Wenn Sie Medieval 2 mögen, sind Sie vermutlich zu verwöhnt, um mit diesem lahmen Strategiespiel Ihren Spaß zu haben. Willkommen im Club!
Vor der Schlacht: Wir postieren unsere Armee und versuchen den Ablauf des Kampfes vorherzusehen.
The History Channel: Great Battles of Rome -- so der vollständige Titel -- lässt uns über 100 historisch verbriefte Schlachten schlagen. Warum wir das tun, erfahren wir in lose eingestreuten und grausig verpixelten Videos aus den Archiven des History Channel; die erzählen von blutigen Kriegen, von der Geburt und vom Tod des römischen Imperiums. Die restliche Spielzeit verbringen wir mit furztrocken inszenierten Scharmützeln, die im Ablauf an ihre Brüder aus Strategie-Schwergewichten wie der Total War-Reihe oder aus Cossacks erinnern: Erst den Gegner ausloten, dann Truppen aufstellen, dann ein Blutbad anrichten.
Dabei statt mittendrin
Während der Schlacht: Hässliche Pixelmännchen hauen sich die hässlichen Pixelköpfchen zu Pixelbrei.
Die Besonderheit: Nachdem unsere Männer formiert sind und wir festgelegt haben, wann welches Bataillon losstürmt, sind wir zum Zuschauen verdammt. Hin und wieder -- wenn sich die langsam regenerierenden Aktionspunkte wieder aufgefüllt haben -- dürfen wir zwar neue Order geben, aber wenn die anfängliche Planung nicht stimmt, gewinnen wir keinen Blumentopf. Zum Glück sind die meisten Herausforderungen kinderleicht, erfahrene Spieler werden im ersten Drittel gnadenlos unterfordert. Fordernd wird Great Battles of Rome erst zur Halbzeit, denn dann stehen wir immer größeren Armeen gegenüber.
Motivieren können uns die lieblos aneinander gereihten Schlachten aber auch dann nicht. Obwohl wir sie von Mission zu Mission übernehmen, wachsen uns unsere Truppen nicht ans Herz. Die Grafik scheint frisch vom Nintendo DS konvertiert zu sein. Der taktische Anspruch bewegt sich im Promille-Bereich.
