The Elder Scrolls Historie: Vergesst die Pferderüstung, kontroverse Inhalte gab es bei TES viel früher
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Die Pferderüstung aus The Elder Scrolls 4: Oblivion steht noch heute stellvertretend für überteuerte DLCs in PC-Spielen. Der Aufschrei war damals groß. Doch die Geschichte von TES zeigt, dass es schon früher eine Handhabung von Add-Ons bei Bethesda gab.
Die Veröffentlichungsstrategie von Bethesda Softworks Add-Ons und DLCs für die The Elder Scrolls-Reihe hat gern mal für ungläubige Blicke oder Kopfschütteln gesorgt. Lange bevor der Pferderüstung-DLC für Oblivion im Jahr 2006 erschien, gab es in der Geschichte von The Elder Scrolls bereits Fälle, die scheinbar die bis heute genutzte Handhabung von The Elder Scrolls-Erweiterungen prägten. Einer dieser Fälle ist ein Expansion-Pack für den zweiten Teil der RPG-Serie.
Was für ein Add-On war die CompUSA Expansion für The Elder Scrolls 2: Daggerfall?
Das frühe Beispiel stammt aus dem Jahr 1996 und dreht sich um The Elder Scrolls II: Daggerfall. Dieses Rollenspiel erhielt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits eine besondere Version zum gleichen Preis. Diese exklusive Ausgabe, die heute als "CompUSA Expansion" oder "CompUSA Special Edition" bekannt ist, war ausschließlich für Käufer erhältlich, die das Spiel bei der damals großen US-Elektronikhandelskette CompUSA erwarben. Dies dokumentiert eine frühe Form der Zusammenarbeit zwischen Spieleentwicklern und Einzelhändlern, die über den Verkauf hinausging und Zusatzinhalte als Bonus betraf.
Der Zusatzinhalt umfasste 16 weitere Quests bei verschiedenen Gilden sowie dem Ritterorden und Tempel im Spiel, die teilweise sehr komplex sind (Details zu den Inhalten finden sich auf der inoffiziellen TES-Webseite). Obwohl die genauen Hintergründe dieser Exklusivvereinbarung im Detail unklar sind, lassen überlieferte Statements von Mitarbeitern vermuten, dass CompUSA eine Sonderversion des Spiels forderte, um das Spiel überhaupt ins Sortiment aufzunehmen.
Wie wurden die exklusiven Inhalte damals von den Spielern aufgenommen?
Der exklusive Zusatzinhalt löste schon damals ähnliche Diskussionen aus, wie die spätere Pferderüstung. Teilweise finden sich noch Hinweise im Internet. So gibt es ein bei Groups bewahrtes Statement von Todd A. Carter vom 25. September 1996, der sich zu den Zusatz-Inhalten äußert und es als "Mist" bezeichnet, dass es eine verbesserte Version bei nur einem Händler gibt. Auch die Kommentare der anderen Nutzer zeigen sich verärgert.
Die Geschichte dieser frühen Daggerfall-Erweiterung zeigt, dass das Konzept von zusätzlichen, teils exklusiven Spielinhalten keine neue Entwicklung als digitaler Vertriebsweg bei Bethesda war, sondern bereits bei physischen Versionen vorhanden war und wirft ein neues Licht auf die Monetarisierungsstrategie des Publishers.
Kann man die CompUSA-Zusatzinhalte für Daggerfall heute noch irgendwo bekommen?
Interessanterweise wurden die Inhalte der CompUSA-Erweiterung später von Bethesda Softworks in Form eines kostenlosen Patches für alle Daggerfall-Spieler veröffentlicht. Dennoch haben es diese Quests nie in die offizielle Basisversion des Spiels geschafft, sodass sie mittlerweile nicht mehr in der bei Steam verfügbaren, kostenlos bereitgestellten Version des Spiels inkludiert sind.
Eine Ausnahme bildet lediglich eine der 16 Quests namens "The Lord's Safehouse", die von Bethesda aufgrund einer Syntaxänderung im Quest-Code scheinbar integriert werden musste. Wer sich für die CompUSA-Inhalte interessiert, sei auf die inoffizielle TES-Seite verwiesen, dort gibt es eine 3.1.0-Version von Daggerfall inklusive aller Expansion-Quests zum Download.
Quelle: ElderScrolls Fandom
