Vorschau: The Legend of Zelda: Echoes of Wisdom - Ein neuer Schritt in die gewohnte Richtung?

Special Christopher Holler Stefan Wilhelm
Das offizielle Poster zu Zelda: Echoes of Wisdom: Zelda schwingt im Vordergrund ihren Zauberstab und im Hintergrund sind Link und Ganon zu sehen.
Quelle: Nintendo

In Zelda: Echoes of Wisdom erwartet uns ein 2D-Abenteuer von Nintendo, bei dem wir endlich auch mal Zelda höchstpersönlich steuern können. Was vom neuen Ableger zu erwarten ist und worauf wir bisher nur hoffen können, klären wir hier!

Immerhin bieten die alten Ideen trotzdem eine Menge Spaß, ohne nur von Nostalgie zu profitieren. Während nämlich die neuen Zelda-Teile für Action, Abenteuer und Freiheit stehen, zeichnen sich die älteren Ableger sowohl in 2D als auch in 3D durch eine lineare Story, ihre festgelegte Reihenfolge der Dungeons, den Fortschritt ermöglichende Items sowie verwobene Puzzles aus.

Das ist jedoch keine Schwäche. Bei A Link to the Past oder Minish Cap war die Zelda-Formel so effektiv wie nie. Das Konzept nutze sich lediglich mit der Zeit ab.

Durch den Misserfolg des äußerst linearen Wii-Ablegers Skyward Sword wurde Aonuma skeptisch, ob ein vorgegebener Weg überhaupt das richtige Konzept für die neuen Teile der Reihe sein würde. Schließlich hatten bis dahin alle Zelda-Spiele eine sehr ähnliche Struktur und auch die Entwickler sehnten sich nach frischem Wind.

Zelda entkommt ganz knapp den seltsam lilanen Rissen. Quelle: Nintendo Deshalb erfand sich die Zelda-Reihe mit Breath of the Wild im Jahr 2017 komplett neu. Die Welt war frei erkundbar, die Story war minimal und die Rätsel konnten mehr als eine Lösung haben. Auch alle benötigten Fähigkeiten zum Spielfortschritt waren nach der Tutorialzone komplett verfügbar.

Kreative sowie lustige Ideen wurden im Nachfolger Tears of the Kingdom umso mehr unterstützt und ein vorgegebener Weg ist hier weder bei Story noch bei Knobelpartien genau zu erkennen. So konnte das Spiel auch die breite Masse ansprechen.

Während BotW viele Fans hat und nach Skyward Sword die richtige Entscheidung für die Richtung der Reihe war, wünschen sich viele Fans das alte Konzept zurück. Kein Wunder, schließlich sind Ocarina of Time, Wind Waker und Twilight Princess großartige 3D-Abenteuer, die nicht unter ihren linearen Storys und vorbestimmten, aber befriedigenden Puzzlelösungen leiden.

Zelda nutzt das Echo von einem Baum, um nicht vom Weg gepustet zu werden. Quelle: Nintendo Auf der 2D-Ebene funktioniert traditionelles Zelda-Gameplay schon seit 1986 am besten. Das Remake von Link's Awakening erfreute sich vor fünf Jahren zurecht großer Beliebtheit. Damit bewies es, dass neue Zelda-Teile wie BotW das alte Prinzip nicht ersetzen. Dass das nun mit dem sehr anderen Echoes of Wisdom trotzdem passieren könnte, lässt sich aber nicht ganz ausschließen.

So sprach Aonuma nach dem Release von Tears of the Kingdom schon darüber, dass er von der Idee einer spielbaren Zelda in einem Haupttitel nicht abgeneigt war, um das Konzept der Reihe zu modernisieren. Er sei der Ansicht, dass Spieler mehr Spaß an einer frei erkundbaren Welt als einer durch Items beschränkte Welt hätten. Wahrscheinlich war das Echoes of Wisdom zu jenem Zeitpunkt sogar schon in Entwicklung.

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