The Last of Us Part 1 im PC-Test: Sonys Aushängeschild gerät gehörig ins Stottern

Test Michael Grünwald Tobias Wagner 53,99 €
The Last of Us Part 1 im PC-Test: Sonys Aushängeschild gerät gehörig ins Stottern
Quelle: PC Games

Endlich kommen auch PC-Spieler ins Vergnügen, The Last of Us: Part 1 auf dem Rechner spielen zu können. Doch der Titel von Naughty Dog kämpft mit Problemen.

Nötige Ergänzungen und Unterschiede

Das Spiel zeigt einige Szenen auch nicht so detailliert, wie es die Serie tut. Ich verbringe zu Beginn weniger Zeit mit Sarah, sehe nichts von Joels täglichem, routiniertem Leben in der Quarantänezone und erfahre nur wenig über die Hintergrundgeschichte von Bill und Frank (der die Serie eine gesamte Folge widmet). Ähnlich wie im umgekehrten Fall hätte ich diese Szenen im Spiel nicht vermisst, hätte ich sie nicht zuerst in der Serie gesehen. So bin ich froh, mich vor den Fernseher gesetzt zu haben.

Abseits davon gibt es weitere teilweise geringe, teilweise schwerwiegende Unterschiede zur Serie. Während Pilzsporen in der Serie ungefährlich sind, ist bei The Last of Us: Part 1 eine Gasmaske in verseuchten Gebieten nötig, da auch die Sporen in der Luft die Pilzinfektion übertragen. Abänderungen wie diese tragen unter anderem zur Abwechslung bei und führen dazu, dass sich Serie und Spiel nicht komplett identisch anfühlen. Gleichzeitig besitzen beide häufig genug exakte Überschneidungen, dass ich mich beim Spielen von Part 1 an einigen Stellen in die Serie zurückversetzt fühle. Fahren wir zu Beginn des Spiels an Louis brennender Farm vorbei, vergesse ich kurz, ob ich gerade vor dem PC sitze oder nicht doch eine Serie schaue.

Haus brennt Quelle: PC Games

Die Sache mit den Schauspielern

Dabei ist mir auch völlig egal, dass die Charaktere in The Last of Us: Part 1 und in der Serie teilweise völlig unterschiedlich aussehen. Da ich mich nach neun Folgen durchaus an die Schauspieler der Serie gewöhnt habe, muss ich mich sogar mit den Spielfiguren der Spiele anfreunden. Und das geht sehr schnell, sehen sie doch ähnlich detailliert aus wie die gesamte Optik des Spiels. Immerhin wurden Joel, Ellie und Co. per Motion Capturing von echten Schauspielern zum Leben erweckt.

Doch Darsteller wie Pedro Pascal als Joel und Anna Torv als Tess sind ziemlich gut getroffen. Nico Parker dagegen weicht als Joels Tochter Sarah wiederum weit von der Originalvorlage ab. Meiner Ansicht nach waren die unterschiedlichen Besetzungen aber auf alle Fälle dennoch super gelungen.

Im Endeffekt sehe ich The Last of Us: Part 1 als eine gelungene Ergänzung für die Serie an. Beide Medien kommen gut ohne einander aus, bieten in Kombination aber genug neue Impulse füreinander, um die Welt und die Erfahrung das Franchise zu erweitern.

Charakter schießt hängend Quelle: PC Games Das Adventure bleibt auch auf dem PC ein grandioses Spiel. Die Bugs und Spielabstürze sollten die Entwickler dennoch schleunigst in den Griff bekommen, bevor der gute Ruf noch mehr beschädigt wird. Insgesamt müssen wir der Portierung aufgrund des derzeitigen Zustands einige Wertungspunkte abziehen.

Wertung zu The Last of Us Part 1 (PC)

Wertung:

8.0 /10
Fazit

Updates für Shader- und Speicherprobleme abwarten, dann ist Part 1 auch ein Pflichtkauf für alle PC-Besitzer.

The Last of Us: Part 1 ist seit dem 28. März 2023 unter anderem bei Steam für 59,99 Euro erhältlich. Naughty Dog arbeitet außerdem weiterhin an einem eigenständigen Multiplayer-Spiel zu Part 2. Wann der Titel erscheinen soll, ist aber nach wie vor nicht bekannt. Wir halten euch auf dem Laufenden, wenn es neue Updates zum strauchelnden PC-Port gibt.

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