The Day Before im Test: Schlechter geht es nicht!

Test Michael Grünwald
Zwei Spieler stehen sich gegenüber. Einer hat keinen Kopf
Quelle: PC Games

Das angebliche Survival-MMO The Day Before ist auf dem Markt und wurde gleichzeitig schon wieder beerdigt. Im Test gehen wir näher auf die Kontroverse ein.

Haben wir den Kampf verloren, ist unser komplettes Inventar futsch. Zumindest ein paar Woodcoins für Waffen und Munition erhalten wir beim Respawn in der Sicherheitszone. Im Lager können wir außerdem unsere Gadgets aus erfolgreichen Exfiltrationen horten.

Ein richtiges Ziel gibt's nicht. Im Grunde schließen wir Aufträge ab und verkaufen Gesammeltes, um Geld zu verdienen und uns davon neben besserer Ausrüstung Fahrzeuge und Möbel für unser Grundstück zu kaufen. Dinge eben, die uns absolut nichts bringen.

Absolutes Luxusgut scheinen übrigens auch Lebensmittel zu sein. An der Bar in Woodberry können wir Burger für 1.000 Woodcoins kaufen. Oder wir lassen es eben einfach. Denn auf der kleinen Map ist es äußerst unwahrscheinlich, dass wir in der Kürze der Zeit verhungern oder verdursten.

Wir könnten mit diversen Balancing-Problemen noch ewig so weitermachen. Warum nimmt beispielsweise eine Flasche Wasser ganze vier Plätze im Inventar ein? Und warum trinkt unser Charakter die komplette Flasche in einem Zug weg, anstatt sich das Getränk einzuteilen? Aber wir belassen es nun dabei. Es sollte mittlerweile jeder Person klar sein, dass The Day Before beinahe unspielbar ist.

Spieler macht Kraftübungen Quelle: FNTASTIC

Das blanke Grauen

Falls nicht, haben wir noch einen guten Punkt dafür - und zwar die Technik. Die furchtbaren Bewegungsabläufe haben wir bereits angesprochen. Wir können weder klettern noch schwimmen noch anständig über Hindernisse springen. Vorteil: Die Infizierten sind nicht gerade sportlich und lassen sich dadurch sehr einfach abschütteln. Nachteil: Wir scheitern bereits beim Überwinden kleinster Mauern oder Absätze.

Es reicht auch aus, auf einen PKW zu hüpfen und von dort alle Gegner platt zu machen. Und idealerweise nutzen wir einen der zahlreichen Bugs aus und töten einen Infizierten, der sich in der Spielwelt festgebuggt hat.

Obwohl absolut nichts in der Open World geboten wird, sieht The Day Before zusätzlich nach grauem Pixelbrei aus. Wenn wir schreiben, an allen Ecken und Enden fänden wir Kantenflimmern vor, dann ist das die Untertreibung des Jahres. An manchen Stellen verziehen sich ganze Gebäude vor lauter Grafikfehlern.

Zwei Infizierte sitzen ineinander in einem Polizeiauto Quelle: FNTASTIC Doch wir wollen hier fair bleiben, die englische Sprachausgabe ist nicht komplette Grütze. Die Sprecher und die deutschen Untertitel sind wohl das Beste, was das Spiel zu bieten hat. Das reicht allerdings nicht, um ein katastrophales Spiel auch nur einen Hauch besser zu machen.

Wertung zu The Day Before (PC)

Wertung:

1.0 /10
Fazit

The Day Before setzt neue negative Maßstäbe – die Spielekatastrophe des Jahres!

Unser Fazit zu The Day Before liefert uns das Spiel selbst. Denn im Ladebildschirm bietet es immer wieder philosophische Sprüche wie "Schmerz ist unvermeidlich. Leiden ist eine Option". Eine bessere Zusammenfassung, was wir in den letzten Tagen während des Tests erlebt haben, ist nicht möglich. Und dennoch lassen wir uns einen schlechten Witz zum Abschluss nicht entgehen: Der Tag bevor The Day Before herauskam, war ein besserer Tag für die Gaming-Industrie!

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