Throne and Liberty in der Vorschau: Ist Amazons nächstes MMO langlebiger als New World?

Special Antonia Dreßler
Throne and Liberty in der Vorschau: Ist Amazons nächstes MMO langlebiger als New World?
Quelle: Amazon Games

Wir haben Throne and Liberty angespielt und verraten euch, was es mit dem koreanischen MMO auf sich hat.

Nach Lost Ark und New World hat Amazon anscheinend Blut geleckt und plant nicht nur ein Herr-der-Ringe-MMO, sondern hat mit Throne and Liberty auch ein koreanisches Multiplayerspiel in der Mache. Die gezeigten Features sind zum Teil vielversprechend, der große Schwerpunkt liegt für Entwickler NCSoft aber auf der Zweiteilung des Spiels: Throne steht für den PvP-Aspekt und Liberty für die Erkundung. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, für wen das MMO eigentlich gemacht ist. Wir konnten im Rahmen des Summer Games Fest eine gute halbe Stunde in das Abenteuer einsteigen und den Entwicklern ein paar Fragen direkt stellen, die sie uns mehr oder weniger beantwortet haben.

Die Rahmenhandlung hat viel Pathos, wie man sich das von einem asiatischen Multiplayer-Onlinespiel eben erwartet. Alles ist sehr emotional und natürlich spielen wir einen der wenigen Auserwählten, die die Welt retten sollen. Wie man es von JRPGs kennt, sind auch die Figuren und Charaktere überzeichnet, wozu die koreanische Sprachausgabe bei unserer Anspielmöglichkeit deutlich beigetragen hat.

Im fertigen Spiel soll es dann auch eine japanische und englische Sprachausgabe geben, die Texte zudem auch noch in Deutsch und alles ist frei kombinierbar. Ein festes Release-Datum gibt es allerdings noch nicht.

Mehr Schein als sein

Das Erste, was beim Spielen auffällt, ist die wirklich hübsche Grafik, die vor allem in den Zwischensequenzen voll zur Geltung kommt. Tolle Kamerafahrten, Nahaufnahmen an den richtigen Stellen und gewaltige Effektgewitter runden das filmreife Spielekino ab.

Was allerdings nicht so recht hineinpassen will und den Augenschmaus stört, ist die Sound-Kulisse. Das liegt nicht etwa am Soundtrack, sondern tatsächlich an den Soundeffekten, die vor allem in den Zwischensequenzen zu flach ausfallen.

Hohe Halle in einer Burg, durch die eine Brücke führt Quelle: Amazon Games Wenn sich der weise Magier Gandalf-ähnlich zwischen seine Schützlinge und die böse Hexe stellt und seinen Stab auf den Boden donnert, dann erwartet man ein richtiges Rumms. Stattdessen hört man fast nichts und die Szene verliert an Eindringlichkeit.

Ob das am Polishing liegt und entsprechende Soundregler noch einmal hochgeschraubt werden? Das bleibt zu hoffen. Dabei wäre es generell zu wünschen, dass noch Arbeit ins Feintuning gesteckt wird. Gerade die Animationen beim Herumlaufen oder die Übergänge zu Kämpfen und zur Tiergestalt sind nicht flüssig. Ganz besonders nicht, wenn mehrere Sachen gleichzeitig passieren.

Wölfe, die über einen Steg laufen Quelle: Amazon Games

Die Freiheit zu erkunden

In unserer Anspielsession haben wir von ganz vorn angefangen und somit noch nicht allzu viel erkunden können. Mit der Transformation in Land-, Wasser- und Flugtiere stehen uns theoretisch alle Türen und Gebiete der Weltkarte offen. Ganz so hat sich das in der Realität aber nicht angefühlt.

Praktisch waren wir nur in der Lage, unsere Fluggestalt anzunehmen, wenn wir von einer Klippe gesprungen sind und sind dann auch eher abwärts geglitten als wirklich geflogen. Um auf die entsprechenden Vorsprünge hochzukommen, gab es gesetzte Kletterhaken.

Wie das im fertigen Spiel aussieht, wird sich natürlich noch zeigen müssen, was wir hingegen schon wissen, ist, dass es mehrere anpassbare Formen gibt, in die wir wechseln können und die verschiedene Attribute mitbringen.

Bildergalerie

Wenn wir eine bestimmte Form übernehmen, weil uns die entsprechenden Werte gut in den Kram passen, können wir das Aussehen unabhängig davon anpassen. Mögliche neue Gestalten finden wir im Spiel durch Erkundung, sie können aber auch als Belohnung droppen und teilweise birgt auch das Erlegen eines Bosses die Möglichkeit, in Zukunft seine Form anzunehmen.

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