Knallharte Action im kunterbunten Entenhausen-Look: Team Fortress 2 macht auch im Nachtest eine gute Figur – und den mageren Umfang fast vergessen.
Die Komplexität hat ihren Preis: Einsteiger finden sich schnell als Kanonenfutter wieder. Die Lernkurve ist steil, das Tempo hoch, die Konkurrenz auf den Online-Servern taff. Wer sich davon nicht abschrecken lässt und eine gewisse Einarbeitungszeit investiert, wird dafür mit einem packenden und strategisch ungemein tiefen Spielerlebnis belohnt, das nicht zuletzt von seiner knuffigen Comic-Optik lebt. Und das, bei allem verdienten Lob, ein wenig zu geizig ist, was den Umfang betrifft. Sechs Maps und zwei Spielmodi sind zwar nicht so dünn, dass wir von einem Kauf abraten würden, aber dünn genug, um bei der Wertung ein paar Punkte abzuziehen.
Wer genug hat vom ewigen Terroristen- und Weltkriegs-Allerlei des Genres, der sollte sich daran aber nicht stören. Rund 25 Euro (via Steam-Download für PC-Nutzer) sind Komplexität und Atmosphäre nämlich allemal wert. Und als Teil der Orange Box muss sich Team Fortress 2 vor HL2: Episode 2 und Portal nicht verstecken.
