Vorschau Tiny Tina's Wonderlands: Alice im Looter-Land - Seite 2

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Vorschau Tiny Tina's Wonderlands: Alice im Looter-Land - Seite 2
Quelle: 2K / Gearbox Software

Es ist fast soweit: In Tiny Tina's Wonderlands bringt Tiny Tina Spieler wieder in eine magische Welt abseits der Borderlands. Unsere Vorschau samt Video!

Der Character-Creator wurde bisher noch nicht gezeigt, verspricht aber tiefgründig zu werden. Angekündigt wurde unter anderem die "extreme Ästhetik". Damit kann man für das Aussehen seines Schicksalsbringers die Naturgesetze umgehen. Sollten einem die eigenen Entwürfe nicht mehr gefallen, kann man Schnellwechselstationen besuchen. Dort lässt sich so ziemlich Alles wieder verändern.

Der einzige Faktor, der bis zum Schluss festgelegt ist, ist die Primärklasse. Bisher wurden sechs verschiedene Klassen präsentiert. Jede ist auf bestimmte Fähigkeiten spezialisiert und verfügt über eigene Großtaten. Großtaten sind zwei Actionskills, von denen man einen ausrüsten kann. Der ausgewählte Skill wird dann zu einer passiven Fähigkeit. Es gibt aber noch einen ganzen weiteren Skill-Baum voller Eigenschaften. Bei jedem Level-Aufstieg kann man Skill-Punkte verteilen. Dabei ist das Setzen von Prioritäten gefragt, denn die Punkte reichen nicht für alle Fähigkeiten. Neben Skill-Punkten bringen Level auch noch Heldenpunkte mit sich. Diese werden dazu eingesetzt, Attribute zu steigern. So kann man beispielsweise Punkte in Geschicklichkeit investieren und erhöht damit seine kritische Trefferchance.

Zu guter Letzt wird mit In-Game-Fortschritt noch das Multiklassensystem freigeschaltet. Das bedeutet, dass man eine zusätzliche Sekundärklasse wählen kann. Das ermöglicht viele verschiedene Klassenkombinationen. Man sollte aber wissen, was man will. Die Sekundärklasse ist nämlich erst nach Abschluss der Kampagne austauschbar.

Mit Klasse vorbereitet

In der Demo konnten wir zwischen zwei bereits vorbereiteten Charakteren wählen. Brr-Serker, Klauenbringer, Zauberschütze und Sporenhüter bleiben noch bis zum Release in der Box. Dafür konnten sich Grabspross und Killomant schon mal ein bisschen austoben.

Der Grabspross hat eine starke Verbindung zum Tod und ist spezialisiert auf dunkle Magie. So kann er etwa mit der ausgerüsteten Großtat Gesundheit für Dunkelmagie-Fähigkeitsschaden und Dunkelmagie-Statuseffekte opfern. Zudem gehört diese Klasse zu den Gefährten-Klassen. Ein treuer Halb-Lich folgt ihr auf Schritt und Tritt und nervt dabei nur manchmal mit seinen kontextlosen Onelinern.

Die Gesprächigkeit macht er mit beständiger Feuerkraft wieder gut. In seiner Funktion erinnert er an Gaiges Deathtrap aus den früheren Borderlands-Spielen - mit dem netten Zusatz, dass er nicht an einen Action-Skill gebunden ist.

Auch wenn er von weniger attraktiven Kobolden überrannt wird, kann sich die schneebedeckte Landschaft rund um den Kropfberg wirklich sehen lassen – vor allem, wenn man all die Rübenköpfe ausgemerzt hat.<br> &nbsp; Quelle: PC Games Auch wenn er von weniger attraktiven Kobolden überrannt wird, kann sich die schneebedeckte Landschaft rund um den Kropfberg wirklich sehen lassen – vor allem, wenn man all die Rübenköpfe ausgemerzt hat.
 
