The Eternal Cylinder: Ungewöhnliches Survival-Game auf der gamescom gespielt

Special Johannes Gehrling
The Eternal Cylinder: Ungewöhnliches Survival-Game auf der gamescom gespielt
Quelle: Good Shepherd

Das Survival-Subgenre wird nächstes Jahr um eine wahrlich außergewöhnliche Attraktion reicher: The Eternal Cylinder. Das Spiel von Good Shepherd, erst kürzlich angekündigt und für den Release im nächsten Jahr geplant, entführt euch als kleine, zunächst ziemlich hilflose Kreatur auf einen harschen Planeten voller böswilliger Alien-Kreaturen. Auf der gamescom 2019 durften wir das Spiel bereits ausprobieren.

Einst bereits 2015 in der Freizeit als leidenschaftliches Hobbyprojekt entstanden, so verriet es uns der Entwickler und Kopf hinter The Eternal Cylinder (jetzt kaufen 13,60 € ), wurde unerwartet aufgrund regelmäßigen extrem positiven Feedbacks doch ein "richtiges" Game aus dem zunächst noch als "The Endless Cylinder" betitelten Spiel. Erst vergangene Woche brandneu angekündigt, konnten wir das Game auf der gamescom 2019 bereits ausprobieren.

Aller Anfang ist schwer

Screenshots aus The Eternal Cylinder. (3) Quelle: Good Shepherd Screenshots aus The Eternal Cylinder. (3) The Endless Cylinder beginnt, indem ihr als kleine, glubschige, offensichtlich außerirdische Kreatur aus einem Ei schlüpft. Auf einem düsteren, fremden Planeten voller allerlei feindseliger Kreaturen. Doch schnell lernt ihr: Ihr könnt eure DNA verändern, und somit das Aussehen der Figur, was euch auch neue Fähigkeiten beschert. Verschlingt ihr beispielsweise einen Frosch, könnt ihr euch besonders sprungstarke Beine wachsen lassen. So macht ihr euch auf den Weg, zu überleben, den Planeten zu erkunden und vor allem: herauszufinden, wer hinter dem gigantischen rollenden Zylinder steckt, der euch wieder und wieder zu erdrücken droht. Spoilern wollen wir an dieser Stelle nicht, aber das sollte ohnehin offensichtlich sein: Freunde sind es nicht. Zudem entdeckt ihr nach und nach immer mehr Vertreter eurer eigenen Spezies, die sich in bester Pikmin-Manier dem Trupp anschließen und euch hinterherlaufen. Jederzeit könnt ihr zwischen den kleinen Kerlchen wechseln und auch angeeignete Fähigkeiten miteinander teilen.

Die Familie wächst

Um voran zu kommen, löst ihr Rätsel, flüchtet wieder und wieder vor dem riesigen Zylinder, vergrößert eure Truppe immer weiter und eignet euch immer mehr Fähigkeiten an. Das Ziel des Spiels: gar nicht mal so klar. Beim Termin verriet uns der Entwickler auf Nachfrage, dass es am ehesten darum geht, eure kleine Monsterchen-Familie zu erweitern und zu überleben - Survival eben. Das Spiel ist zwar Story-getrieben und in Kapitel unterteilt, die großteils prozedural generierte Spielwelt ist aber offen. Und daher groß, aber dennoch abwechslungsreich. Die düstere Atmosphäre des fremden Planeten schafft ab der ersten Minute eine Sci-Fi-Untergangsstimmung, viele verschiedene NPCs führen zu von Neugier getriebener Interaktion. Das Gelände sowie Flora und Fauna weckten beim Anspielen ebenfalls unser Interesse. Mit Erfolg: Vertilgen wie eine Trompeten-Pflanze, verfügt unsere Figur über die Fähigkeit, selbst wie eine Trompete zu tröten. Das verscheucht Gegner, auch besonders große. Allerdings nur solange, bis dieser bemerkt, dass ihr eigentlich gar nicht sonderlich gefährlich seid, dann beeindruckt euer Tröten kaum noch. Schlaue KI.

Release und Exklusivität

Screenshots aus The Eternal Cylinder. (1) Quelle: Good Shepherd Screenshots aus The Eternal Cylinder. (1) The Eternal Cylinder soll 2020 erscheinen und zwar zunächst für ein Jahr exklusiv im Epic-Store, danach ist der Release für alle anderen PC-Stores sowie Konsole geplant - welche Konsolen genau, das verriet uns das Entwicklerteam auf Nachfrage noch nicht. Nachvollziehbar, sichert Epic Entwicklern doch eine sogenannte Mindestabgabemenge zu. Heißt: Die Kosten für die Entwicklung des Spiels kommen auf jeden Fall rein, unabhängig vom Erfolg - das sichert die Existenz des Studios und ermöglicht somit mehr Experimente. Nach unserem gamescom-Termin, wie sich zeigt, mit Erfolg: The Eternal Cylinder ist ziemlich ungewöhnlich, aber auch extrem vielversprechend und hat die Zeit beim Termin wie im Flug vergehen lassen.

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