Nicolas Cage vollzieht die krasse Wandlung vom eiskalten Waffenhändler in "Lord of War" zum gebeutelten Familienvater
Superstar Nicolas Cage liegt derzeit wahrlich nicht auf der faulen Haut. 2006 wird er sowohl mit Oliver Stones Drama "World Trade Center" als auch mit dem Remake des 1973-er-Horrorstreifens "The Wicker Man" in den Kinos zu sehen sein. 2007 sollen dann unter anderem die Comic-Verfilmung "Ghost Rider", der Actioner "Next" und die Fortsetzung von "Das Vermächtnis der Tempelritter" anlaufen.
Und auch auf DVD ist Cage in dieser Ausgabe gleich doppelt vertreten: Neben unserem Titelfilm "Lord of War" liefert der gebürtige Kalifornier in Gore Verbinskis "The Weather Man" abermals eine überragende Performance ab. Auch wenn beide Hauptfiguren auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, so haben sie doch auch ihre Gemeinsamkeiten.
Wetterfrosch
Als Ansager ist David Spritz (N. Cage) bei einem Chicagoer Lokalsender für das Verlesen der Witterungsbedingungen zuständig -- ein halbwegs prestigeträchtiger Job mit gehobenem Einkommen. Doch der unglückliche Familienvater kommt sich vor wie ein absoluter Versager. Nicht nur, dass seine Ehe mit Noreen (Hope Davis) gescheitert und seine Beziehung zu den beiden gemeinsamen Kindern gestört ist, auch den Respekt seines als Autor höchst erfolgreichen Vaters (Michael Caine) sucht er vergebens.
Je mehr sich David anstrengt, seine Familie zurückzugewinnen, desto mehr treibt er einen Keil zwischen sich, seine Ex-Frau und die Kids. Als er ein äußerst lukratives Angebot von der größten nationalen Morgensendung in New York erhält, glaubt er, endlich alles wieder ins Reine bringen zu können. Doch der Ausgang seines Selbstfindungstrips ist genauso unvorhersehbar wie das Wetter.
