modus, im Splitscreen treten ab und an Ruckler auf. Dafür überzeugt die stylische Präsentation, auch die deutsche Synchro ist gelungen. Fans der früheren Teile freuen sich auf das Wiedersehen mit alten Bekannten und die eine oder andere überraschende Wendung in der spannenden Story.
Eher langatmig gestalten sich die Abschnitte, in denen wir tödlichen Laserstrahlen im Infrarot-Modus ausweichen müssen. Außerdem ist das Leveldesign in Einzelfällen nicht durchdacht genug, sodass ein kurzer Sprint nach vorne ausreicht, um voranzukommen. Trotzdem: Splinter Cell: Conviction ist ein umfangreiches, rundes Agenten-Drama mit toller Inszenierung. Taktik-Puristen sollten am besten den höchsten Schwierigkeitsgrad wählen.

Wertung zu Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction (X360)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
guter UmfangToll inszeniertGelungene Mischung aus Stealth und Action
Multiplayermodus nur zu zweit möglichLeveldesign verleitet manchmal zum Durchrennen
Fazit

Die Frischzellenkur hat Sam gut getan. Die Story reißt mit, das erhöhte Spieltempo überzeugt und der Koop-Modus rockt! Natürlich handelt es sich bei Splinter Cell: Conviction nicht mehr um ein reinrassiges Taktik-Game. Das Einstreuen diverser Action-Elemente sorgt aber für ein deutlich flotteres Spielerlebnis. Der Umfang ist wirklich prall: Alleine Koop-Modus und Singleplayer-Kampagne bringen es zusammen auf etwa 16 Stunden Spielzeit. Und da sind die Challenge-Aufgaben und der Multiplayermodus nicht mit eingerechnet! Splinter Cell befindet sich auf dem richtigen Weg – Sam schleicht sich so schnell nicht mehr aus meinem Laufwerk!

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk