Analyse zu Zelda: Breath of the Wild 2: Das alles verrät der Trailer für Nintendo Switch
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Aufgedröselt, spekuliert, überinterpretiert: Wir verraten euch in unserer großen Analyse, was der erste Gameplay-Trailer zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild 2, der während der Nintendo Direct auf der E3 2021 gezeigt wurde, (vielleicht) alles verrät!
Lange wurde gehofft und gebangt, und während Nintendos E3-Direct kam dann die Erlösung: Endlich neues Material zum Nachfolger von The Legend of Zelda: Breath of the Wild! Nun, zumindest ein bisschen. Anstatt Gameplay satt und eines offiziellen Namens gab es nämlich nur einen kurzen Trailer. Allerdings, der verrät mehr, als man meinen mag. Wir analysieren, spekulieren und teilen unsere Erkenntnisse, Annahmen und Hoffnungen mit euch!
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Gehen wir den Trailer der Reihe chronologisch durch. Und er fängt im Grunde dort an, wo der erste Teaser zu Breath of the Wild von vor zwei Jahren aufgehört hat. In der dunklen Höhle, in der Held Link und Prinzessin Zelda auf die vermeintliche Leiche von (vermutlich) Bösewicht Ganondorf treffen, wabert der aus dem Vorgänger bekannte Schlamm des Hasses durch die Gegend. Und dann nimmt er von Links rechten Arm besitz. Merkt euch das, darauf kommen wir gleich zurück.
Nicht ganz der Messias
Quelle: Nintendo
Ist es Ganondorf? Ist es ein Flugzeug? Nein es ist Superman! Oder doch Ganondorf, wir sind uns nicht sicher.
Ein nicht einmal einsekündiger Shot zeigt uns Vielleicht-Ganondorf, der den Schlamm des Hasses zu befehligen scheint. Aus seinem magischen Gefängnis aus dem ersten Teaser hat er sich ganz offensichtlich befreit. Spannend für die Theologen unter unseren Zusehern: An seinen Handflächen befinden sich klar sichtbare Stigmata. Da würden wir aber jetzt erst einmal nicht zu viel religiöse Submessage reininterpretieren.
Als nächstes: Prinzessin Zelda! Hi Prinzessin! Allerdings fällt sie einen offenbar bodenlosen Abgrund hinab. Tschüss Prinzessin! Wir gehen nicht davon aus, dass sie stirbt. Aber ob sie damit aus dem Weg geräumt wird, damit Link wieder jemanden zum Retten hat? Der Junge macht das nun einmal so gerne.
Open your eyes
Quelle: Nintendo
Hach, da werden Erinnerungen an Skyward Sword wach! Geht bitte wieder weg, Erinnerungen.
Die nächste Szene beginnt mit einer klaren Reminiszenz an den Anfang von Breath of the Wild. So, wie Link dort nach hundertjährigem Schlag die Augen öffnet und die Helligkeit ihn blendet, wird auch jetzt das Dunkel von Licht durchbrochen. Und nun sind wir beim eigentlichen Fleisch am Knochen des Trailers angekommen.
Wir sehen Link, wie er aus höchsten Höhen hinabstürzt. Oder elegant fällt, wenn es nach Buzz Lightyear geht. Damit bestätigt: Die Welt Hyrule wird erweitert, und zwar nach oben hin. Im weiteren Gameplay sehen wir allerhand fliegende Inseln, die der bekannten Spielwelt viele weitere Areale hinzufügen. Heißt das, dass die gemunkelte Unterwelt in Form von Höhen und verbuddelten Dungeons nicht Realität wird? Keineswegs, das größte neue Ding dürft aber die Welt über den Wolken sein. Da werden Erinnerungen an Skyward Sword wach!
Und fällt euch was auf? Links Design ist hier ein völlig anderes. Er trägt nicht das bekannte blaue Gewand aus dem ersten Teil, seine Haare sind länger und verstrubbelt: Ist das überhaupt Link? Es fällt zumindest auf, dass wir ihn in dieser Gestalt nie von vorne sehen. Das beschränkt sich nicht auf die Szenen über den Wolken. Auch auf dem Boden darf Link nicht in die Kamera lächeln. Dort hat er aber sein bekanntes Design!
Ein neuer Hero of Time?
Quelle: Nintendo
Zelda sagt Tschüss - unfreiwillig. So ein Abgrund ist aber auch anziehend.
