E3-Vorschau zu The Outer Worlds: Von Schirm, Charme und blauen Bohnen

Special Matthias Dammes
E3-Vorschau zu The Outer Worlds: Von Schirm, Charme und blauen Bohnen
Quelle: Take Two Interactive

Wer auf eine Mischung aus Fallout-mäßigem RPG und Sci-Fi steht, sollte sich mal The Outer Worlds genauer anschauen. Das haben wir auf der E3 2019 gemacht. Zwar konnten wir nicht selbst reinspielen, dafür haben wir einen guten Einblick in die Missionen und die Welt bekommen. Mit einer guten Mischung aus actionreichen Kämpfen und geistreichen Konversationen steht The Outer Worlds schon wirklich gut da. In unserem Messebericht lest ihr alles darüber!

Nur noch knapp vier Monate bis mit The Outer Worlds (jetzt kaufen 60,90 € ) das neueste Rollenspiel von Obsidian erscheint. Schon seit der Ankündigung des Spiels auf den Game Awards im vergangenen Dezember haben die Macher keinen Hehl daraus gemacht, dass der Titel stark von Fallout inspiriert ist. Immerhin wurden ehemalige Entwickler des ursprünglichen Fallouts und von Fallout: New Vegas ins Boot geholt. Diese geistige Verwandtschaft wird dann auch sehr schnell in der Demo auf der E3 deutlich, die wir im Rahmen einer Präsentation vorgespielt bekommen haben.

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The Outer Worlds-Vorschau: Charmanter Lügner

In einem Gebiet mit einer ganzen Reihe von Nebenquests auf dem Planeten Monarch führen die Entwickler den Helden und seine zwei Begleiter zunächst zur örtlichen Anführerin Catherine Malin. Sie gehört zur Sublight Corporation, die in diesem Teil der Welt von The Outer Worlds das Sagen hat und "definitiv" keine kriminellen Machenschaften verfolgt. Im Dialog mit Catherine fühlen wir uns direkt an Fallout 3 und New Vegas erinnert. Während der Gesprächspartner sich voll vertont mit uns unterhält, bleibt der Protagonist stumm. Stattdessen wählen wir unsere Antwortmöglichkeiten aus einer Liste vollständig ausgeschriebener Sätze aus.

Was wir dabei sagen können, hängt auch stark von unserem Charakter ab. Attribute wie Charme, Einschüchterung oder die Kunst zu Lügen werden immer wieder in bestimmter Höhe für diverse Antworten benötigt. Entsprechend stehen uns auch bestimmte Wege für Situationen offen, oder eben nicht. Der Spieler soll zu jeder Zeit verschiedene Entscheidungsmöglichkeiten haben. Auch wenn man bereits tief in einer Quest steckt, wird es immer wieder Möglichkeiten geben, vom vorgesehenen Lösungsweg abzuweichen und die Aufgabe auf diese Weise in eine andere Richtung zu lenken. Sollen wir zum Beispiel ein Ziel beseitigen, können wir uns zunächst mit ihm unterhalten und ausloten, ob die betreffende Person möglicherweise eine andere Lösung parat hat, oder uns schlicht mehr bezahlt und uns gegen den ursprünglichen Auftraggeber wendet.

The Outer Worlds-Vorschau: Viele Wege zum Ziel

In The Outer Worlds erwacht euer Charakter zu früh aus dem Cryo-Schlaf und erkundet die Organisationen, die Alien-Planeten kolonialisieren wollen. Quelle: Take Two Interactive In The Outer Worlds erwacht euer Charakter zu früh aus dem Cryo-Schlaf und erkundet die Organisationen, die Alien-Planeten kolonialisieren wollen. Auf dem Weg zum Missionsziel bekommt es die Gruppe mit einigen Feinden zu tun, was die Entwickler nutzen, um eine spezielle Fähigkeit des Protagonisten zu demonstrieren. Dieser leidet durch die lange Reise von der Erde zur den Kolonien am Rande der Galaxie nämlich unter der sogenannten Hibernation-Krankheit. Sie erlaubt es ihm die Zeit vor einem Kampf zu verlangsamen, um Feinde zu scannen, Gefährtenskills zu planen und einen gut platzierten ersten Schuss zu setzen. Treffer haben verschiedene Wirkungen auf den Gegner, abhängig davon, welchen Körperteil es erwischt. Ein Schuss in die Beine verkrüppelt den Feind, während ein Treffer in die Kronjuwelen den Kontrahenten kampfunfähig macht.

