Mal was anderes als Krachbumm-Shooter, quietschende Reifen und Meuchelmorde: The Gardens Between ist ein ruhiges Puzzle-Abenteuer, erzählerisch stehen die Themen Erinnerungen und Freundschaft im Mittelpunkt. Perfekt, um sich auf dem Sofa entspannt ein paar Feierabende zu vertreiben - wäre da nicht der kümmerliche Umfang von The Gardens Between.
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Es werde Licht! Das Ziel im niedlichen Puzzle-Spiel The Gardens Between: Eine brennende Laterne an das Ende der Level, beziehungsweise auf die Spitze der jeweiligen Insel zu tragen. Die beiden Freunde Arina und Frendt müssen dafür Hindernisse überwinden, Zahlencodes eingeben, Schalter betätigen, Kurzschlüsse verursachen und Dinosaurierknochen ordnen. Wie im Adventure-Hit Life is Strange manipuliert ihr dabei den Verlauf der Zeit.
Dabei hat das unzertrennliche Paar - und damit auch der Spieler - nur drei Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung: Per Knopfdruck aktiviert ihr Schalter, stellt die Laterne ab oder nehmt sie auf. Alles andere manipuliert ihr, indem ihr die Zeit vorspult oder rückwärts laufen lasst, die Figuren bewegen sich von selbst. Ganz eingängig kontrolliert ihr die verfließenden Minuten und Sekunden mit den Sticks am Controller. Drückt ihr nach rechts, vergeht die Zeit, die beiden Helden spazieren also vorwärts, drückt ihr nach links, gehen sie rückwärts. Dieses simple Konzept dient zum Lösen aller Rätsel im mit etwa zwei Stunden sehr kurzen The Gardens Between.
Laufen, Spulen, Laufen
Die Vorspul-Mechanik funktioniert einwandfrei, innerhalb der 19 Levels kommen regelmäßig neue, kleine Kniffe hinzu. Trotzdem, und trotz des überschaubaren Umfangs des Abenteuers, leidet The Gardens Between unter einer Handvoll langweiliger Passagen, in denen man zu lange einfach nur durch die Gegend stapft.
Quelle: PC Games
Gebt den richtigen Zahlencode ein, indem ihr beim Hüpfen auf dem Taschenrechner vor- und zurückspult.
Dafür punktet das Puzzle-Game mit einem verträumten Soundtrack und hübsch-kreativer Levelgestaltung, die die Erlebnisse der beiden Freunde surreal verändert widerspiegelt. Anlässlich eines gemeinsamen Zockabends erkundet ihr zum Beispiel eine Insel, auf der ein Röhrenfernseher samt angeschlossenem Controller thront. Eine tiefgehende Geschichte bietet The Gardens Between hingegen nicht, es handelt es sich um eine eher oberflächliche Hommage an Freundschaften aus Kindertagen und an das Abschiednehmen.
Die simple Story wird in kleinen Häppchen präsentiert: Nach jeder absolvierten Insel seht ihr einen kurzen Moment aus den gemeinsamen Erlebnissen des Freundespaares. Von diesen Eindrücken abgesehen, kommt man weder Frendt noch Arina näher, beide bleiben das Abenteuer über stumm. Immerhin vermitteln kleine Gesten wie gelegentliches Winken, dass sich die beiden tatsächlich mögen.
Kurz und gut
Auch wenn dieser Indie-Puzzler weder besonders anspruchsvoll oder umfangreich ausfällt, so bietet The Gardens Between doch schön präsentierte Rätsel, die man am besten häppchenweise genießen sollte - dann hat man länger als nur einen Abend etwas vom Spiel und das Laufen und Spulen nutzt sich nicht so schnell ab.
Quelle: PC Games
Die Gestaltung der Level ist hübsch, auch die dezente Fargebung gefällt.
Der Schwierigkeitsgrad steigt sanft an, somit eignet sich das Puzzle-Adventure auch für jüngere Spieler.
Technisch gibt es nichts an The Gardens Between auszusetzen: Die Optik ist farbenfroh und stimmungsvoll, die Figuren sehen sympathisch aus und das Spiel läuft flüssig. Die elektronische Hintergrundmusik passt hervorragend zur melancholischen Stimmung. Aber ob euch der Preis von etwa zehn Euro pro Spielstunde gerechtfertigt erscheint, das ist natürlich eine andere Frage, zumal auf der Switch momentan noch ein paar andere Indie-Hits wie etwa Undertale um die Spielergunst buhlen.
