The Weather Man

Test

Nicolas Cage vollzieht die krasse Wandlung vom eiskalten Waffenhändler in "Lord of War" zum gebeutelten Familienvater

Heiter bis wolkig

Bezüglich eines Audiokommentars, entfallener Szenen oder gar Outtakes sieht es im Bonusmaterial leider schlecht aus. Neben dem Trailer zum Film bietet die DVD jedoch fünf Featurettes, die sich unterschiedlichen Aspekten der Produktion widmen.

Den Anfang macht hierbei "Erweiterter Ausblick: Das Drehbuch" -- wie der Name schon verrät, ein Beitrag zur Entwicklung des Skripts von Steve Conrad. Darin kommen nicht nur Regisseur Gore Verbinski ("Fluch der Karibik") und Nicolas Cage, sondern auch der Autor selbst zu Wort: Conrad geht stellenweise sehr detailliert auf bestimmte Schlüsselszenen ein.

In "Vorhersage: Wie man ein Wetterfrosch wird" dreht sich alles um den Meterologen Tom Skilling, der dem Team als technischer Berater in allen Wetterfragen zur Seite stand. "Atmosphärischer Druck: Der Stil" hingegen beschäftigt sich mit der tristen Optik, den Drehorten und der Ausstattung des Films.

"Relative Luftfeuchtigkeit: Die Charaktere" konzentriert sich natürlich in erster Linie auf die Figur Dave Spritz und deren Lebenskrise, analysiert anschließend aber auch die von Hope Davis ("About Schmidt") verkörperte Noreen, deren neuen Lebensgefährten Russ (Michael Rispoli) und die beiden Kids. Abschließend geht es um das Teamwork zwischen Gore Verbinski und der Crew, vornehmlich um seine Zusammenarbeit mit Cutter Craig Wood, Kameramann Phedon Papamichael und Komponist Hans Zimmer.

Fazit

Film-Check: Fernab von ihren üblichen Big-Budget-Produktionen präsentieren Verbinski und Cage eine besonders ehrliche Charakterstudie, die dennoch nicht auf subtilen Humor verzichtet. Statt einer richtigen Handlung erwarten den Zuschauer emotionale Höhen und Tiefen aus dem Innersten der Hauptfigur. Daraus wird der Rahmen der Geschichte zusammengesetzt.Nicolas Cage beweist mit seiner einzigartigen Darstellung des neurotischen Wettermannes, der des Öfteren aus dem Off spricht, einmal mehr sein brillantes schauspielerisches Talent. Die hoffnungslose Atmosphäre wird von unterkühlter Optik und einem recht ungewöhnlichen Musik-Score auf gekonnte Weise unterstrichen.
DVD-Fazit: Die technische Umsetzung der Code-2-DVD entspricht qualitativ der US-Disc (Test in Ausgabe 04/06). Auch das etwas magere, aber immerhin einstündige Bonusmaterial wurde eins zu eins übernommen. Eine durchaus ordentliche Scheibe.

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