Das Ziel der auf der E3 gespielten Aufgabe befindet sich in einer Feindbasis. Nun könnten wir uns einfach durch den Haupteingang ballern oder wir dringen durch einen in der Nähe versteckten Zugang durch die Kanalisation in die Anlage ein. Die letzte Option ist dem Protagonisten im Falle der E3-Demo jedoch versperrt, weil seine Skills im Schlossknacken nicht ganz ausreichen, um den Zugang zu öffnen. Zum Glück haben die Entwickler noch eine Alternative parat, die Gruppe hat nämlich in einer Mission zuvor einen sogenannten Holographic Shroud gefunden. Dieser tarnt den Helden und seine Begleiter, als würden sie zur Besatzung der Basis gehören und lässt sie einfach durch den Haupteingang marschieren.

The Outer Worlds-Vorschau: Verhandeln statt ballern

In The Outer Worlds erwacht euer Charakter zu früh aus dem Cryo-Schlaf und erkundet die Organisationen, die Alien-Planeten kolonialisieren wollen. Quelle: Obsidian In The Outer Worlds erwacht euer Charakter zu früh aus dem Cryo-Schlaf und erkundet die Organisationen, die Alien-Planeten kolonialisieren wollen. Die Tarnung ist aber natürlich nicht unfehlbar. Mit der Zeit verliert sie ihre Glaubwürdigkeit, was durch einen speziellen Balken angezeigt wird. Sobald uns jemand durchschaut ist aber noch nicht alles verloren. In diesem Fall gibt es zunächst einen Dialog mit dem nächsten Feind der uns entdeckt. In diesen Gesprächen können wir uns mit passenden Attributen unter Umständen aus der Situation herausreden. Gelingt diese Herausforderung, hält die Tarnung wieder für einige Zeit an. In der Demo schafft es der Held allerdings nicht bis zu seinem Ziel, ohne völlig aufzufliegen. Also müssen blaue Bohnen den Rest des Weges ebnen. Gut, dass der Hauptcharakter ein geskillter Hacker ist, was ihm erlaubt ein Terminal zu hacken und die Zielparameter aller Roboter in der Anlage zu verändern. In The Outer Worlds erwacht euer Charakter zu früh aus dem Cryo-Schlaf und erkundet die Organisationen, die Alien-Planeten kolonialisieren wollen. Quelle: Take Two Interactive In The Outer Worlds erwacht euer Charakter zu früh aus dem Cryo-Schlaf und erkundet die Organisationen, die Alien-Planeten kolonialisieren wollen.

Die Entwickler beenden die Präsentation während der Konfrontation mit dem Questziel, wo es im Gespräch eine interessante und weitreichende Entscheidung zu treffen gilt. Deren Auswirkungen sollen wir selbst erleben. Insgesamt machte der gezeigte Spielabschnitt bereits einen sehr fertigen Eindruck. Die Gespräche offenbarten viel Potential mit interessanten Verzweigungen, die Vorgehensweise scheint sehr viel spielerische Freiheit zu erlauben und die Kämpfe wirkten spaßig und actionreich. Hoffentlich können wir das Rollenspiel bald auch einmal selbst anspielen, um diesen Eindruck im Praxistest zu überprüfen. Das Abenteuer in The Outer Worlds beginnt am 25. Oktober 2019.

The Outer Worlds-Vorschau: Fazit

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