The Last of Us Part 1 gilt für viele als die beste Version des Spiels. Ein Entwickler des Originals sieht das ganz anders und spricht sich offen aus.
The Last of Us Part 1 wird oft als moderne Neuauflage eines Klassikers gefeiert. Für viele Spieler ist das Remake die definitive Version. Einer der Entwickler des Originals kann mit dieser Sicht wenig anfangen. Combat Designer Benson Russell, der mehrere Jahre an The Last of Us gearbeitet hat, äußert sich in einem Interview scharf. Für ihn fühlt sich das Remake nicht wie eine Weiterentwicklung an, sondern wie ein kompletter Austausch seiner Arbeit. Kürzlich hat sich ein bekannter Entwickler zu einer anderen Thematik geäußert. Dead-Space-Schöpfer Glen Schofield sieht die AAA-Branche in einer schwierigen Lage.
The Last of Us Part 1: Entwickler fühlt sich ersetzt
Russell beschreibt offen, wie ihn The Last of Us Part 1 (jetzt kaufen 47,41 € / 53,99 € )bis heute beschäftigt. Die neu gestalteten Kampfbegegnungen stoßen ihm richtig auf. Seine ursprünglichen Systeme, Skripte und Platzierungen wurden vollständig ersetzt. Er vergleicht den Prozess mit dem Löschen seiner eigenen Arbeit. Alles, was er aufgebaut hat, sei verschwunden und durch neue Lösungen ersetzt worden. Für ihn steckt darin nicht nur eine technische Entscheidung, sondern auch eine persönliche Ebene.
Auch die grafischen Inhalte wurden neu erstellt. Das ist bei Remakes nichts Ungewöhnliches, doch für Russell liegt das Problem an anderer Stelle. Das Spiel wird als beste Version vermarktet, während die ursprüngliche Arbeit kaum noch Beachtung findet.
Remakes bleiben ein sensibles Thema
Russell stellt klar, dass er nicht grundsätzlich gegen Remakes ist. Remaster, die bestehende Inhalte verbessern, findet er nicht so schlimm. Seine Grenze ist erreicht, wenn das Original vollständig ersetzt wird.
Während einige Remakes als eigenständige Interpretationen wahrgenommen werden, steht The Last of Us Part 1 stärker im direkten Vergleich zum Original. Könnt ihr seinen Punkt nachvollziehen? Wenn man Jahre in ein Projekt steckt und am Ende alles neu aufgebaut wird, fühlt sich das bestimmt anders an als eine einfache Überarbeitung.
Quelle: gamesradar
