TOHU: Ein wunderschönes und einzigartiges Point&Click-Adventure - Test
Test
In Tohu spielen wir ein kleines Mädchen, das auf einem Planeten wohnt, der eigentlich ein Fisch ist. Dazu kann sie sich durch ihren Haarschmuck in einen großen, starken Roboter verwandeln. Das klingt verrückt? Ist es auch! Das Point&Click-Adventure bietet viele einzigartige und kreative Ideen und verbindet diese mit interessanten Rätseln.
In dem einzigartig-gezeichneten Point&Click-Adventure Tohu spielen wir das Mädchen... naja, wir haben keinen Namen, alle nennen uns nur "das kleine Mädchen". Jedoch können wir uns auch mit Hilfe unseres besonderen Haarschmucks, einem weißen Würfel, in einen großen, starken Roboter verwandeln. Da beide über eigene Fähigkeiten verfügen, lassen sich mit unseren zwei Protagonisten auf diese Weise jede Menge verschiedener Rätsel lösen.
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In die Fischwelten abtauchen!
In Tohu befinden wir uns nicht auf unserem Planeten Erde, sondern wir reisen zu verschiedenen Fischplaneten. Was ein Fischplanet sein soll? Eben riesige Fische auf denen Leben entstanden ist, die in dem All des Spiels herum... fliegen? Schwimmen? Auf jeden Fall existieren sie. Genau so verrückt wie diese Idee wirkt, ist die gesamte Spielwelt aufgebaut. So gut wie alles ist nicht so ganz, wie wir es von der Erde gewohnt sind. Oft handelt es sich bei Lebewesen um eine Mischung aus Gegenstand und Geschöpf, auch nicht selten finden wir komplett neue Tiere und so gut wie alles hat ein Gesicht oder mindestens Augen. Sogar The Hills have eyes! Dazu wird vieles in dem Spieluniversum mittels Dampfmaschinen oder improvisierter Technik betrieben, was stark an das Steampunk-Genre erinnert.
Viele der kreativen Einheimischen brachten uns zum Schmunzeln, da sie oft unerwartet auftauchen, oder einfach knuffig-witzig gezeichnet sind. Doch nicht nur die Kreaturen sind voller Fantasie gestaltet, sondern auch die Fischwelten an sich. Die meisten der in der Galaxie herumschwebenden "Planeten" halten ganz eigene Mechanismen bereit, die sich offenbaren, während wir sie entdecken. Beispielweise steht auf einer Welt eine Uhr, an der wir die Zeit vor und- zurückdrehen können und je nachdem, in welcher Zeit wir uns befinden, sehen die Welt und ihre Bevölkerung völlig anders aus.
Die Charaktere, die wir treffen, haben keine klassische Vertonung, sondern kommunizieren über unverständliches, stets zur jeweiligen Figur passendes Kauderwelsch. Also lesen wir die Dialoge mit den Personen in Sprechblasen. Diese kommen genauso wie die Welten und ihre "Tiere" stets einzigartig daher, in Aussehen sowie in Persönlichkeit. Ob es nun ein verwirrter Wissenschaftler oder ein alter Mann ist, der aus seiner Eidechse einen Drachen machen will, die Figuren bleiben uns garantiert im Gedächtnis!
Ach du heilige Maschine!
Quelle: PC Games
Hier ist eines der Rätsel, bei dem wir die Umwelt zusammen mit den Charakteren benutzen müssen, um die armen Einwohner zu befreien.
Die verschiedenen Unterwasserlebewesen... oder in diesem Fall Überwasserlebewesen? Nun, nennen wir sie einfach Fischplaneten... besuchen wir jedenfalls, da ein fieser kleiner Gauner in einer schwarzen Robe unsere wertvolle, heilige Maschine zerstört hat. Was es mit dieser auf sich hat, erfahren wir im Laufe des Spiels, jedoch ist an dieser Stelle nur wichtig: wir müssen unser Heiligtum reparieren! Um das nötige Werkzeug zu bekommen, reisen wir zu den verschiedenen Planeten. Auf diesen angekommen, treffen wir jedes Mal auf verschiedene Hindernisse. Bei unserem ersten Besuch wollen wir unseren alten Freund, einen verwirrten Wissenschaftler, besuchen. Der scheint jedoch ein wenig zu verwirrt zu sein um sich noch an uns erinnern zu können. Um ihn also wissen zu lassen wer wir sind, müssen wir in seine Werkstatt eindringen und ein Bild finden, auf dem das kleine Mädchen und er zu sehen sind. Dies ist jedoch einfacher gesagt als getan.
Nicht nur hat der alte Kautz einige versteckte Mechanismen als Vorsichtsmaßnahmen eingebaut, sondern auch pure Muskelkraft wird gebraucht. Zum Glück können wir uns in den starken Roboter Cubus verwandeln, der die Kraftproben mit Leichtigkeit bewältigen kann. Das Zusammenspiel der zwei Hauptcharaktere kommt hierbei immer wieder zum Einsatz. Während unser starker Konterpart sich um die eher gröbere Arbeit kümmert, klettern wir als kleines Mädchen auf verschiedene Objekte und reden mit den Einheimischen. Jedoch besteht der Kern des Gameplays nicht aus Dinge hochheben und klettern, sondern aus, in bester Point&Click-Manier, Rätsel lösen. Diese reichen von "ach, das war's schon?", bis hin zu "Oh mein Gott, ist das Spiel so schwer oder bin ich einfach nur dumm!?". Je nachdem wie dämlich oder schlau wir uns anstellen, können wir uns an Rätseln die Zähne ausbeißen oder locker-lässig die Welt betrachten, während unser Gehirn kaum in Anspruch genommen wird. Dazu sei gesagt: auch auf der Nintendo Switch und anderen Konsolen läuft das Adventure per Mauszeiger, was nach kurzer Eingewöhnungsphase jedoch gar nicht stört.
Point & Schick!
Quelle: PC Games
Dieser alte Mann ist nicht zufrieden mit seiner kleinen Eidechse, also versuchen wir aus ihr einen waschechten Drachen zu machen.
Selbst wenn die Aufgaben hier und da nicht sonderlich knifflig ausfallen, sind sie fast immer sinnvoll in die Spielwelt und um die Charaktere implementiert. Ob wir nun unserem alten Freund mit seinem Gedächtnis helfen, oder uns geschickt in das Lager eines gierigen Händlers schleichen müssen, die Quests sind stets unterhaltsam und durch die kreative Präsentation nie langweilig. Die begleitende Musik ist ebenfalls nicht schlecht. Zwar fällt sie nicht sonderlich auf, untermalt jedoch stets die niedliche Atmosphäre.
Wer einen kleinen Rätselspaß mag, in eine fremde Welt abtauchen möchte und sich am mageren Point&Click-Markt bedienen will, wird mit Tohu sicherlich ein paar wunderschöne Stunden verbringen können!
Tohu erscheint am 28. Januar für PC, Xbox One, Playstation 4, Nintendo Switch und Google Stadia.