Beim Anspielen mit dem Killomanten rüsteten wir die Großtat "Aus den Schatten" aus. Denn der Killomant ist als Attentäter auf kritischen Schaden und Statuseffekte spezialisiert. Mit der gewählten Großtat kann er für eine kurze Zeit unsichtbar werden, wodurch jeder Treffer zu einem kritischen wird. Weil man ohne Begleiter etwas umsichtiger sein muss, ist das durchaus eine nützliche Fähigkeit.

Obwohl beide Klassen ein eigenes Spielgefühl haben, war es nicht so, dass wir beim Ausprobieren den Eindruck hatten, dass eine der anderen überlegen gewesen wäre. Das Balancing haut also hin!

Egal, welche Klasse man spielt, hat der Schicksalsbringer eine sehr aktive Rolle und interagiert direkt mit den NPCs. Zudem kann er mit seinen Entscheidungen den Spielverlauf beeinflussen. So hat man beispielsweise die Wahl, einen bösen Zauberer entweder zu bedrohen oder zu verführen. Wie intensiv die Auswirkungen in der Praxis sind, muss sich aber noch zeigen. In der Demo gab's vor allem leicht unterschiedliche Dialoge, je nachdem, wie man reagierte.

Leben und sterben Lassen

Es ist aber nicht nur die Entscheidungsfreiheit, die anspornt. Die Gameplay-Prämisse ist einfach zu erfassen und selbst als Anfänger findet man sich nach etwas Zeit auf dem Schlachtfeld zurecht. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad herrscht eine gute Balance zwischen Leben und Sterben. Geht man K.O., bleiben bereits bezwungene Gegner für einige Anläufe besiegt.

Dadurch bleibt das Gefühl von Fortschritt bestehen und man wird zum Dranbleiben motiviert. Dazu kommen einige Quality-of-Life-Improvements. Sie widmen sich Aspekten, die in Sturm auf die Drachenfestung für Frustration gesorgt haben.

Besiegte Feinde lassen wesentlich öfter Gesundheit fallen, wodurch Durchhalten in langen Kämpfen fairer wird. Die benötigte Munition wird automatisch aus Truhen und vom Boden eingesammelt, sodass man nicht mehr ewig mit dem Cursor herumfriemeln muss.

Natürlich gibt es auch grafisch ein sichtliches Upgrade seit den PS3-Zeiten. Der Borderlands-Popart-Artstyle ist zwar weiterhin markant, aber die Umgebungen sind wesentlich ansprechender und erinnern qualitativ an Borderlands 3. Auch wenn es im Kropfberg nicht mehr gibt als Schnee und Minen, heben sich die einzelnen Abschnitte voneinander ab. Man kann durchaus kurz die Orientierung verlieren, findet sich aber schnell wieder zurecht. Ebenfalls überzeugt hat die Musik, die eine gute Untermalung für die Action bietet.

Auf ins Abenteuer

Auch wenn es der erste Spin-off des Borderlands-Franchise ist, können sich Fans der Reihe auf jede Menge Borderlands-Vibes freuen. Viele Charakteristiken scheinen trotz des neuen Fantasy-Settings erhalten geblieben zu sein. Gleichzeitig macht sein Sonderstatus das Spiel zu einem guten Einstieg für jene, die noch nie einen Fuß in die Borderlands gesetzt haben.

Die Masse an Ausrüstungsgegenständen und Waffen kann zu Beginn überfordern, aber das eigentliche Gameplay ist direkt und auf Spaß ausgelegt. Viel über die Handlung sagen lässt sich freilich noch nicht. Vermutlich wird der Humor aber wie immer Geschmacksache sein.
Auch zu Koop-Modus, Character-Creator und Oberwelt lassen sich wohl erst Aussagen treffen, wenn die Testversion bei uns eintrifft.

Meinung

Immerhin dauert es auch gar nicht mehr lange. In etwa einem Monat, am 25. März 2022, erscheint Tiny Tina's Wonderlands für PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S und Xbox One. Bis dahin könnt ihr schon einmal unser Interview mit den Entwicklern lesen, um euch vorzubereiten. Und dann heißt es zum zweiten Mal: Roll for initiative, suckers!

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