The Jackbox Party Pack 5: Alle fünf Party-Spiele der Sammlung im Spaß-Check
Test
Die Macher des schrägen Quiz You don't know Jack schlagen zum fünften Mal zu. In der aktuellen Partyspiel-Sammlung sind fünf Mehrspieler-Games enthalten (darunter auch eine überarbeitete Version von You don't know Jack) - wir testen, welche davon für die beste Party-Unterhaltung sorgen.
Der eine oder andere erinnert sich an You don't know Jack auf Playstation und dem PC Ende der neunziger Jahre - das schräge Quizspiel von Jackbox Games (damals noch Jellygames) brachte Spieler mit absurden und amüsanten Fragestellungen rund um Trivia und Popkultur aus dem Konzept. Inzwischen veröffentlicht das Studio regelmäßig Party-Spiel-Sammlungen, am 17. Oktober 2018 erschien Nummer fünf mit dem Titel The Jackbox Party Pack 5 für PS4, PC, Nintendo Switch und Xbox One als Download. Der Preis liegt bei etwa 25 Euro.
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Enthalten sind fünf (teilweise) neue Games, die lokal mit Freunden gespielt werden, im Stream kann außerdem das Publikum mitmischen. Statt Controller zu verwenden, nutzen die Jackbox-Games Smartphones und Tablets als Eingabegeräte. Surft auf jackbox.tv, gebt den vierstelligen Code ein, den euch jedes Spiel zu Beginn liefert, und folgt dann den Anweisungen. Meistens müsst ihr Dinge auf dem Display zeichnen oder Begriffe und Sätze eingeben. Wir haben alle fünf enthaltenen Spiele getestet!
You don't know Jack: Full Stream
Die aktuelle Ausgabe des alteingesessenen Quizspiels wurde abermals um neue Fragen erweitert. Ihr könnt You don't know Jack: Full Stream auch alleine spielen, aber das ist deutlich weniger amüsant. Oft müsst ihr um die Ecke denken, um auf die Antworten zu kommen, thematisch wird ein großer Bereich abgedeckt, Popkultur ist aber ein wichtiger Bestandteil des Fragenkatalogs. Für korrekte Antworten gibt es Geld, bei falschen Antworten rutscht ihr ins Minus.
Quelle: Jackbox Games, Inc.
Bei You don't know Jack wollen zunächst die gemein gestellten Fragen verstanden werden.
Der Spieler, der hinten liegt, bekommt eine Schraube, mit deren Einsatz er das Leben eines anderen Spielers einmalig schwerer macht - frei nach der englischen Redewendung "to screw somebody", das bedeutet in diesem Fall so viel wie "jemanden hereinlegen". Der Geschädigte muss dann zum Beispiel ein Passwort eingeben oder durch einen Nutzervereinbarungskatalog scrollen, bevor er antworten darf. Aufgelockert werden die Fragen durch Variationen, in denen man Begriffe zuordnen muss (Was ist der Titel eines Jennifer-Lopez-Film, was der Name eines Kosmetikproduktes?). Wie bei fast alle Spielen im Paket sind gute Englischkenntnisse ein Muss, die Fragen sind oft knifflig gestellt. Eine deutsche Fassung wie anno dazumal gibt es von dieser Edition des Quiz nicht.
Fazit: Schräges Quizspiel zum Um-die-Ecke-denken, aber vergleichsweise wenig Personalisierungsmöglichkeiten und Interaktion unter den Spielern
Wertung: 7/10
Split the Room
Hier geht es nicht in erster Linie darum, lustig zu sein, sondern die Party-Gäste richtig einzuschätzen. Jeder bekommt die Beschreibung einer fiktiven Situation aufs Display, bei der ein Begriff oder Satz ergänzt werden muss. Beispiel (auf Deutsch übersetzt): "Eure Mutter ist in Lebensgefahr, ohne dass sie es weiß. Ihr könnt sie retten, indem ihr einen Monat lang jeden Tag ________. Ihr dürft ihr nicht verraten, warum ihr das tut. Rettet ihr eure Mutter?"
Quelle: Jackbox Games, Inc.
Schwierige Entscheidungen: Versucht in Split the Room, die Meinung eures Publikums zu spalten!
Mit eurer Ergänzung solltet ihr eine möglich geteilte Meinung des restlichen Publikums erzielen: Jeder Teilnehmer ist aufgefordert, mit ja oder nein zu stimmen. Je länger die Freunde überlegen, desto mehr Bonuspunkte wandern auf euer Konto. In Split the Room ist es möglich, auf Deutsch zu schreiben, allerdings ist zum Verständnis der Aufgabenstellungen ein gutes Verständnis der englischen Sprache erforderlich.
