Reif für die Insel? Na hoffentlich, denn das erste vollwertige Add-on zu Bethesdas Rollenspiel-Knaller ist endlich fertig.
Klasse Auftakt: Bereits die erste Mission macht Laune. Sie müssen diesen Torwächter bezwingen -- doch das klappt nur mit einer List … (PC)
Sonne, Strand, Cocktails -- so stellt man sich einen gelungenen Inselurlaub vor. Wer allerdings eine Reise zu den "Shivering Isles" bucht, den erwarten unheilvollere Dinge. Das Eiland gehört Sheogorath, dem Gott des Wahnsinns -- und dementsprechend grotesk geht es auf den Schlotterinseln zu. Bevor wir uns den Details zuwenden, noch ein paar Worte zur Funktionsweise des Add-ons: Nach der Installation erscheint in der Nähe der Stadt Bravil ein magisches Portal. Wer hindurchgeht, landet in einem brandneuen Zusatzgebiet, das ungefähr ein Viertel so groß ist wie das des Hauptspiels -- neue Monster, Waffen und Nebenaufgaben gibt’s gratis obendrauf. Xbox360-Spieler ohne Internetanschluss und Xbox-Live-Goldzugang schauen übrigens in die Röhre: Das Zusatzpaket ist ausschließlich als Download mit knapp einem Gigabyte erhältlich und kostet 2.400 Microsoftpunkte, also knapp 29 Euro.
Gott(m) sucht Held(m/w)
Die zentrale Story dreht sich um den Grauen Marsch, eine schreckliche Katastrophe, die einer Prophezeiung nach alle Bewohner der Shivering Isles töten wird. Es sei denn, ein tapferer Held nimmt sich dem Problem an -- und genau hier kommen Sie ins Spiel! Das Add-on lässt sich übrigens sowohl mit einem frisch erstellten Charakter als auch mit einem bereits aufgelevelten Fantasy-Recken durchackern. Bethesdas berühmt-berüchtigter Automatik-Schwierigkeitsgrad sorgt für Chancengleichheit -- und schwer ist das Add-on sowieso nicht.
Dieser Wahn macht Sinn
Während die Spielmechanik mit der des Hauptspiels identisch ist, haben sich die Missionsdesigner ins Zeug gelegt: Ob Sie nun ein mysteriöses Doppelgängerproblem lösen oder arme Soldaten in die Fallen eines Dungeons locken -- kaum ein Auftrag läuft nach Schema F ab. Außerdem punktet die Handlung mit humorigen Gags, besonders Sheogoraths Ausführungen sind an Sarkasmus teils kaum zu übertreffen.
