Steven Spielberg quartiert den staatenlosen Tom Hanks dauerhaft auf einem New Yorker Flughafen ein
Stellen Sie sich vor, Sie landen als Fluggast auf dem John F. Kennedy-Flughafen in New York, freuen sich auf das Empire State Building und den Broadway, erfahren bei der Einreise aber, dass man Sie nicht reinlassen kann. Na gut, dann fliegen Sie eben zurück. Aber das geht ebenfalls nicht mehr. Ein Alptraum, in unserer Welt aber nicht unmöglich.
So ein Schicksal erlebte der Iraner Merhan Karimi Nasseri, der seit mittlerweile 17 Jahren auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle Roissy lebt, tatsächlich. Nasseris Asylanträge werden abgelehnt. Ohne gültigen Pass sitzt er fest, darf nirgendwo hin.
Inakzeptabel
Das unglaubliche Schicksal des Iraners war bereits Thema mehrerer Filme und Dokumentationen, erlangte aber erst weltweite Aufmerksamkeit, als sich Hollywoods größter Filmemacher Steven Spielberg die Rechte an einer Verfilmung sicherte. Dafür überwies er Nasseri angeblich 275.000 Dollar und machte ihn so zu einem reichen, aber immer noch einsamen Mann. Für die Hauptrolle engagierte Spielberg nach "Der Soldat James Ryan" und "Catch me if you can" bereits zum dritten Mal Tom Hanks.
Im Film spielt Hanks Viktor Navorski, der aus dem fiktiven, in Osteuropa angesiedelten Land Krakosia nach New York kommt, weil er unbedingt etwas erledigen muss. Mangelnde Englischkenntnisse machen es ihm schwer zu verstehen, warum ihn Dixon (Stanley Tucci), der Leiter der Einwanderungsbehörde, nicht einreisen lassen darf. In Krakosia brach eine Revolution aus, die Navorski von allen diplomatischen Standpunkten aus "inakzeptabel" machen. Bis die USA die Nachfolgeregierung seiner Heimat anerkennen, sitzt der Einreisewillige im Terminal fest.