Zwei Theorien ergeben sich daraus: Erstens, es ist eben nicht Link, sondern eine neue, noch nicht enthüllte Figur. Oder, und das würde gut zu Zelda passen: Das Abenteuer ist in zwei Zeitebenen angesiedelt. Der normale Link in der Jetztzeit, und eine alte Iteration des Helden in der Vergangenheit. Wir erinnern uns: Ganz zu Beginn der Timeline, eben während Skyward Sword, leben alle Hylianer über den Wolken. Das Land wird durch eine undurchdringbare Wolkenschicht vom Grund getrennt, durch die man auch nicht hindurchsieht. Waren die fliegenden Lande im ersten Breath of the Wild nicht zu sehen, weil sie inzwischen hinabgestürzt sind? Oder ist es andersrum, der neue Link befindet sich in der Zukunft und die Wolkenschicht hat sich endlich aufgelöst?
Viele Fragen, eines wissen wir aber sicher: Links Arm, mit dem sollte er unbedingt mal zum Arzt gehen. Denn der wurde vom vorhin erwähnten Schlamm-des-Hasses-Überfall ordentlich in Mitleidenschaft gezogen. Das gilt sowohl für den neuen als auch den alten Link, was unsere Zeitsprung-Theorie nicht unbedingt einfacher macht. Aber wo Schatten, da auch Link, äh, Licht, und die unschöne Behandlung hat offensichtlich Vorteile mit sich gebracht. Was für welche? Für die Antwort darauf vertrösten wir euch noch einmal. Sorry, kommt gleich!
Luftikus
Quelle: Nintendo
Die Stoffdinger am Gleiter könnten ein Hinweis darauf sein, dass Wind eine wichtige Rolle spielen wird. Oder darauf, dass irgendein Designer das schick fand.
In der nächsten Sequenz fliegt Link mit seinem bekannten Gleiter durch die Gegend. So weit, so normal. Aber fällt euch was auf? Da sind zwei Stoffdinger dran, die sich doch wunderbar dafür eignen würden, den aktuellen Windstand anzuzeigen. Der war in Breath of the Wild egal. Doch nun brauchen wir ja irgendeine Möglichkeit, um von Wolkeninsel zu Wolkeninsel zu gelangen. Ein deutlich potenterer Gleiter, der auf Windströmungen hinwegsegelt, ist da doch eine gute Lösung. Und dass Link sich mit Fortbewegung via Wind auskennt, wissen wir ja noch aus The Wind Waker.
Quelle: Nintendo
Gute Güte, es ist viel zu einfach, hier Hodenwitze zu machen.
Nach einer kurzen, hübsch ausgeleuchteten Szene auf einer der Inseln treffen wir auf eine neue Kreatur. Wir rechnen damit, dass es sich dabei um einen Zwischen- oder Oberweltboss handelt. Guckt mal genau hin: Die weißen ... Ei- oder Was-auch-immer-Dinger auf seinen Schultern sind dieselben wie auf den Sockeln im Hintergrund. Der Feind dürfte also Teil der Umgebung sein. Link musste in der Vergangenheit immer wieder gegen eigentlich freundliche Kreaturen in Duellen antreten, um seinen Wert zu beweisen. Ist das eine solche Situation? Sind die Inseln gar der Ersatz für die Schreine? Die gibt es diesmal nämlich nicht mehr, zumindest glänzen sie in den Shots bekannter Gebiete mit Abwesenheit. Ebenso übrigens wie die Türme und manch andere Strukturen.
Ein Einhorn!
Quelle: Nintendo
Oben Bokoblins, unten Talos - das nennen wir mal effektives Arbeiten!
Eine etwas seltsame Beobachtung: Moblins haben nun größere Hörner als zuvor. Das ist ... interessant. Was das wohl bedeuten mag? Vielleicht unterscheiden sich die verschieden starken Varianten nicht mehr hinsichtlich ihrer Farbe, sondern körperlicher Merkmale?
Auf jeden Fall arbeiten die Bösewichte nun besser miteinander! Haben es sich die Moblins samt Fort doch einfach kurzerhand auf dem Rücken eines Talos gemütlich gemacht, einer der riesigen und stets sehr schlecht gelaunten Steinkreaturen.
Sodala, jetzt aber zurück zu Links Arm! Und was sehen wir da? Anstatt von Schleim des Hasses wird er jetzt von grüner Energie überströmt. Das ist dieselbe, die es schon im ersten Teaser zu sehen gab. Und wir würden viel Geld drauf wetten, dass sie Link nach der Schleim-Attacke das Leben rettet und fortan sowohl helle als auch dunkle Energie in seinem Arm ruhen. Diese Energie dürfte dann als Ersatz für den Shiekah-Stein und die darauf installierten Magie-Runen aus dem Vorgänger dienen. Von dem schicken Gadget sieht man nämlich im neuen Trailer auffällig wenig, soll heißen: nix.
Besser Arm dran als Bein ab
Quelle: Nintendo
Mit seinem magischen Arm kann Link nun offenbar allerlei Dinge auslösen, wie etwa diesen an Stasis erinnernden Angriff. Na und, wir können dafür auf einem Bein hüpfen. Das ist auch was wert!
