The Fog - Nebel des Grauens

Test

"Stigmata"-Regisseur Rupert Wainwrights Neuinterpretation des erfolgreichen 1980er John Carpenter-Klassikers

The Fog - Nebel des Grauens Ein dunkles Geheimnis liegt über dem Küstenstädtchen Antonio Bay im US-Bundesstaat Oregon: Kurz vor der großen Jubiläumsfeier zu Ehren seiner vier Gründerväter wird der verschlafene Ort von einer gigantischen, unheimlichen Nebelbank heimgesucht.

Die Einwohner ahnen nicht, dass die vermeintlichen Wohltäter von damals die Stadt mit gestohlenen Reichtümern erbauten -- geraubt von einer Gruppe Leprakranker, die man anschließend mit ihrem Schiff verbrannte. Nun erheben sich die Toten aus dem Meer und steigen im Schutze des Nebels an Land. Nach ersten Todesfällen fördern Nick (Tom Wellings) und Elizabeth (Maggie Grace) zwar die Wahrheit zu Tage, doch da ist es bereits zu spät. Unter Führung von Kapitän Blake (Rade Serbedzija) starten die Geister der Aussätzigen zu einem gnadenlosen Rachefeldzug gegen die Nachkommen ihrer einstigen Peiniger.

Umgeschrieben

Horror-Altmeister John Carpenter, hier nur noch als Produzent tätig, ließ dem unerfahrenen Cooper Layne ("The Core -- Der innere Kern") recht viel Freiraum bei der (Neu-)Gestaltung des Drehbuchs, was in einigen wenig nachvollziehbaren Änderungen resultiert. Wie es zum Skript kam, zeigt die Featurette "Das Remake eines Horrorklassikers", in dem nicht nur der Autor, sondern auch Carpenter selbst und einige weitere Beteiligte zu Wort kommen.

Dazu gibt es ein Making of mit viel Eigenlob, eine weitere Featurette über Maske und Effekte und entfallene, von Rupert Wainwright kommentierte Szenen. Der Regisseur ließ es sich zudem nicht nehmen, einen Audiokommentar einzusprechen.TO n

Fazit

Film-Check: Einer der unnötigsten Vertreter der großen Horror-Remake-Welle der letzten Jahre. John Carpenters Original hat über die Jahre zwar etwas an Wirkung eingebüßt, besticht aber auch heute noch durch seine dichte Atmosphäre. Die sucht man im Remake vergebens.Vielmehr ist das in die Gegenwart verlagerte Machwerk ein konzeptloses Sammelsurium zusammenhangloser Horroreffekte, lose verbunden durch eine löchrige Story mit unterentwickelten Nebensträngen. Die beiden Serienstars Tom Welling ("Smallville") und Maggie Grace ("Lost") bleiben dabei so blass wie der untote Schiffskapitän. Hat man vergessen, ehe sich der Nebel verzieht.
DVD-Fazit: Wenn der Film auch wenig hergibt, so darf hier zumindest die Heimkino-Anlage mal wieder zeigen, was sie kann. Das blitzsaubere Bild gefällt, der donnernde Sound sorgt für Freude bei allen Surroundanlage-Besitzern.

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