The Secrets of da Vinci

Test

In einem spannenden Adventure finden Sie heraus, was in Leonardo da Vincis geheimen Manuskript steht.

Tom Hanks versucht gerade in der Verfilmung zu Dan Browns Erfolgsroman Sakrileg, die Geheimnisse Leonardo da Vincis zu entschlüsseln. PC-Spieler widmen sich dem gleichen Thema im Adventure The Secrets of da Vinci, das kurz nach Leonardos Tod im frühen 16. Jahrhundert spielt und nichts mit dem Film oder seiner Vorlage zu tun hat.

In der Rolle des Abenteurers Valdo sollen Sie für einen dubiosen Auftraggeber ein geheimes Manuskript des Genies besorgen. Das befindet sich angeblich in da Vincis Haus, in dem jetzt eine Mätresse des französischen Königs wohnt, die sich ebenfalls für die Arbeiten des Vormieters interessiert. Aus dieser Ausgangslage entwickelt sich eine interessante Geschichte, deren Hintergründe gelegentliche Rückblenden in Form von Videosequenzen erzählen.

Sammeln und Benutzen

Der Spielablauf gleicht anderen Render-Adventures: Aus der Ego-Perspektive klicken Sie sich von einem Schauplatz zum nächsten und untersuchen die Umgebung. Wenn Sie Gegenstände benutzen oder mitnehmen können, nimmt der Cursor eine entsprechende Form an. Die meisten Denkaufgaben lösen Sie, indem Sie eingesammelte Objekte an der richtigen Stelle benutzen. Um beispielsweise den Schlüssel für einen Schrank herzustellen, heizen Sie einen Ofen mit verwelktem Laub, Kleinholz und Scheiten an. Dann schmelzen Sie Zinn und Kupfer in einem Tiegel zu Bronze und gießen die flüssige Legierung in die Schlüsselform. So logisch sind die meisten Rätsel, an einigen Stellen werden Sie aber nur durch Probieren weiterkommen, weil keine offensichtliche Lösung funktioniert.

Das liegt hauptsächlich daran, dass The Secrets of da Vinci die Handlungsfreiheit des Spielers stark einschränkt und nur genau die Aktionen erlaubt, die vorgesehen sind. Das führt zu einigen Frustmomenten, denn nur durch Probieren zum Erfolg zu kommen ist natürlich weniger befriedigend, als wenn wir eine Aufgabe durch Überlegen schaffen. Immerhin ist das Spiel nicht streng linear, sodass Sie oft mehrere Rätsel parallel bearbeiten.

Stilvolles Stillleben

Die Umgebungsgrafik ist sehr hübsch und detailliert, allerdings weitgehend leblos. Abgesehen von den NPCs sind meist nur rätselrelevante Objekte animiert, und das recht dürftig. Die Sprachausgabe ist eher zweckmäßig und weist mitunter von einem Satz zum nächsten Lautstärkeschwankungen auf. Blöd: Die auf Dauer nervige Musik lässt sich nicht abschalten, das Programm erlaubt lediglich eine gemeinsame Lautstärkeregulierung für Sound und Musik.

Georg Valtin

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