The Fast and the Furious: Tokyo Drift

Test Fabian Käufer

Das "schönste und spielerisch beste Rennspiel auf der PS2" - behauptet zumindest die Pressemeldung des Herstellers. Stimmt aber nicht.

Mit lizenzierten Reisschüsseln driftet ihr über die dunklen Straßen von Tokyo. Mit lizenzierten Reisschüsseln driftet ihr über die dunklen Straßen von Tokyo. Mitte 2006 lief "The Fast and the Furious: Tokyo Drift" im Kino - allerdings mehr oder weniger unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Im Wissen um den nicht allzu zugkräftigen Titel wirft Electronic Arts das PS2-Spiel mit der Raser-Lizenz jetzt gleich zum Preis von knapp 20 Euro auf den Markt. Ein faires Angebot, denn das Game bietet grundsätzlich alle Elemente, die ein Tuning-Rennspiel braucht: eine frei befahrbare Metropole, lizenzierte Karren, die ihr gescheit aufmotzen könnt, und viele Renn-Events.

Trauerspiel in Tokio

In der virtuellen Garage könnt ihr jede Menge neue Teile an euer Auto schrauben. In der virtuellen Garage könnt ihr jede Menge neue Teile an euer Auto schrauben. Allerdings macht es nicht wirklich Spaß, auf den drögen Straßen von Tokio von einer Veranstaltung zur nächsten zu fahren. Wahrscheinlich ruft ihr bald einfach die Karte auf, um direkt zum gewünschten Ziel zu springen. Die Rennen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Entweder müsst ihr möglichst schnell eine simpel aufgebaute Strecke entlangbrettern, oder ihr driftet elegant über kurvenreiche Kurse. Das Fahrverhalten der Toyotas, Mazdas und Konsorten geht voll in Ordnung, auch wenn es sich nicht so recht zwischen Arcade und Simulation entscheiden will.

Völlig inakzeptabel ist das ständige Gewackel der Grafik: Das Spiel ruckelt nicht wirklich, wirkt aber, als hätte der virtuelle Kameramann ordentlich einen über den Durst getrunken. Keine Ahnung, was die Entwickler damit bezwecken wollten, aber es war definitiv eine ganz furchtbare Design-Entscheidung. Der Soundtrack macht die Sache zumindest etwas besser. Er unterhält euch in den ersten Spielstunden ganz gut, früher oder später fällt aber auf, dass das Songrepertoire sehr überschaubar ist.

Insgesamt liegt "The Fast and the Furious" im Mittelfeld des Genres. Die Konkurrenz ist auf der PS2 einfach viel zu stark, als dass sich dieser Titel in irgendeiner Form von der Masse abheben könnte. Versöhnlich stimmt der niedrige Preis. 20 Euro können genügsame Genre-Fans, die auf der Suche nach einem neuen Spiel sind, guten Gewissens investieren.

Wertung zu The Fast and the Furios: Tokyo Drift (PS2)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
Hat prinzipiell alle Elementedie ein Tuning-Racer brauchtRichtig dicker Tuning-PartGünstiger Preis
Free-Roaming-Prinzip wirdnur unbefriedigend genutztStörendes "Grafikwackeln"Dünner SoundtrackViele Ladepausen
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