The Good Thief - Manchmal ist Täuschung eine Kunst

Test

Dass Bob Montagnets (Nick Nolte) beste Zeiten als Dieb und passionierter Glückspieler vorbei sind, sieht ein Blinder mit Krückstock. Seine guten Manieren hat der Amerikaner jedoch nicht verloren.

So befreit er die 17-jährige Anne (Nutsa Kukhianidze) aus den Fängen ihres Zuhälters und nimmt sie bei sich auf. Anne revanchiert sich, indem sie Bob bei seinem Heroin-Entzug beisteht. Für den nächsten Coup braucht das Schlitzohr nämlich alle seine Sinne. Das Objekt der Begierde befindet sich in einem Nobel-Casino in Nizza. Während seine Jungs und Computerexperte Vladimir (Emir Kusturica) den Einbruch planen, muss Bob die Polizei auf eine falsche Fährte führen ...

Als Inspiration diente "Oscar"-Preisträger Neil Jordan ("Interview mit einem Vampir") der Klassiker "Drei Uhr Nachts" von Jean-Pierre Melville aus dem Jahr 1955.

Die werbelastigen Boni der DVD wurden im Vergleich zur Code 1-Disc (Test in Ausgabe 10/03) um den Regiekommentar gekürzt und sind nicht deutsch untertitelt. Lediglich bei den Interviews mit den Darstellern und dem Regisseur kann man amüsante Anekdoten in Erfahrung bringen. Interessant wäre z.B. ein Wort über Regisseur Emir Kusturicas Auftritt gewesen. MN

Fazit

Film-Check: Nick Nolte in einer Paraderolle als Glücksspieler. Neil Jordans Film ist eine Mischung aus Drama und Thriller, bietet eine düstere Atmosphäre und bleibt bis zum Ende undurchschaubar.
DVD-Fazit: Eine Hochglanz-Produk- tion à la "Ocean´s Eleven" darf man hier nicht erwarten. Dafür bekommt man einen raffinierten Gaunerfilm und einen Nick Nolte in Höchstform geboten. Das Bild und der Sound der DVD sind mehr als akzeptabel. Beim Bonusmaterial hätte man sich etwas mehr Mühe geben können.

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