Fazit: Spannende Aufgabenstellung, aber wenige Momente zum lauten Lachen
Wertung: 8/10
Mad Verse City
Kampfroboter treten gegeneinander an - mit Reimen! Alle Mitspieler werden aufgefordert, Wörter in vorgefertigten Sätzen zu ergänzen (etwa ein positives Adjektiv), danach gilt es, einen Rap-Zeile zu schreiben, die sich darauf reimt - oder die wenigstens lustig ist. Im Duell bewertet dann das restliche Publikum, wer besser abgeschnitten hat. Vorgetragen wird das Ergebnis mithilfe einer Text-zu-Sprache-Funktion.
Quelle: Jackbox Games, Inc.
Sheesh! Einen vierzeiligen Disstrack in Mad Verse City zu schreiben, ist gar nicht so einfach.
Von allen Spielen liegen die Anforderungen an die Sprachkenntnisse hier am höchsten. Der Sieg hängt nicht zwangsläufig von Talent und Humor der Kontrahenten ab: Hat ein Mitspieler ein Händchen für Battle-Rap, kommt es zwar sicher zu extrem lustigen Ergebnissen, aber auch absolute Rap-Rohrkrepierer haben gelegentlich mit miesen Rhymes ihre Momente - so lange das Publikum lacht, ist alles gut. Auf der PS4 stürzte Mad City Verse einmal in der letzte Runde ab, nachdem alle ihre Reime eingegeben hatten - sehr frustrierend!
Fazit: Hohe Sprachbarriere, aber auch hohes Spaßpotential, die passenden Mitstreiter vorausgesetzt.
Wertung: 8/10
Patently Stupid
"Ich habe ein Problem - ich würde gerne einfacher ______!" - als Möchtgegern-Erfinder ergänzt ihr in Patently Stupid zunächst Sätze wie diesen, und erfindet dann ein Gerät, dass das "Problem" eines anderen Spielers löst. Gezeichnet wird mit einem viel zu dicken Marker und einer zufällig bestimmten Farbe auf einem virtuellen Serviettenstück. Dazu noch ein Produktname und ein Slogan, fertig.
Quelle: Jackbox Games, Inc.
Dumme Ideen kann jeder haben, aber ihr müsst sie in Patently Stupid auch geschickt an Investoren verkaufen!
Wenn alle bereit sind, müsst ihr euer Produkt präsentieren. Oder ihr lasst das die beiden Hosts im Spiel erledigen, aber das ist nicht ganz so amüsant. Am Ende verteilt jeder Teilnehmer Investitionsgelder an die Ideen, die am besten gefallen haben. Logisch: Wer die meiste Kohle einsackt, gewinnt. Zuletzt widmen sich alle Erfinder dem gleichen Problem, sie konkurrieren also direkt miteinander um die Finanzspritzen.
Fazit: Das einzige Zeichenspiel im Paket mit moderat bis hohem Spaßfaktor, die Anforderung an die Englischkenntisse sind im Vergleich zu Mad Verse City deutlich niedriger.
Wertung: 8/10
Zeeple Dome
Spiel Nummer fünf ist ungewöhnlich: nicht Kreativität und Humor stehen hier im Mittelpunkt, sondern Action. Als Teilnehmer eines intergalaktischen Gladiatorenkampfes tretet ihr gemeinsam gegen Gegnerwellen an. Ihr schnipst eure Spielfigur durch die Arena, indem ihr auf dem Display eures Handys oder Tablets in die entgegengesetzte Richtung zieht. Das funktioniert nicht wirklich präzise, aber bei mehr als drei Teilnehmern (Zeeple Dome kann man auch alleine spielen) wird es sowieso chaotisch und unübersichtlich.
Quelle: Jackbox Games, Inc.
In Zeeple Dome kämpft ihr in einer Arena gegen Feinde, die in Wellen auftauchen.
Nach einer Runde ist die Luft raus und man wendet sich lieber wieder den kreativeren Spielen zu. Wer auf lokale, chaotische Mehrspielergefechte steht, ist zum Beispiel mit der Minispielsammlung Sportfriends (das gibt es auch auf der PS4) besser beraten.
Fazit: Experiment fehlgeschlagen, dieses Action-Spiel kann mit dem Spaßfaktor der restlichen vier Titel im Jackbox-Paket 5 nicht mithalten.
Wertung: 4/10