Und nur eine Szene später wird unsere Theorie auch quasi schon bewiesen. Da nutzt Link nämlich offenbar eine erweiterte Version der Stasis-Rune, die anscheinend um eine Zeitkraft erweitert wurde. Er friert den riesigen Stachelball nämlich nicht nur ein, sondern schleudert ihn auch fröhlich auf einen Feind, indem er ihn mehr oder weniger in der Zeit zurückrollen lässt. Und wie macht er das? Indem er seinen rechten Arm ausstreckt, ganz ohne Shiekah-Stein!
Quelle: Nintendo
Drachenkopf + Schild --> Drachenkopfschild! Schlecht für den Wurmgegner, gut für, für, ähm ... Fans von Drachenkopfschilden.
Ein weiteres spannendes neues Gameplay-Feature dürfte sich in der nächsten Sequenz verstecken. Da kämpft Link gegen eine ebenfalls neue Wurmkreatur. Die ist aber weniger interessant als die Tatsache, dass Link einen feuerspeienden Drachenkopf auf seinen Schild montiert hat! Was kann das bedeuten? Variante 1: Das ist einfach ein verdammt cooler Schild. Variante 2: Ausrüstung lässt sich nun erweitern, etwa mittels Slots. Variante 3: Vielleicht haben wir es auch mit einem erweiterten Crafting-System zu tun, dass nun über schlichte Klamotten-Verbesserungen und Gerichte zum Verspeisen hinausgeht. Also dass wir diesmal auch Waffen und Schilde craften und verändern können. Diejenigen, die die zerbrechenden Waffen im Vorgänger hassen, dürfte das freuen!
Mit dem Kopf durch die Wand
Quelle: Nintendo
Im neuen Abenteuer kann Link sich einfach durch Materie hindurchzaubern. Das Ende der Türannei, wir meinten der Türen-Tyrannei, ist eingeleitet!
Jetzt aber! Das, was Link anschließend macht, schaut aus wie eine der größten Neuerungen im zweiten Switch-Zelda. Nicht nur, dass Links sich auf offenbar magische Weise an die Unterseite einer Klippe ziehen kann. Nein, er schlüpft dann auch einfach mal durch die feste Materie hindurch und kommt oben wieder raus. Wir nehmen an, auch diese Power ist auf seinen Arm zurückzuführen. Und ist das Zeitthema größer, als man meinen mag? Kurz vor Links Klippeneskapade sehen wir eine Wasserlache, die sich zurück in einen Tropfen verwandelt. Kann Link Ereignisse, vielleicht die ganze Welt zurückspulen? Kann er auch sich selbst in der Zeit zurückversetzen und sich dann eben an Orte ziehen, an denen er zuvor war, egal, ob da eine Klippe dazwischen ist? Kurz, hat Link zu oft den Christopher-Nolan-Film Tenet angeguckt?
Das Schloss im Himmel, mal ohne Ghibli
Quelle: Nintendo
Wir hoffen, es stand keiner unter dem Schloss, als die Rohre unter den Toiletten beim Abheben gerissen sind.
So, wie der Anfang des Trailer sich auf den ersten Teaser bezieht, tut es auch das Ende: Da wie dort sehen wir Schloss Hyrule, wie es magisch aus dem Boden gerissen und gen Himmel gezogen wird. Nun, ganz so weit, wie wir es damals dachten, geht die Reise nicht. Nach etwa 100 Metern geht dem Gebäude auch schon wieder der Sprit aus und es wabert hilflos auf Halbmast vor sich rum, während unten der Schleim des Hasses herausrinnt. Damit dürfte wohl auch endgültig geklärt sein, dass Ganondorfs oder Hansi Hubers oder wie auch immer er heißt vermeintliche Leiche sich dort drunter befindet.
Zu guter Letzt gibt es noch einen hübschen Blick über Hyrule, wo, wie wir vorhin erwähnten, Türme, Scheine und auch die vier Titanen, also die mechanischen Dungeons aus dem letzten Spiel, nicht zu sehen sind.
Da kommt noch was!
Hat dieser Trailer schon alle Geheimisse des neuen Spiels enthüllt? Sicherlich nicht, aber zumindest verrät er mehr, als man meinen mag. Alleine die Tatsache, dass die Entwickler den Namen des Spiels noch nicht verraten wollen, weil der zu viel über noch unbekannte Elemente verraten würde, zeigt aber: Wir dürfen uns noch auf einige Überraschungen einstellen.
Was denkt ihr? Liegen wir mit unserer Analyse zumindest teilweise richtig? Nun, wir erfahren es wohl spätestens im kommenden Jahr. Irgendwann 2022 soll Breath of the Wild 2 nämlich endlich exklusiv für Nintendo Switch erscheinen. Eine weitere spannende E3-Analyse zum Bethesda-Rollenspiel Starfield haben wir übrigens auch in petto.
